05.00 Uhr
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05.03 Uhr
Heimatspiegel
Volksmusik und Informationen Mühlentradition im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim 6.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
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06.00 Uhr
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07.00 Uhr
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07.05 Uhr
Heimatspiegel extra
Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner am 22. Mai Es war einmal ein Sünder, der reist der Romstadt zu & Richard Wagner und die Volksmusik Mit Ulrike Zöller Minna und ihre Schwester sangen gerne Volkslieder - Balladen, Lieder aus der Küche, vom Grafen und seine Magd, berichtet Richard Wagner in seiner Autobiografie Mein Leben über seine erste Frau. Der Erneuerer der Oper, Komponist, Dichter, Dramaturg und Dirigent lebte nicht nur in der eigenen Musikwelt - seine Ideen und seine Themen speisten sich auch aus der Volksmusik, ausihren Sagen- und Balladenstoffen. So liegen die Wurzeln der Oper Tannhäuser unter anderem im Alpenland, wo die Ballade vom Tannhauser oder auch Balthauser mit dem Liedanfang Es war einmal ein Sünder, der reist der Romstadt zu weit verbreitet ist. Die Oper Meistersinger hat ihren Ursprung zum Teil in der historischen Figur des Nürnberger Schuhmachers und Poeten HansSachs und der Tradition der Meistersinger, in die Oper fließen aber auch eigene Nürnberger Erlebnisse mit ein: Als Wagner seine Schwester Klara in Nürnberg besuchte, erlebte er in einem Wirtshaus den misslungenen Auftritt des Tischlers Lauermann, ein Mann von drolligem Aussehen und nur mit dem niedersten Volksdialekt vertraut. Sein Auftritt führte zunächst zu einerWirtshausschlägerei und lieferte später die Vorlage zur Figur Sixtus Beckmesser. In Wagners Werken sind zahlreiche volksmusikalische Einflüsse verarbeitet - andererseits spielen Volksmusikgruppen heute auch mit Hackbrett, Zither, Gitarre und Harfe ihre Versionen von Wagnerschen Opernthemen und führen einige musikalische Ideen damit wieder an ihren Ursprungsort zurück. Zum 200.Geburtstag des großen deutschen Künstlers am 22. Mai gratuliert Ulrike Zöller mit einem Heimatspiegel extra über Richard Wagners Beziehungen zur Volksmusik.
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08.00 Uhr
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08.05 Uhr
Katholische Welt
Der moderne Pilger Der Gang in die Geborgenheit Wenn das Wandern zum Pilgern wird Von Georg Magirius Das Pilgern findet seit einigen Jahren zunehmend Anhänger. Nicht nur auf traditionellen Wallfahrten und in Prozessionen ist man unterwegs, sondern auch als Einzelgänger. Man wandert auf großen Pilgerrouten und auch in der Nachbarschaft. Fast überall in Deutschland werden neue Pilgerwege ausgewiesen: Kapellen- und Waldbesinnungswege, dazu Routen, die an Heilige und großePersönlichkeiten erinnern: Elisabethpfad, Bonifatius-, Benedikt-, Franziskusweg. In Zeiten hoher Geschwindigkeit wächst offenbar die Sehnsucht nach einer Reduktion des Tempos. Die modernen Pilger erfahren eine Form der Sauerstoffzufuhr, die sie in klimatisierten Zügen, Autos und Büros nicht finden können. So zieht man los und sei es nur für Tage oder Stunden. Selbst ein gewöhnlicher Wanderweg könne zum Pilgerweg werden, behauptet unser Autor Georg Magirius. Das bloße Gehen nämlich führe aus der Erstarrung, zeige Fortschritt und sei von der Suche nach einer Geborgenheit angetrieben, die man zuhause nicht finden könne. Die Motive heutiger Aufbruchslust unterscheiden sich gar nichtgrundlegend von jenen, die einst die vagabundierenden Mönche angetrieben haben. In Auseinandersetzung mit bekannten Wanderern wie etwa Jesus von Nazareth, Paulus, Robert Walser, Augustinus, Joseph von Eichendorff und Johann Gottfried Seume zeigt sich: Der Weg, auf den man sich begibt, kann zum Symbol fürs ganze Leben werden. Er versinnbildlicht Aufbruch,Aufstieg, Erschöpfung, Euphorie, Vergeblichkeit, Gipfelglück, Einkehr und erzählt von der Hoffnung auf eine tiefe Erfüllung. Es ist der Gang in die Geborgenheit.
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08.30 Uhr
Evangelische Perspektiven
Palliativmedizin heute Langes Sterben ist nicht vorgesehen Fallpauschalen setzen Palliativmediziner unter Kostendruck Von Irene Esmann Wir führen oft ein Gespräch mit Patienten, dass wir die Zeit, die ihnen mit der Krankheit bleibt, so gut wie möglich gestalten möchten, und dann kommt die knallharte Frage Frau Doktor, was machen wir, wenn die mittlere Verweildauer abgelaufen ist und sie mich wieder entlassen müssen und ich bis dahin nicht gestorben bin, was soll man denn dann machen? Was die Palliativmedizinerin Susanne Roller vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München erzählt, wird derzeit auf fast allen bayerischen Palliativstationen Realität. Viele Krankenkassenerhöhen den Druck auf die Kliniken, auch diese besonderen Stationen, die Hospize, in das System der Fallpauschalen zu integrieren. Das bedeutet: auch bei sterbenden Patienten wird nach der so genannten mittleren Verweildauer abgerechnet, der Kostendruck auf den Stationen steigt. Ärzte berichten sogar davon, sinnlose Untersuchungen an den schwerstkrankenPatienten machen zu müssen, nur um eine bestimmte Diagnose auch abrechnen zu können. An einigen Kliniken droht auf Grund der Fallpauschalen Stellenabbau bis hin zur Schließung der Palliativstationen, die eigentlich gesellschaftlich gefördert werden sollen. Und Zeit für die Patienten, die oft wissen, dass sie nicht mehr lange zu leben haben, bleibt vielen Ärzten nurnoch wenig. Im System der Fallpauschalen sind sie gezwungen, viele Stunden am Tag für schriftliche Dokumentationen und Abrechnungen zu verwenden. Die Politik schaut dieser Entwicklung bislang ungerührt zu. Gesundheitsminister Daniel Bahr etwa verweist auf die Selbstverwaltung von Kassen und Kliniken und darauf, dass man in Deutschland keine Staatsmedizin habe. IreneEsmann geht der Frage nach, wie ehrlich man sich in Deutschland für ein Sterben in Würde stark macht.
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09.00 Uhr
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09.05 Uhr
orange - Das Feiertagsmagazin
Moderation: Antonia Arnold Zehn Jahre Walkshow: Werner Schmidbauers Berggespräche Seit zehn Jahren talkt Werner Schmidbauer mit prominenten Gästen hoch oben auf den Bergen: Gespräche in freier Natur werden viel authentischer, als wenn man die Leute im Studio interviewt, so Schmidbauer. In der heutigen TV-Folge geht er mit Biathlon-Star Magdalena Neuner auf den Berg. In orange am Feiertagerzählt Schmidbauer von der Faszination Berg / Blick hinter die Kulissen: Tag der offenen Tür bei den Bayreuther Festspielen Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner gewährt das Festspielhaus interessierten Besuchern Einblick in die Theaterarbeit. Wie funktioniert die Bühnentechnik, wie fühlt es sich an, im Orchestergraben zu sitzen? Wer mag, kann sogar in echteOpernkostüme schlüpfen. orange am Feiertag begleitet Wagnerianer beim Blick hinter die Kulissen / Die goldenen Zwanziger sind wieder in Der große Gatsby ist in den Kinos angelaufen und hat die Filmfestspiele von Cannes eröffnet. Der Film über F. Scott Fitzgeralds Literaturklassiker hat den Boom rund um die Zwanziger Jahre erneut befeuert. Elegante Kleider mit glamourösenPerlenstickereien sind wieder gefragt, gleichzeitig feiert man Swing-Partys. orange am Feiertag auf der Spur des neuen Trends
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10.00 Uhr
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10.05 Uhr
Paris-Magazin
Von Afrique sur Seine zur Bar à eaux Bunt, lustig und mitunter laut präsentiert sich Frankreichs Hauptstadt in diesem Metropolen-Magazin. Wir besuchen den größten Markt der Welt in Rungis, der flächenmäßig Monaco übertrifft, streifen im Pariser Klein-Afrika La Goutte d'Or herum und fragen: Wer ist eigentlich heute der Glöckner von Notre Dame? Woher kommen die Nachtclowns in den Ausgehvierteln, und wie erklärtsich die neue Lust am Cancan? Zum Ausnüchtern gibt es noch einen Abstecher in Colettes Wasserbar immerhin stehen dort 90 Sorten Wasser auf der Karte. Wiederholung um 17.05 Uhr
777 Hörer
11.00 Uhr
radioTexte
Urs Widmers Reise nach Istanbul Eine Zugreise nach Istanbul als Traum und Albtraum - Autorenlesung Rollenprosa und Traumprotokolle, Zivilisationskritik und ein englischer Liebesbrief an Mary, Fabelhaftes und Reiseberichte von Orten, an denen er nie war Urs Widmers Gesammelte Erzählungen sind prallvoll mit allen Erfahrungen des menschlichen Daseins, mit Krieg und Wahn, Macht und Ohnmacht, Katastrophen und apokalyptischen Szenarien, Schöpfungsmythen und Menschheitsängsten, Leben und Tod, Damals und Jetzt. Große Themen, scheinbar leicht verpackt und immer mit pointensicherem Witz geschrieben, so dass Traurigeskomisch und Schweres leicht wirkt, selbst wenn es um den Tod geht. Bei seiner Reise nach Istanbul folgt er der Traumlogik und führt durch ein gespenstisches Wunderland. Keine Frage, daß diese Traumreise eine Lebensreise ist, und keiner kann Urs Widmers traumwandlerische Prosa besser intonieren als er selbst mit seinem charmanten Schweizer Tonfall. - Seit vierzigJahren schreibt er Erzählungen, Romane, Stücke, Essays, oft autobiographisch grundiert, meist in waghalsiger Balance von Realem und Surrealem. Längst gehört er zu den bekanntesten Schweizer Autoren der Generation nach Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Im Bayern 2 Studio liest Urs Widmer und erzählt von seinem Leben und Schreiben. Moderation: Cornelia Zetzsche
805 Hörer
11.30 Uhr
Bayern 2-radioMusik
Himmlische Gesänge und irdische Folksongs anspruchsvoll - entspannt - weltoffen Himmlische Gesänge und irdische Folksongs Mit Musik von Iron & Wine, Alison Krauss, Bobby McFerrin und vielen mehr Moderation: Dagmar Golle
5 Hörer
12.00 Uhr
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1292 Hörer
12.05 Uhr
Zeit für Bayern
Akustische Reisen durch Bayerns Regionen Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen Altbayern/Schwaben Freiheit auf zwei Rädern Radlergeschichten aus Bayern Von Thomas Grasberger Franken Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner am 22. Mai Geschmiedet ist das Rund Fränkische Ring-Aspekte Von Herbert Heinzelmann Altbayern/Schwaben Freiheit auf zwei Rädern Radlergeschichten aus Bayern Statistiker muss man wirklich nicht bemühen, um festzustellen, dass Radfahren zu den beliebtesten Beschäftigungen der Bayern gehört. Zumindest in der milden Jahreszeit reicht ein Blick auf die Straßen und Radwege in Stadt und Land, um die Popularität des selbstbetriebenen Zweirad-Vergnügens vor Augen zu haben. Die einen machen´s zur Erhaltungihrer Gesundheit, die anderen als ökologische Variante moderner Mobilität. Wieder andere stürzen sich ins Training und suchen die Herausforderung im sportlichen Wettkampf, bis hin zum Leistungssport. Obwohl das Objekt der Begierde seit 120 Jahren technisch grundsätzlich unverändert ist, gibt es alljährlich zahlreiche Hightech-Neuerungen in den Fahrradläden, die für alleGeschmäcker, Bedürfnisse und Geldbeutel das hoffentlich Richtige bereit halten. Radfahrvereine waren schon im 19. Jahrhundert auf dem bayerischen Land die ersten Sportvereine überhaupt sogar vor den Schützen. Auch damals hatte das Radfahren schon viel mit Geselligkeit zu tun es wurden Wochenendausflüge, Korsofahrten und Radrennen organisiert, sogar Fernreisen standen bereits auf der Agenda der frühen Bicyclisten. Thomas Grasberger lässt in seinen Radlergeschichten Leute zu Wort kommen, die den Traum auf zwei Rädern in unterschiedlicher Weise leben. Da ist der englische Philosoph, der die akademische Karriere an den Nagel gehängt hat undheute seine eigenen Hochräder baut; da ist der bayerische Wochenendausflügler, der auf seiner Tour de Nonchalance am liebsten Biergärten ansteuert. Der junge Münchner Rennradler erzählt von seiner Jagd nach Bestzeiten, während sein Vater alljährlich auf zwei Rädern die Alpenpässe zu überqueren versucht. Bescheidener und doch nicht minder ambitioniert ist der Traum jenererwachsenen Frau, die einen Kurs belegt, um endlich das Radfahren zu lernen. Und für das niederbayerische Ehepaar, das seine Ferien im Sattel verbringt, bedeutet Radurlaub immer schon Erholung und Freiheit pur. Franken Geschmiedet ist das Rund Fränkische Ring-Aspekte Ein Feature von Herbert Heinzelmann Auch ein Teufelskreis ist irgendwie ein RING. Und mit ihrer Okkupation durch die Oper Die Meistersinger befindet sich die Stadt Nürnberg in so einem Circulus vitiosus. Ob die Stadtväter nur glücklich über dieses Geschenk des Komponisten Richard Wagner sind, sollen Kulturverantwortliche der Kommune doch mal erklären.Wagner wird in diesem Jahr 200 Jahre alt und Franken ist ihm mit dem Bayreuther Hügel schöpferische Heimat geworden. Sein Opern-Zyklus Der RING des Nibelungen wird dort gehätschelt und gepflegt. Aber was fangen die berühmten Johanniser RINGer mit dem Jubilar und seinem Werk an? Man muss das ja nicht immer mit der Anbetungshaltung des Wagnerianers feiern. Man kann mal fragen, welche SchmuckRINGE in derBayreuther Festspielleitung beliebt sind und wie man auf den RINGstraßen und Wagnerpfaden der Festspielstadt vorankommt. Bamberg fällt einem zu Wagner nicht gleich ein, aber dort feiert der Karl-May-Verlag auch ein Jubiläum, und der eine Sachse hat den anderen Sachsen Richard Wagner in einem Roman groß auftreten lassen. RINGaspekte können durchaus ein wenig schrägaussehen etwa aus der Perspektive eines Wagner-Fans, der hauptberuflich Bratwürste verkauft. Dass sich schließlich zu Siegfrieds, zu Wagners und zu unseren Zeiten alles um Geld und Macht drehte und dreht, weiß ein ehemaliger Bankier nur allzu gut. So schillert der RING in vielen Facetten.
925 Hörer
13.00 Uhr
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13.05 Uhr
Breitengrad
Portugal am Scheideweg Sozialstaat oder Schuldenfalle Portugal am Scheideweg Von Jochen Faget Beim einstigen Musterschüler Europas gehen die Lichter aus: Weil Portugal es nicht schafft, seine Schulden zu bezahlen, wird am Sozialstaat gekürzt: Immer mehr Rentner müssen von weniger als 600 Euro im Monat leben, Arbeitslosen werden staatliche Hilfen gestrichen. Viele Kranke können sich ihre Medikamente nicht mehr leisten, Schul- und Universitätserziehung wird für vieleFamilien unbezahlbar. Das Land steht am Scheideweg: Die EU-Troika, die längst Portugals Innenpolitik bestimmt, besteht auf immer neuen Sparmaßnahmen. Die seien ein Frontalangriff gegen den klassischen Sozialstaat, auf den Europa so stolz sei, stellen Fachleute fest. Und sie warnen gleichzeitig, die Kürzungen im armen Portugal könnten früher oder später auch den noch reichenLändern Europas bevorstehen. Eine Reportage von Jochen Faget.
974 Hörer
13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
Kleine bayerische Pneumatologie (2) Kleine bayerische Pneumatologie (2) Die sieben Gaben Von Thomas Kernert Pneumatologie ist die Lehre vom Geist. Vom Geist versteht man in Bayern eine Menge, weshalb man auch vom bayerischen Geist spricht. Dieser erfüllt die Herzen und Gehirne der Stammbevölkerung mit jener wind- und wetterbeständigen Gemüts- und Denkungsart, welche ein stabiles Gemeinwesen benötigt, um sich erfolgreich gegen alle wertliberalen Korrosionsprozesse wappnenzu können. Politisch nennt man diesen Geist CSU, sozio-gastronomisch Stammtisch, theologisch Heiliger Geist. Letzterer erschien dem Kirchenvolk Jahrhunderte lang durch das sog. Pfingstloch in Form einer weißen Taube oder brennender Flachsflocken. Leider fingen dabei nicht nur die Herzen, sondern häufig auch die Kirchenbänke Feuer. Nichtsdestotrotz steht der Heilige Geistauch heute noch bei Jung und Alt in hohen Ehren. Während das bayerische Staatsinstitut für Frühpädagogik den Kleinen das Pfingstfest in theoretischer Form als geballte Kraft des Lebens schmackhaft zu machen versucht, inkorporieren die Großen im fränkischen Ochsenfurt den Heiligen Geist in geballter Bratwurstform. Grund zum Feiern gibt es immer: Zumal der Heilige Geist anPfingsten nicht nur einfach in Erscheinung tritt, sondern auch noch etwas mitbringt: die sog. sieben Gaben, als da wären Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit sowie Gottesfurcht. Man muss kein intimer Kenner des weißblauen Organismus sein, um die Spuren jener Gaben sofort wiederzuerkennen. Es gibt sieben bayerische Bistümer, sieben bayerischeRegierungsbezirke, sieben bayerische Berufsfeuerwehren und alle sind sie durchdrungen von Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit sowie Gottesfurcht. Thomas Kernert, studierter Religionsphilosoph und bekennender Pfingstochse, hat sich auf die Spuren des Heiligen Geistes in Bayern gemacht und dabei festgestellt, dass der dritte Mann in Bayern anallererster Stelle steht.
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14.00 Uhr
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14.05 Uhr
radioMikro
Anna-Luise Böhm: Ampelmännchen ... Ampelmännchen sind keine Haustiere Ab 6 Jahren Hörspiel von Anna-Luise Böhm Regie: Judith Lorentz Musik: Lutz Glandien Mit Winnie Böwe, Franziska Neiding, Lyonel Holländer und anderen Deutschlandradio Kultur 2012 Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast verfügbar Auf dem Schulweg müssen Tim und Clärchen eine unerwartete Rettungsaktion starten, denn Orje, ein kleines grünes Ampelmännchen, steckt in der Klemme. Und damit nicht genug. Orjes bester Freund, das rote Ampelmännchen, ist spurlos verschwunden. Tim und Clärchen stellen Nachforschungen an und dabei kommt der schreckliche Verdacht auf, dass der kleine Rote in großerGefahr ist. Keine Frage - die Kinder müssen helfen, auch wenn Clärchens Papa davon überhaupt nicht begeistert ist. Denn der hat große Pläne mit seiner Tochter. Anna-Luise Böhm, geboren 1975 in Berlin, studierte Drehbuch in Ludwigsburg, schreibt Prosa und Hörspiele für Kinder und Erwachsene.
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15.00 Uhr
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radioMitschnitt
Lizz Wright & Raul Midón Lizz Wright & Raul Midón Aufnahme des Konzerts vom 14. Juli 2012 beim Bluetone-Festival in Straubing Moderation: Bernhard Jugel Lizz Wright gilt als eine der besten jungen Jazzsängerinnen der USA, Raul Midón hat sich in den letzten Jahren vom Backgroundvokalisten der Stars zu einem großartigen Soulsänger gemausert und weiß auch als Gitarrist mit einer extravaganten Technik zu faszinieren. Ihr gemeinsamer Auftritt war einer der Höhepunkte des Bluetone Festivals 2012 in Straubing. Selten haben in einemKonzert zwei Künstler so perfekt harmoniert wie die Jazzdiva Lizz Wright und der blinde Gitarrist und Soulsänger Raul Midón. Aus ihrem jeweiligen Solorepertoire hatten sie ausschließlich Lieder ausgesucht, die als Duette geeignet waren und mit Keep holding on spielten sie eine erste gemeinsame Komposition, die bisher noch auf keinem Tonträger zu haben ist. GemeinsameAuftritte sind für Lizz Wright und Raul Midón weit mehr als nur die Chance, wechselseitig vom Bekanntheitsgrad des jeweils anderen zu profitieren und sich ein neues Publikum zu erschließen. Das ist eine großartige Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln und Neues zu lernen. Ob sie es glauben oder nicht - Lizz lernt von mir als Musiker, ich lerne von ihr als Sängerin. Da gibtes einen tiefen gegenseitigen Respekt. (Raul Midón) Live ist der gegenseitige Respekt immer präsent, wird aber durch eine gewaltige Spiellaune ergänzt. Lizz Wright kann man erstmals als Percussionistin erleben, obwohl sie erst 9 Monate vor Tourneebeginn angefangen hat, Djembe zu spielen. Raul Midón verblüfft mit gefühlvoll gezupften Soli, aber auch damit, dass er die Saiten oftanschlägt, als seien sie eine Trommel. Die Stimmen der beiden - der tiefe Alt von Wright und das raue Timbre von Midón passen ideal zusammen, und mit Schlagzeuger Brannen Temple und Bassist Richard Hammond haben sie eine perfekte Rhythmusgruppe hinter sich. Geschickt wechseln im Konzert gefühlvolle Balladen mit groovenden Tanznummern, mit Imagination und Openyour eyes, you can fly gab es außerdem zwei bemerkenswerte Coverversionen. Das Festivalpublikum bedankte sich für den abwechslungsreichen Abend mit rauschendem Applaus.
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16.00 Uhr
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16.05 Uhr
Feiertags-Feuilleton
Pfingst- und andere Reisen Eine kleine Philosophie des Reisens an den Pfingsttagen Vom Abschiednehmen und Ankommen, von bekannten und unbekannten Wegen, von Luft und Wasserreisenden, von Pilgern zu Fuß und auf Motorrädern ...
592 Hörer
17.00 Uhr
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17.05 Uhr
Paris-Magazin
Von Afrique sur Seine zur Bar à eaux Bunt, lustig und mitunter laut präsentiert sich Frankreichs Hauptstadt in diesem Metropolen-Magazin. Wir besuchen den größten Markt der Welt in Rungis, der flächenmäßig Monaco übertrifft, streifen im Pariser Klein-Afrika La Goutte d'Or herum und fragen: Wer ist eigentlich heute der 'Glöckner von Notre Dame'? Woher kommen die Nachtclowns in den Ausgehvierteln, und wie erklärt sichdie neue Lust am Cancan? Zum Ausnüchtern gibt es noch einen Abstecher in Colettes Wasserbar immerhin stehen dort 90 Sorten Wasser auf der Karte. Wiederholung von 10.05 Uhr
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18.00 Uhr
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18.05 Uhr
Bayern 2 - an Pfingsten
Die Idealisierung der Unschuld Unschuld Das verfolgte Ideal Von Antje Dechert Unschuldsengel, Unschuld vom Lande oder unschuldiges Kind: die Unschuld beflügelt seit jeher die Sehnsucht der Menschen. Die biblische Legende von Adam und Eva erzählt von ihrem Verlust. Die Geschichte vom Pfingstwunder steht für die Hoffnung, die verlorene Unschuld wieder zu erlangen beschreibt sie doch einen paradiesähnlichen Zustand, in dem alle Menschen harmonisch zusammenleben, jenseits von Zwist und Unverständnis. Die Kulturgeschichte ist voll von solchen Erzählungen über die Unschuld. Angefangen bei Heldenmythen wie dem von Parzival, der die Artusritter zum Heiligen Grab führen soll, über Don Quichotte, bis hin zu den unschuldigen Kindfrauen imKino Charlie Chaplins oder Federico Fellinis. In der Musik begegnet uns die Unschuld als Ausdruck vollkommener Harmonie. Die Kunst zeigt sie uns als Sinnbild von Schönheit und ästhetischer Perfektion so wie die jungfräuliche Maria in Leonardo da Vincis Verkündigung. Und oft trägt die Unschuld weiß oder gar nichts, denn sie hat nichts zu verbergen. Sie ist rein und makellos und scheint gerade deshalb so flüchtig und unerreichbar, so verletzlich und immer in Gefahr: Das unschuldige Kind wird erwachsen und die Unschuld vom Lande wird in der Großstadt korrumpiert. Derösterreichische Philosoph Peter Strasser hat die Unschuld deshalb als verfolgtes Ideal bezeichnet verfolgt im doppelten Sinn des Wortes. Zwar entzücke uns die Unschuld in einer Realität, die alles andere als perfekt ist. Doch zugleich sei die Vorstellung von Unschuld nur schwer ertragbar, verweise sie doch immer auf den Mangel, die menschliche Unvollkommenheit. Deshalb stellen wir, laut Strasser, der Unschuld nach: Denn ihre Reinheit beschämt uns. Die Dialektik von Schuldund Unschuld spielt auch in den Religionen eine wesentliche Rolle. Der christliche Begriff der Erbsünde steht in direktem Zusammenhang mit religiösen Reinigungs-Ritualen wie Taufe und Eucharistie, die versprechen, den Zustand von Schuldlosigkeit wieder herzustellen. Das rituelle Waschen, die Speisevorschriften und Keuschheitsgebote in Buddhismus, Islam und Judentumsind Ausdruck des Versuchs, dem Gefühl des Unschuldsverlusts zu begegnen. Aber bringt eine derart idealisierte Unschuld Schuldgefühle nicht erst hervor? Kann man nicht auch unschuldig böse sein? Und bedeutet der Unschuldsverlust nicht einen Gewinn von Erkenntnis und Willensfreiheit? Das Radiothema mit einer philosophischen Vermessung der Unschuld.
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19.00 Uhr
Nachrichten, Wetter
2718 Hörer
19.05 Uhr
Zündfunk extra
Popkultur am Feiertag 19.05 West-Berlin zwischen Bowie und Wende - Wolfgang Müller über die 80er Jahre in der Mauerstadt Ein Kultur-Trip in die Vergangenheit mit dem Kopf der Kunst-Gruppe Die Tödliche Doris Von Ralf Summer 20.00 Nachrichten, Wetter 20.05 Tocotronic live: Der Radiomitschnitt Mit Florian Schairer Internet: www.bayern2.de/zuendfunk West-Berlin zwischen Bowie und Wende - Wolfgang Müller über die 80er Jahre in der Mauerstadt. Ein Kultur-Trip in die Vergangenheit mit dem Kopf der Kunst-Gruppe Die Tödliche Doris Gerade ist es in aller Munde: das inzwischen fast vergessene West-Berlin vor der Wende-Zeit. Dank des neuen Bowie-Songs Where Are We Now, in dem die Pop-Ikone Orte seiner Berlin- JahreRevue passieren lässt (u.a. den Dschungel, wo Bowie gern abhing). Unabhängig von dem Lied über die späten 70er, in denen Bowie und Iggy Pop in der Stadt lebten und aufnahmen, hat der Berliner Künstler und Musiker Wolfgang Müller ein 600-Seiten-Buch über die Subkultur West-Berlins geschrieben (über die Jahre von 1979-1989). Es geht also vom Post-Punk bis zumMauerfall - kurzum: die 80er - in denen heute florierende Stadtteile wie Kreuzberg und Neu-Köln aufgrund ihrer Mauernähe zerfielen. Nur Wehrdienstverweigerer oder Künstler hausten dort. Geniale Dilletanten (sic!) nannte sich die musikalische Bewegung um Müllers Die Tödliche Doris und die Einstürzenden Neubauten, die über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wurde.Letztere lockten mit ihrem Industrial-Sound wiederum Electro-Pop-Pioniere wie Depeche Mode ins Hansastudio (wo Bowie auch seine Stadthymne Heroes schrieb und produzierte). U2 schwärmten von der Frontstadt, auch wenn sie von den coolen Berlinern nicht erkannt wurden (werden wollten). Müller erzählt von Situationisten, umherschweifenden Haschrebellen, Fluxus- Künstlern - dem sogenannten Tanz Auf Dem Vulkan der 80er (vor und nach AIDS. Diese Jahre erscheinen heute unvorstellbar weit weg - in einem sich nun selbstfeiernden, wiedervereinigten Berlin, das längst von den gleichen kapitalistischen (Miet- und Markt-) Gesetzen beherrscht wird, wie auch der Rest der Welt, von dem es sich einst als Aussteiger-Oase kolossal absonderte.Tocotronic live: Der Radiomitschnitt Willkommen zur freundlichsten und verschmitztesten Ü40 Party der letzten Monate: 20 Jahre dauert er nun an, der Livestream von Tocotronic und ihr Hauptthema ist immer noch und immer wieder: Wie wir leben wollen.Für die jungen Tocotronic waren die Feindbilder einfacher auszumachen. Feindbilder, die uns immerzu am richtigen Lebenhindern wollen. Die Kleinbürger und die Kleinkünstler waren es, die Tocotronic zutiefst verabscheuen, die ökospießigen Fahrradfahrer dieser Stadt, Menschen, die absichtlich so langsam gehen, weil sie verhindern wollen, dass wir vorwärts kommen. Im Jahr 2013 ist die Welt und dieWelt von Tocotronic wesentlich komplexer. Welche Wege in Würde gibt es zwischen Künstler undKommerz, zwischen Verweigerung und Weiter machen, zwischen Anmachen und Abschaffen, das ist das große Thema der neuen, der 10, der Jubiläumsplatte von Tocotronic. Wie schafft man es, niemals eingemeindet werden zu können in den großen, betäubten Strom der Hauptstraße. Daran wird sich die Band bei ihren Bayern-Konzerten wieder abarbeiten. Der Zündfunk schneidetihr Münchner Konzert mit für diese Radiosendung an Pfingsten mit.
1063 Hörer
21.00 Uhr
Hörspiel
E. Jelinek: Die Straße. Die Stadt. Der Überfall (2/2) Die Straße. Die Stadt. Der Überfall (2/2) Von Elfriede Jelinek Mit Johannes Silberschneider, Barbara Nüsse, Bettina Engelhardt, Tanja Schleiff, Andreas Grothgar, Robert Dölle und Susanne Tremper Regie: Leonhard Koppelmann BR 2013 Ursendung Wer in München durch die Maximilianstraße flaniert, begegnet ausgestelltem Luxus, Selbstinszenierung und einer Welt der Mode, die sich selbst zu feiern weiß. Es herrscht das Diktat des schönen Scheins, das Schimmern der Fassaden, deren vorgebliche Einmaligkeit heute jedoch oft nur noch ein Abglanz vergangener Zeiten ist. Identitätsstiftende Originale wie der Modezar RudolphMooshammer sind verschwunden auch wenn er in Jelineks Text als Untoter sein Unwesen treibt und wurden abgelöst von global agierenden Labels, geleitet von Designern, die längst nicht mehr sie selbst sind. Ein Zersetzungsprozess hat begonnen, der auch den Einzelnen erfasst, und vielleicht ist ja sogar die Stadt, in der die Straße liegt, bloß eine Schimäre obwohl sie nach eigener Auskunft leuchtet. Elfriede Jelinek flaniert in Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. durch das Münchner Passagenwerk und verwebt Schilderungen der Modemeile, Anspielungen auf Geschichte und aktuelle Ereignisse der Stadt sowie zahlreiche mythologische Motive zu einem Text, in dessen stimmlicher und akustischer Vielschichtigkeit nicht zuletzt immer wiederdie Stimme der Autorin aufzutauchen scheint. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Menschen in einem Chanel-Kostüm gesehen, außer mich selbst, zur Hälfte, denn ich habe im Ausverkauf einmal eine Chanel-Jacke gekauft, das erste Hauptstück meiner Vermummung. Ich habe diese Jacke einmal zu einer Versammlung der Kommunistischen Partei getragen, dochdiese Menschen lassen sich nicht einmal von Millionen Toten provozieren, wie also von einer einzigen kleinen Jacke? Hab mich gefreut wie eine Schneekönigin, da ich die Herkunft von Herrschaft begriffen hatte und diese natürlich sofort ausüben wollte, wenn auch unmerklich, denn die unmerkliche ist die wahre Herrschaft. Das ist damals alles verpufft, obwohl Provokation aufdieser Textilbombe draufgeschrieben stand, mit so goldenen Knöpfen, in Blindenschrift, explodiert in einem unmerklichen Verpuffungsvorgang, weil die Kommunisten vielleicht schon gehört haben, daß es Chanel gibt, sie würden es auch erkennen, wenn sie es sehen, das Chanel-Kostüm, allerdings nur dann, wenn es wirklich aussieht wie ein Chanel-Kostüm, notfalls auch an derfalschen Person, denn das berühmte rosa Chanel-Kostüm Jackie Kennedys war nicht echt, mein Anteil am Kostüm schon, ihres nicht! Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark. Aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele u.a. Die Jubilarin (BR 1977), Die Ausgesperrten (SDR/BR/RB 1978), Erziehung eines Vampirs (SDR/NDR/BR 1986),Burgteatta (BR/ORF 1991), Präsident Abendwind (BR 1992), Stecken! Stab! und Stangl! Eine Leichenrede (ORF/BR/NDR 1996), Todesraten (BR 1997), er nicht als er (BR 1998), Jackie (BR 2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), Moosbrugger will nichts von sich wissen (BR 2004), Bambiland (BR 2005), Sportchor (BR 2006), Ulrike Maria Stuart (BR 2007),Bukolit (BR 2009), Rechnitz (BR 2011), Neid (BR 2011).
1000 Hörer
22.00 Uhr
Nachrichten, Wetter
2718 Hörer
22.05 Uhr
Nachtstudio
American Essays Hey, Mickey! Von John Jeremiah Sullivan Die Entstehung der zweitgrößten Disney World auf dem 15.000-Hektar-Gelände bei Orlando, Florida ist eine ambivalente: Disney musste die Regierung von Florida täuschen, um über eine Briefkastenfirma parzellenweise Land für sein Florida Projekt zu kaufen, da die Preise explodiert wären, hätte Walter Disney himself diese Grundstücke gekauft. Seine Idee war die Gründung von Epcot - The Experimental Community Of Tomorrow. Er träumte von einer autonomen Gemeinde von 20.000 Menschen, nicht dauerhafte Bewohner, aber Langzeittouristen, die als Shop- und Theaterbesucher, bei Tag und Nacht, bei Regen und Sonnenschein mit Elektrofahrzeugen durch die Planstadt schweben. Sollen wir dieses Jahr disneyen?. Diese Frage stellt sich - nicht nur in den USA -so gut wie jede Familie. Sullivans Besuch mit Familie und Freunden im Disneyworld Resort in Florida fand im Sommer 2011 statt, als Vatertags-Geschenk an John und seinen Freund Trevor, der sich vorher im Internet genauestens darüber informiert hat, wo auf dem Gelände von Disney World man unentdeckt und in Ruhe einen Joint rauchen kann. Die Kinder laufen am Abend vor demBesuch in unendlichen Achten durchs Hotel, wie Vollblutpferde in den Boxen vor einem großen Rennen. Am nächsten Morgen regnet es in Strömen. Aber natürlich gibt es Disney-Regenumhänge. Sullivan berichtet von einer Perversion der klassischen utopischen Ideale. Als Disney World gebaut wurde, verkörperte es eine weithin geteilte Idee als einer reinen kapitalistischen Fantasie. Diese Ideevermittelt es heute nicht mehr; die Idee ist nicht mehr verständlich. Ich weiß nicht, was es heute vermittelt. mit Andreas Fröhlich Aus dem Amerikanischen Englisch von Thomas Pletzinger und Kirsten Riesselmann, Mitarbeit: Tobias Schnettler. Der Original-Essay erschien am 8. Juni 2011 im New York Time Magazine
1188 Hörer
23.00 Uhr
Nachrichten, Wetter
2718 Hörer
23.05 Uhr
Nachtmix
Blue Monday Blue Monday Holy Ghost Music Mit Judith Schnaubelt Mit schwarzer Flagge aus Samt segelt der Bayern 2-Nachtmix gen Mitternacht . DJ Hell hat den großen Countertenor Klaus Nomi wiederentdeckt. Der mixte, Anfang der 80er Jahre, New Wave, Pop und Operngesang. 1983 starb Klaus Nomi an den Folgen von Aids. DJ Hell schickt jetzt einen respektvollen Gruß ins Jenseits. Außerdem: Songs über das Leben, die Liebe und das Sterbenvom kanadischen Duo Majical Cloudz. Sänger Devon Welsh singt, mit charismatischer Tenorstimme ganz persönliche Balladen zu den minimalen Piano- und Electronicasounds von Matthew Otto. Die Apokalypse hat schon stattgefunden: Ende-Times vom New Yorker Scott Mou alias Queens der klingt wie: Scott Walker im Team mit späten Velvet Underground und kosmischenKrautmusik-Anmutungen.
1888 Hörer
00.00 Uhr
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2718 Hörer
00.05 Uhr
Nachtsession
Pop, Folk und Naturesounds mit Beats Pop, Folk und Naturesounds mit Beats Mit Sabine Gietzelt Für einen guten Einstieg in eine verkürzte Arbeitswoche sorgt Sabine Gietzelt mit entspannten Popsongs, die mal mehr mit Hip-Hop, mal mehr mit Folk zu tun haben, sich aber auch sehr frei zwischen den Genres bewegen. Beacon, Matmos und Viva Voce sind dabei.
1102 Hörer
02.00 Uhr
Nachrichten, Wetter
2718 Hörer
02.03 Uhr
Das ARD-Nachtkonzert (II)
Edward Elgar: Symphonie Nr. 2 Es-Dur (Royal Philharmonic Orchestra London: Yehudi Menuhin); George Enescu: Oktett C-Dur, op. 7 (Kremerata Baltica: Gidon Kremer), Karol Szymanowski: Symphonie Nr. 3 - Das Lied von der Nacht (Rafal Bartminski, Tenor; Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons)
647 Hörer
04.00 Uhr
Nachrichten, Wetter
2718 Hörer
04.03 Uhr
Das ARD-Nachtkonzert (III)
Johann Sebastian Bach: Sonate g-Moll, BWV 1029 (Hariolf Schlichtig, Viola; Yumi Sekiya, Klavier); Maurice Duruflé: Requiem (Christianne Stotijn, Mezzosopran; Mattijs van de Woerd, Bariton; Quirine Viersen, Violoncello; Erwin Wiersinga, Orgel; The Gents & female Choir: Peter Dijkstra)
328 Hörer
04.58 Uhr
Impressum
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