Bayern 2

radioWissen

ByzanzByzanz Das frühe Byzanz - ein christliches Imperium im Osten Autorin: Gabriele Knetsch / Regie: Hagia Sophia - einst Kirche, dann Moschee, heute Museum Autorin: Claudia Steiner / Regie: Moderation: Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - David gegen Goliath

david gegen goliathWenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (1). Gestaltung: Johannes Gelich Wer kennt sie nicht, die alttestamentarische Geschichte vom jungen israelitischen Hirten David, der den schier unbezwingbaren Riesen Goliath im Kampf bezwingt. Der Mythos vom kleinen, schwachen, unbeirrbaren Kämpfer, der einen scheinbar übermächtigen Gegner in die Knie zwingt, hat in vielerlei Gestalt Eingang in die abendländische Kultur gefunden und bis heute in der populären Kultur überlebt: ob Charlie Chaplin, Inspektor Columbo oder Asterix und Obelix - all diese Geschichten leben von den kleinen Außenseitern, die sich mit den Mächtigen dieser Welt anlegen. Auf das Narrativ vom siegreichen David wird von Umweltaktivisten, die vom wackligen Schlauchboot aus gegen Riesentanker ins Feld ziehen, genauso zurückgegriffen wie von Rechtspopulisten wie Trump oder Orban. Doch unabhängig von der politischen und ökonomischen Verwertbarkeit des dramaturgischen David-gegen-Goliath-Schemas, liegt es wohl in der Natur des Menschen, dass sich immer wieder Einzelkämpfer aufschwingen, um gegen einen übermächtigen Gegner und ein dahinterstehendes System aufzubegehren. Ein österreichischer David ist Max Schrems, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen der mächtigsten Internetriesen weltweit zu bekämpfen: das datenverschlingende Monster Facebook. Der Jurist und Datenschutzaktivist klagte quasi im Alleingang den multinationalen Konzern Facebook wegen Verletzung des Datenschutzes und der Weitergabe von persönlichen Daten an den US-amerikanischen Geheimdienst NSA. Auch der peruanische Bauer Saúl Lliuya hat den Kampf gegen einen Goliath aufgenommen, in diesem Fall gegen den deutschen Energieriesen RWE. Saúl Lliuya lebt mit seiner Familie unterhalb eines Gletschers, der aufgrund der Klimaerwärmung schmilzt und jederzeit eine lebensbedrohliche Überschwemmung verursachen könnte. Der Bauer fordert von dem größten CO2-Emittenten Europas eine finanzielle Entschädigung für die Mitverantwortung am Klimawandel. Eine Anwältin und ein Verein unterstützen den Bauern bei dem geradezu größenwahnsinnig anmutenden Gefecht gegen den Goliath RWE. Nachdem die Klage in erster Instanz abgewiesen wurde, geht der Kampf nun in die zweite Runde. Auch gegen den deutschen Chemieriesen BASF hat sich eine kleine Gruppe von Aktivisten formiert, um den Chemiekonzern an seine Lieferkettenverantwortung zu erinnern: Während das Platin in den 3-Weg-Katalysatoren unserer neuesten Automodelle für saubere Umwelt sorgt, sterben die schwarzen Minenarbeiter im südafrikanischen Marikana an TBC oder Staublungen, wenn sie nicht in Arbeitskämpfen von der Polizei erschossen werden. Der menschliche Drang, als David in das Rad der Geschichte greifen zu wollen, ist auch in Zeiten der sogenannten Politikverdrossenheit ungebrochen. Dieser Mythos ist nicht unterzukriegen - davon können die Goliaths von heute ein Lied singen.
Montag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Dazwischen: Ich

Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (1). Gestaltung: Ute Maurnböck Wenn ein Elternteil die Familie Knall auf Fall verlässt, wenn der Körper auf Idealmaße gehungert werden soll, wenn die echte Welt so grausam ist, dass man sich lieber in eine unechte flüchtet, wenn die Familie gezwungen ist, die Heimat zu verlassen. Autor/innen von Kinder- und Jugendbüchern erzählen Geschichten von jungen Menschen und ihren Träumen und Nöten. Ihre Erfahrungen spiegeln die Gegebenheiten unserer Gesellschaft wieder. Patchwork, Computersucht, Umweltzerstörung oder Migration in einer globalisierten Welt sind Themen, mit denen Kinder und Teenager heute konfrontiert sind. Die Verlage reagieren darauf: unter anderem mit einer Flut an pädagogisierenden Büchern, die aufgrund ihrer aktuellen Problematik guten Absatz versprechen. Und doch gibt es Schriftsteller/innen, die sich den Sujets auf hohem Niveau nähern: wortgewaltig, witzig, zart oder ironisch. Die Berliner Kinderbuchautorin und -illustratorin Ute Krause erzählt zu umwerfend komischen Bildern wie aus einer Trennungsfamilie gelungenes Patchwork werden kann, Julya Rabinowichs Protagonistin zeichnet in Tagebuchform den schwierigen Neuanfang nach der Flucht in ein fremdes Land nach; Tamara Bach schildert auf eindringliche Weise einen Spätsommertag im Leben einer Vierzehnjährigen. Das Radiokolleg stellt aktuelle Werke und ihre Verfasser/innen vor.
Montag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Wie das Bühnenhandwerk lernen?

Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (1). Gestaltung: Hans Groiss 1817 gründete die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine Singschule für je zwölf Knaben und zwölf Mädchen. Nach Pariser Vorbild sollte ein Konservatorium unter der Leitung von Antonio Salieri entstehen. Es folgten Instrumentalklassen für Violine und Klavier, sowie Schauspielunterricht. Vorerst im Wiener Musikverein am Karlsplatz angesiedelt, übersiedelte die k.u.k. Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien - nach Verstaatlichung - 1913 in die Lothringerstraße. Nach den beiden Weltkriegen, Naziterror, dem Wirtschaftswunder und der Entwicklung der Musikmarke Österreich zog sie als Musikuniversität Ende der 1990er Jahre bis zu Beginn des neuen Jahrtausends in das ehemalige Gebäude der Veterinärmedizin. Neben dem Hauptgebäude gibt es zehn weitere Standorte. An der mdw, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wird gegenwärtig Kunst, Theater und Film in 115 Studienrichtungen unterrichtet. 24 Institute - neben Musik und Schauspiel, auch für Wissenschaft, Forschung und Pädagogik - bieten mehr als 3.000 Studierenden aus mehr als 70 Ländern eine Ausbildungsstätte. Max Reinhardt Seminar oder Filmakademie zählen zu den bekannteren, aber es gibt auch Institute für Musiktherapie, Musiksoziologie, elementare Musikpädagogik oder Popularmusik. Computermusik, Tonmeisterei, Akustik, Komponieren und Dirigieren werden ebenso künstlerisch vermittelt, wie Kulturmanagement oder Gender Studies. Für Lehrende und Studierende stellt sich immer wieder die Frage neu, ob Kunstausbildung auch Berufsausbildung ist. Wie kann Kunst im 21. Jahrhundert vermittelt werden? Welchen Stellenwert haben globale kulturelle Entwicklungen für eine Musikuni in Wien, die heuer 200 Jahre alt wird? Solche Fragen stellen Studierende der mdw zum Beispiel an Rektorin Ulrike Sych, aber auch andere Entscheidungsträger/innen und Involvierte, sowie Alumni. Gemeinsam mit Hans Groiss analysieren sie Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Institution.
Montag 09:45 Uhr

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WDR5

Neugier genügt

Yassin MusharbashFeature: Auf der Spur der Bürgerrechtler - Charta 77 Redezeit mit Yassin Musharbash, Autor des Politthrillers "Jenseits" und stellvertretender Leiter des ZEIT-Investigativressorts:Die Frage der Radikalisierung Wiederholung: Di 04.05 Uhr
Montag 10:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

heinrich barthEntdeckungsreisen in Afrika Heinrich Barth - Der vergessene Afrika-Forscher Autor: Linus Lürig / Regie: Dorit Kreissl Als sich die Karawane um Heinrich Barth im Frühjahr 1850 in Tripolis in Bewegung setzt, kann niemand ahnen, dass hier eine der denkwürdigsten Afrika-Expeditionen beginnt. Das Ziel: Die Erkundung der bis dahin in Europa weitgehend unbekannten Sahara. Wie gefährlich das Vorhaben ist, merkt der deutsche Forscher schon nach wenigen Wochen. Er möchte allein das sagenumwobene Idinen-Gebirge erkunden. Bei sengender Hitze verirrt er sich in der vegetationslosen Region. Als ihm die Wasservorräte ausgehen, trinkt er sein eigenes Blut. Kurz vor dem Tod wird Barth von einem Tuareg gerettet. Mary Leakey - Die Entdeckerin des Nussknackermenschen Autor: Florian Kummert / Regie: Irene Schuck Sie erforschte die frühe Menschheitsgeschichte in Ostafrika und wurde zur erfolgreichsten Paläoanthropologin der Welt: Mary Leakey. Mit ihren Funden konnte sie beweisen, dass die Wiege der Evolution nicht - wie bislang gedacht - in Asien liegt, sondern in Afrika. Mit 20 lernt sie den Afrikaforscher Louis Leakey kennen und lieben, der in der Olduvai-Schlucht in Ostafrika revolutionäre Grabungen durchführte. Mary Leakey war fasziniert. Schon als Kind wollte sie Höhlenforscherin werden, reiste mit ihrem Vater um die Welt und flog aus einem katholischen Internat, als sie das Chemielabor fast in die Luft gejagt hätte. Ohne Schulabschluss, als Autodidaktin, brachte sie mit ihrer archäologischen Feldarbeit die Fachwelt zum Staunen. Mary Leakey findet die kleinen Vorfahren der Gorillas, den Menschenaffen "Proconsul africanus", und einen Schädel eines vor circa zwei Millionen Jahren lebenden Vormenschen. Wegen des voluminösen Kiefers bekam er den Spitznamen "Nussknacker-Mensch". Ein spektakulärer Fund, der die Geschichte des homo sapiens in neuem Licht erschienen ließ. Moderation: Michael Zametzer Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Demokratie-Sprechstunde In welcher Verfassung ist Deutschland? Von Richard A. Fuchs (Wdh. v. 07.08.2017) Die Demokratie wirkt bisweilen alt, müde und überfordert. Ist sie das? Eine journalistische Bürgersprechstunde sucht Aufklärung. "... Lange dachte ich, Demokratie ist ein Geschenk, das mich mein Leben lang begleiten wird. Das gemeinsame Europa, über sieben Jahrzehnte Frieden, das Grundgesetz - was für mich zweifelsfrei die beste Verfassung der Welt ist - all das gab mir Zuversicht. Doch ganz so sicher bin ich mir nicht mehr. Ja, an manchen Tagen überkommt mich, ganz und gar untypisch für mein Naturell, eine gewisse Angst. Angst um unsere demokratische Ordnung, die von so vielen Seiten gleichzeitig unter Beschuss geraten zu sein scheint ..." Der Autor Richard Fuchs macht sich Gedanken über Populisten, über Hass und Hetze, über Terror und nicht zuletzt den rasanten technologischen Wandel. Höchste Zeit, eine Demokratie-Sprechstunde abzuhalten.
Montag 19:30 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

Fatou BensoudaDie Anklägerin Fatou Bensouda und der Internationale Strafgerichtshof Von Beate Ziegs Aufnahme WDR/NDR 2017 Als Teenager verbrachte Fatou Bensouda ihre Nachmittage im Gerichtssaal, später studierte sie Jura in Nigeria. Heute ist die Gambierin die erste afrikanische Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Sie ermittelt leise, aber beharrlich und verfolgt unbeirrt die Verantwortlichen für die grausamsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Für viele ist die Mutter zweier erwachsener Söhne sowie einer Adoptivtochter eine Symbolfigur für afrikanischen Fortschritt, andere halten sie für eine "Marionette des Westens". Sie gehört zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. "Jedes Opfer, dem Gerechtigkeit widerfährt, verändert die Welt", sagt Fatou Bensouda. Doch wie effektiv kann die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs wirklich sein?
Montag 20:05 Uhr

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NDR Info

Das Forum

VerteidigungsunionEin Schritt zu einer Verteidigungsunion? 23 EU-Staaten wollen Kooperation im militärischen Bereich stärken Feature von Christoph Prössl Das Forum
Montag 20:30 Uhr

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Bremen Zwei

Feature

Der 29.Januar ? Selfie eines Tages Ein Feature von Julia Solovieva Es begann im Hungerwinter 1947: der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) rief am 29. Januar seine Hörerinnen und Hörer auf, diesen einen Tag zu beschreiben. Große und kleine Dinge, die sie bewegten. Aus den Geschichten montierte der Feature-Pionier Ernst Schnabel die Chronik eines Tages. Das Projekt war so erfolgreich, dass WDR und NDR 30 Jahre später das Experiment wiederholten. Weitere zwei Jahrzehnte später luden NDR und Radio Bremen ihre Hörerschaft ein, zu notieren, was sie am 29. Januar 1997 erlebt hatten. Aus über 1.200 Briefen, zwei Dutzend Kassetten und den Reportagen von elf Reportern gestaltete der Autor Hartwig Tegeler ein Porträt dieses Tages. 2017 hat der 29. Januar ein neues, zeitgemäßes Gesicht bekommen: digital, global, schnell, modern. Die Autorin Julia Solovieva war 24 Stunden lang unterwegs und hat ein akustisches "Selfie" des Tages entworfen. Was erleben, denken, vermissen wir, wovon träumen wir? Koproduktion NDR/Radio Bremen 2017
Montag 21:00 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

David gegen GoliathDavid gegen Goliath. Wenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (1). Gestaltung: Johannes Gelich Dazwischen: Ich. Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (1). Gestaltung: Ute Maurnböck Wie das Bühnenhandwerk lernen? Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (1). Gestaltung: Hans Groiss
Montag 22:08 Uhr

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