Ö1

Radiokolleg - Naturvergessenheit

Ein Rückblick aus der Zukunft (2). Gestaltung: Dorothee Frank Das rasante Versiegeln von Boden und Verbauen von Landschaft wird als unvermeidlicher Kollateralschaden wirtschaftlicher Entwicklung hingenommen. Die meisten Nutztiere leben indoor. So wie Berufstätige, die einen Großteil ihres Tages in "Aquarien" verbringen, deren Fenster man nicht öffnen kann. Viele von ihnen wechseln danach in verglaste, oft auch im Sommer geschlossene Transportkisten. Dies gilt als ebenso normal wie die durch Herbizide und Pestizide geschaffenen "grünen Wüsten" der industriellen Landwirtschaft oder taghell beleuchtete Städte. Wie krank und irre war das denn? mögen sich Generationen lange nach uns fragen. Heute aber gilt es als maximal uncool oder gar reaktionär, die Marginalisierung von Natur durch den Einsatz von Technologien in Frage zu stellen. Die Balance zwischen Bedürfnissen von Natur und menschlicher Zivilisation war zu allen Zeiten ein komplexer Aushandlungsprozess. Und ja, alle menschliche Existenz ergibt sich aus der Verschränkung unserer biologischen Ausstattung mit kulturellen Konstrukten. Doch wäre es ein Gebot der Vernunft, die ökologische Rechnung unterm Strich und die gigantische Zerstörung von Glückspotentialen endlich ernst zu nehmen als Symptome, dass wir unser Naturverhältnis möglicherweise unter grob falschen Paradigmen gestalten. Dorothee Frank gestaltet die Radiokolleg-Reihe als Rückblick einer Erzählerin aus der Zukunft auf das Jahr 2018.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

karl valentinLiesl Karlstadt und Karl Valentin Karl Valentin Der Linksdenker Liesl Karlstadt Im Nebenberuf Komikerin Das Kalenderblatt 13.2.1959 Die erste Barbie-Puppe wird in den USA verkauft Von Susi Weichselbaumer Karl Valentin - Der Linksdenker Autorin: Monika Dimpfl / Regie: Irene Schuck Einen "Linksdenker" nannte ihn Kurt Tucholsky, und Bert Brecht schrieb über ihn: "Dieser Mensch ist ein durchaus komplizierter blutiger Witz." Karl Valentin selber sah sich zeitlebens als Münchner Volkssänger - freilich auch als einen dem Filmclown Chaplin ebenbürtigen Komiker. "Karl Valentins Eigenheiten sind eigen", bemerkte der 1882 in der Münchener Vorstadt Au als Valentin Ludwig Fey geborene "Sohn eines Ehepaares" in einer Selbstbiographie. "Er lebt von der Unsinnfabrikation." Das ist durchaus überprüfbar: Erfolge und Misserfolge, Ehe und Liebschaften, Jugendstreiche und Altersarmut, Hypochondrie und Neurosen, Genialität und Verschrobenheit sowie Ritterspiele und Ententräume zeichnen das biografische Vexierbild des spinnösen Bastel-Genies. Liesl Karlstadt - Im Nebenberuf Komikerin Autorin: Monika Dimpfl / Regie: Irene Schuck "Meinem komischen Partner & Patienten Karl Valentin in nie versagender Geduld gewidmet von Liesl Karlstadt, Beruf: Nervenärztin, Nebenbeschäftigung: Komikerin ..." Diese vielsagenden Zeilen schrieb Liesl Karlstadt 1932 auf ein Porträtfoto, das sie mit Bubikopf und leichtem Lächeln überm weißem Blusenkragen, recht seriös und sozusagen privat, in keiner ihrer vielen Masken zeigt. Als Bäckerstochter Elisabeth Wellano wurde sie 1892 in der Maxvorstadt in München geboren, als "Blödsinnkönigin Frl. Lisi" sang sie bei den Volkssängern und als "Frau Brandl" wurde sie später durch den Rundfunk in ganz Bayern populär. Weltruhm erlangte Liesl Karlstadt freilich als die unverzichtbare Partnerin des Blödsinnkönigs Karl Valentin. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Petra Herrmann
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Den Nerv getroffen

Ein Ausflug in unser zentrales Kommunikationssystem (2). Gestaltung: Daphne Hruby Ohne Nerven würde in unserem Körper nichts funktionieren. Sie sind für den Informationsaustausch innerhalb unseres Organismus aber auch für die Reaktion auf äußere Einflüsse verantwortlich. Hätten wir keine Nerven, könnten wir weder sprechen, sehen, uns bewegen noch würde unser Stoffwechsel ordentlich arbeiten. Das Nervensystem setzt sich aus Nerven- und Gliazellen zusammen. Letztere bilden - "Glía" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Leim - das Stützgerüst. Man unterscheidet zwischen dem peripheren und dem zentralen Nervensystem. Wobei diese in ständigem Austausch miteinander stehen. Unser Gehirn verfügt über ca. 86 Milliarden Nervenzellen. Gerade weil unsere Nerven so wichtig sind, kann eine Störung ihrer Funktionsfähigkeit erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Das reicht von Epilepsie über Schlaganfälle, Parkinson und Multiple Sklerose bis hin zu Alzheimer. Aber auch bei bestimmten psychischen Erkrankungen spielen Nerven eine Rolle. Gerade hier haben sich die frühen Therapien noch äußerst zweifelhafter Methoden bedient. Von Ovarienpressen, um der sogenannten Hysterie Herr zu werden, bis zu Lobotomien (chirurgische Eingriffe in das Gehirn) war so ziemlich alles dabei. Heute ist die Medizin bedeutend weiter. Einige Krankheiten sind heilbar, andere gut behandelbar oder lassen sich zumindest verlangsamen. Auf die Spur der Nerven haben sich die Menschen schon früh begeben. Der griechische Naturphilosoph Alkmaion von Kroton entdeckte um 500 vor Christus erstmals den Sehnerv. Der Arzt Galenos von Pergamon führte dann im 2. Jahrhundert zahlreiche Autopsien an Tieren durch und beschrieb weitere Nerven. Im 18. Jahrhundert wurden Nerven als elektrische Leiter des Körpers identifiziert. Während der italienische Arzt Luigi Galvani noch an Froschschenkeln herumexperimentierte, versuchte sich sein Neffe Giovanni Aldini Anfang des 19. Jahrhunderts bereits an der Wiederbelebung hingerichteter Sträflinge durch Stromschläge. Ein Ansatz, den wenig später auch die Schriftstellerin Mary Shelly in ihrem schaurigen Werk "Frankenstein" aufgriff. Den Nervenkitzel suchen Menschen bis heute. Ob nun in der Geisterbahn, mit Horrorfilmen oder auch bei riskanten Sport- und Freizeitbeschäftigungen. Wir Menschen reizen unser Nervensystem gerne.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Patrick PulsingerKarl Ratzer, Hallucination Company, Patrick Pulsinger, Mira Lu Kovacs (2) Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von "Ambros bis Qualtinger" von "Danzer bis Wanda" wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. Die Hallucination Company ist die für die Pophistorie Österreichs wichtigste Theaterrock-Formation. Zwar wurde sie sowohl in punkto Erfolg (Erste Allgemeine Verunsicherung) wie auch Legendenbildung (Drahdiwaberl) von verwandten Bands übertroffen - sie war aber das künstlerische Biotop und Versuchslabor für später wesentliche Akteure der heimischen Szene, darunter Hans Hölzel alias Falco, Hansi Lang, Andy Baum, Günter "Mo" Mokesch, Thomas Rabitsch und Harri Stojka. Gegründet 1975 vom charismatischen Musiker und Performance-Künstler Ludwig "Wickerl" Adam, existiert das lose organisierte Kollektiv mit wechselnden Besetzungen und jahrelangen Unterbrechungen bis heute. Ursprünglich beeinflusst von Vorbildern wie Frank Zappa The Mothers of Invention, Jango Edwards oder Alberto Y Lost Trios Paranoias, entwickelte man rasch einen eigenen, hippiesk pantomimischen, musikalisch aber offeneren Stil. Es folgen umjubelte Auftritte in ganz Österreich, Deutschland und Holland. Erst 1982 erschien auf dem "Schallter"-Label ein erstes eigenes Album der Hallucination Company ("Vision"). An die gloriosen Zeiten der 70er und frühen 80er Jahre konnte die Truppe aber - trotz regelmäßiger "Special Nights" und später Würdigungen - nicht mehr anschließen. Gestaltung: Walter Gröbchen
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

pseudonymDer Name - Markenzeichen oder Schall und Rauch? Schreiben unter Pseudonym Geheimnis oder Verkaufsstrategie Sugarman Der Musiker Sixto Díaz Rodríguez Das Kalenderblatt 13.2.1959 Die erste Barbie-Puppe wird in den USA verkauft Von Susi Weichselbaumer Schreiben unter Pseudonym - Geheimnis oder Verkaufsstrategie Autor und Regie: Martin Trauner Was ist der echte Name? Hermann Hesse oder Emil Sinclair? Natürlich: Hermann Hesse. Emil Sinclair war nur ein Pseudonym, unter dem Hesse einen literarischen Neuanfang versuchte. Die meisten Künstler machen um ihr Pseudonym kein großes Geheimnis, doch bei einigen löst die Suche nach dem realen Menschen hinter dem Phantasienamen eine wahre Detektivjagd aus: Etwa bei Elena Ferrante. 2016 glaubte ein italienischer Journalist, die Autorin, die das Rampenlicht meiden wollte, enttarnt zu haben. Die meisten freilich wählen ihr Pseudonym aus ganz pragmatischen Gründen: Oft passt ihr Geburtsname einfach nicht zu dem Werk, das sie veröffentlichen. So zum Beispiel bei Samuel Langhorne Clemens: Als Mark Twain schrieb er Tom Sawyer und wurde, vielleicht auch wegen seines Künstlernamens, weltberühmt. Sugarman - Der Musiker Sixto Díaz Rodríguez Autor: Ulrich Zwack , Regie: Was für eine Geschichte! Da nimmt in den frühen 1970er Jahren ein Singer-Song-Writer namens Sixto Diaz Rodriguez in den USA und in England zwei Langspielplatten auf. Weil sich beide offenbar als Flop erweisen, hängt er die Gitarre schließlich wieder an der Nagel und schlägt sich als Sozialarbeiter, Tankwart und Bauarbeiter durchs Leben. Aber in so fernen Ländern wie Australien oder Südafrika sind die Platten keine Flops, sondern regelrechte Bestseller. Vor allem im noch von der Apartheidpolitik geprägten Südafrika besitzt Rodriguez, alias Sugarman, wie man ihn dort nach einem seiner Lieder auch nennt, Kultstatus, gilt er gewissermaßen als zweiter Bob Dylan. Die Plattenfirma verschweigt dem Musiker allerdings den Erfolg, zahlt ihm keinen einzigen Cent an Tantiemen. So erfährt Sixto Rodriguez selber von seinem Ruhm erst 1998, als sich südafrikanische Journalisten auf die Suche nach dem geheimnisvollen Sugarman begeben und auch tatsächlich fündig werden. Seitdem gibt er wieder regelmäßig Konzerte. Und der schwedischer Dokumentarfilm Searching for Sugar Man, der die Suche nach Rodriguez zum Thema hat, gewinnt 2013 sogar einen Oskar. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Petra Hermann
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

leonardo paduraDer Fluch der Geschichte. Oder: Der kubanische Kosmos des Leonardo Padura. Feature von Johann Kneihs Leonardo Padura Fuentes, geboren 1955 in Havanna, darf als zur Zeit erfolgreichster Autor seines Landes gelten. Einem weltweiten Lesepublikum dienen seine Bücher, beginnend mit den vier Kriminalromanen des "Havanna-Quartetts", als Reiseführer in die sozialistische Wirklichkeit des heutigen Kuba. Darin kämpft der Leutnant der Kriminalpolizei, Mario Conde, mitten in der Wirtschaftskrise der 1990er Jahre, gegen Diebstahl und Mord, Lüge und Korruption. Über die begrenzten Erfolge seiner Arbeit und die Niederlagen seines Baseballteams tröstet sich der Ermittler mit nostalgischen Rückblicken auf Jugendjahre, mit wechselnden Liebschaften und dem einen oder anderen Glas Rum. El Conde, Philanthrop mit literarischen Neigungen - in späteren Romanen wird er den Polizeidienst quittiert haben und mit antiquarischen Büchern handeln - weist manche Züge seines Urhebers auf. Der studierte Literaturwissenschafter Leonardo Padura begann seine Laufbahn ebenfalls in der Auseinandersetzung mit dunklen Seiten der Wirklichkeit. Als Journalist war er zunächst mit aufdeckenden Reportagen, nach seiner Strafversetzung mit Nachforschungen zur kubanischen Kultur und Geschichte befasst. Und wie seine Hauptfigur liebt er Baseball und andere erfreuliche Facetten des Lebens auf Kuba. Paduras jüngste Hauptwerke handeln von Ereignissen der Weltgeschichte. "Der Mann, der Hunde liebte" (2009, deutsch 2011) erzählt von der Verfolgung des russischen Revolutionärs Leo Trotzki und rekonstruiert das Leben seines Mörders, des in Havanna gestorbenen Katalanen Ramón Mercader. Zugleich ist das 600 Seiten starke Werk auch eine Abrechnung mit der stalinistischen Perversion der kommunistischen Idee. Der Roman "Ketzer" (2013, deutsch 2014) verbindet die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Amsterdam des 17. Jahrhunderts mit dem Schicksal jüdischer Flüchtlinge in Kuba, dem Holocaust des 20. Jahrhunderts und der kubanischen Gegenwart. Wie schon ansatzweise in seinen ersten Büchern thematisiert Padura in seinem Spätwerk die Freiheit des Einzelnen gegenüber totalitärer Ideologie und seine Verantwortung inmitten von Unterdrückung und Gewalt. Sein Schaffen versteht der Autor auch als Teil einer Wende in der lateinamerikanischen Literatur: vom "magischen Realismus" eines Gabriel García Márquez zu einem "realistischen Realismus" seiner Generation. In Kuba sind Paduras Bücher, ihrer schonungslosen Darstellung stalinistischer Verbrechen und der heutigen kommunistischen Wirklichkeit zum Trotz, unzensuriert erschienen - allerdings nur in kleinen Auflagen erhältlich. Sprecher: Michael König, Gideon Maoz und Cornelius Obonya Ton: Fridolin Stolz, Redaktion: Alfred Koch
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

JetpilotDeutschland 1988 (4/4) Der Jetpilot Menschen in Ausnahmesituationen Von Jörg Lefèvre Produktion: DLF 1988 1988. Trotz Tauwetters im Kalten Krieg ist die Bundeswehr in Alarmbereitschaft. Überall in der Republik stehen Jets vollbewaffnet und mit vorgewärmten Triebwerken, um im Falle eines Falles innerhalb von Minuten aufzusteigen und einen möglichen Überfall des Warschauer Pakts abzuwehren. Beinahe täglich fliegen Jagdbomber im Tiefflug über das Land, sehr zum Ärger der Bevölkerung. Regelmäßig stürzen Flugzeuge ab und sorgen für Angst und Aufregung. Selten können sich die Piloten retten. Jörg Lefèvre hat die Piloten zweier Jagdbomber-Geschwader besucht. Wie gehen die Piloten mit der Belastung und der Angst vor Abstürzen um? Wie leben die Ehefrauen mit der beständigen Sorge, dass ihren Männern etwas zustoßen könnte. Der Jetpilot - Menschen in Ausnahmesituationen
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

homo oeconomicusDer Homo oeconomicus wohnt hier nicht mehr Müssen wir die Wirtschaftstheorie neu denken? Von Nora Bauer Der britische Nationalökonom John Stuart Mill hat etwa um 1840 in die Wirtschaftswissenschaft die Figur des Homo oeconomicus oder Nutzenmaximierers eingeführt. Ein Theoriemodell, das den Menschen auf sein Streben nach Wachstum reduziert und das bis heute weltweit Grundlage der Wirtschaftslehre ist. Doch daran könnte sich bald etwas ändern. Denn seit einiger Zeit begehren Studierende in zahlreichen Ländern dagegen auf und fordern eine plurale Lehre der Ökonomik, die von der Unberechenbarkeit der Welt ausgeht. 2011 verließen zum Beispiel an der Harvard Universität deshalb 70 Master-Studenten ein Seminar von Prof. Gregory Mankiw - amerikanischer Ökonom neoklassischer Prägung und Autor von Lehrbüchern zur Nationalökonomie, die an (beinahe) allen Universitäten zur Lehre herangezogen werden. Und Proteste an der Universität Bayreuth führten sogar dazu, dass Studierende eine eigene Hochschule in freier Trägerschaft gründeten: die Cusanus-Hochschule mit Sitz in Bernkastel-Kues an der Mosel.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

helmut kopetzkyDer Kunstkopf-Mann Letzte Reise des Tönefängers Matthias von Spallart nach Amazonien Eine Radiogeschichte von Helmut Kopetzky NDR/DLF 2018, Ursendung Herbst 1980. Ein Mann packt das Nagra-IV-Aufnahmegerät und 120 Spulen Magnetband, dazu ein Paar gerade erfundene Dummy Head Mikrofone für Kunstkopf-Aufnahmen, die den Klang so räumlich wiedergeben sollen, wie keine andere Technik zuvor. Sein Plan: die letzten Refugien der brasilianischen Urbevölkerung klanglich einzufangen und mit der Akustik der beginnenden industriellen Ausbeutung des Regenwalds ohne eigenen Kommentar zu konfrontieren. Vor Ort erweist sich die Idee als undurchführbar. Der 37-jährige Hörspielmacher Matthias von Spallart erhängt sich nach der Rückkehr von seiner abenteuerlichen Reise. Download unter www.ndr.de/radiokunst 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Thema Musik

estlandDie estnische Tragödie oder "Sag mal, was du erinnerst, und ich sage, wer du bist" Von Elke Pressler Estland, der kleinsten und nördlichsten Staat des Baltikums, feierte am 24. Februar 2018 hundert Jahre seiner "ersten" Befreiung von der russischen Vorherrschaft. Die Geschichte dieses kleinen Staates ist bewegt und dramatisch - und kaum bekannt. Über Jahrhunderte wurde das Gebiet von Dänen, Deutschen, Schweden und Russen beherrscht. 1991 brachte die "Singende Revolution" die "zweite", heutige Unabhängigkeit von Russland - und eine beginnende Spurensuche nach der estnischen Identität. "Fegefeuer": Ein Roman von Sofi Oksanen und die gleichnamige Oper von Jüri Reinvere spiegeln das Trauma der sowjetischen Okkupationszeit zwischen 1939 und 1991. Das Feature von Elke Pressler folgt dieser Aufarbeitung und thematisiert zugleich die besondere Bedeutung des Gesangs in Estland.
Dienstag 20:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Naturvergessenheit. Ein Rückblick aus der Zukunft (2). Gestaltung: Dorothee Frank Den Nerv getroffen. Ein Ausflug in unser zentrales Kommunikationssystem (2). Gestaltung: Daphne Hruby 3 Lexikon der österreichischen Popmusik (2). Karl Ratzer, Hallucination Company, Patrick Pulsinger, Mira Lu Kovacs
Dienstag 22:08 Uhr

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