Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

mariola brillowskaKabinett Alter Ego Hörspiel von Mariola Brillowska und Günter Reznicek Regie: Mariola Brillowska Mit: Karin Bechstein-Martins Garcia, Felix Kubin, Iris Minich, Susanne Kaschdailis, Moira Lenz, Ludger Dünnebacke, Greta Brix, Gloria Brillowska, Suse Wächter, Jacques Palminger, Marco Di Sturini und den beiden Autoren Komposition: Nova Huta Ton: Günter Reznicek Produktion: WDR 2015 Länge: 52"30 Eine Partnervermittlung mutiert zu einem innovativen Psycho-Maskenspiel. Das Kabinett Alter Ego lädt zur Dating-Party für besondere Menschen und Wünsche. Schlüpfen Sie in Ihr Alter Ego, kämpfen Sie gemeinsam mit Gleichgesinnten gegen Monotonie, Mittelmaß, Lebensstil-Globalisierung, Anständigkeit und Langeweile! Das Psycho-Maskenspiel verspricht großen Spaß - bis die herbeigerufenen Alter Egos, Geister der Vergangenheit, die Regie übernehmen. Mariola Brillowska, geboren 1961 in Polen, Künstlerin, schreibt Bücher und Hörspiele. 1981 Ausreise nach Deutschland. Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Seit 1988 in eigener Regie Animationsfilme sowie Performances und Theatershows. Von 2005 bis 2013 Professur für Zeichnen und Illustration an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Gewinnerin des ARD-Pin Ball Awards 2014 für das Hörspiel "Das Kaufhaus am Meer". 2015 zusammen mit Günter Reznicek für den BR: "Radio Las Vegas revisited". 2017 erhielt sie "das kurze brennende Mikro" beim Berliner Hörspielfestival für "Vulkan". Mariola Brillowska lebt in Hamburg. Günter Reznicek, Musiker, Performancekünstler, Komponist für Film und Theater. Zahlreiche Veröffentlichungen sowohl experimenteller Musik als auch Elektropop, hauptsächlich unter dem Pseudonym Nova Huta. Mitglied der Berliner Band "La Stampa". Musikalischer Leiter des Medien- und Performancekollektivs Ligna. Komponist für Film und Theater. Günter Reznicek lebt in Hamburg.
Montag 00:05 Uhr

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HR2

Feature

kunstkopfDer Kunstkopf-Mann - Eine Radiogeschichte von Helmut Kopetzky Herbst 1980. In Basel packt ein Mann das Nagra-IV-Aufnahmegerät und 120 Spulen Magnetband reisefertig zusammen, dazu ein Paar der gerade erst erfundenen Dummy Head Mikrophone für Kunstkopf-Aufnahmen, die - in den eigenen Ohren getragen - den Klang so räumlich wiedergeben sollen, wie keine andere Technik zuvor.
Sonntag 18:04 Uhr

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Ö1

Moment am Sonntag

augmented realityVon adaptierten Wirklichkeiten. Über die Anwendungen von Virtual und Augmented Reality. Die Idee zur Realitätserweiterung kam ursprünglich aus der Literatur, heute ist es möglich, Echtzeit-Aufnahmen zu verändern. Zusätzliche Informationen im Bild, 360° Videos - die technische Veränderung von Live-Videos ist längst nicht mehr auf Videospiele beschränkt. Immer mehr junge Firmen entwickeln Produkte, die mit Virtual oder Augmented Reality arbeiten, sei es um komplexe Abläufe übersichtlicher darzustellen oder traditionelle Medien zu erweitern. Augmented Reality wird eingesetzt, um teure Ausbildungen wie das Steuern von Kampfflugzeugen weniger kostspielig und aufwendig zu machen. Auch im medizinischen Bereich wird diese Art der Immersion zur Schmerzbehandlung verwendet. Aber was kann mit diesen Techniken nun wirklich geleistet werden? Und wohin entwickeln sich die Anwendungsfelder? Wie fühlt es sich an eine Virtual Reality- Brille zu tragen? Gestaltung: Franziska Schwarz.
Sonntag 18:15 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

gertrude steinDoktor Faustus - Elektrisiert Von Gertrude Stein Aus dem Amerikanischen-Englisch von Rüdiger von Schmeidel Kunstkopfstereofonie Mit: Marianne Hoppe, Hans Korte, Peer Augustinski, Gutl Halenke u. v. a. Komposition: Klaus Schulze/Rainer Bloss Regie: Friedhelm Ortmann (Produktion: WDR 1985) Der ur-deutsche Faust resümierte seine Gelehrtheit so: "Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor." Worauf der Teufelspakt beginnt, der seinen Höhepunkt in der Verführung der naiven Unschuld findet. In Gertrude Steins freier Aneignung des Faust-Stoffes lautet es hingegen: "Ich bin Doktor Faust der alles weiß alles kann." So hat er schlechte Laune, da er mit Hilfe Mephistos das elektrische Licht in Form der Glühbirne erfunden hat. Mit ein paar Stunden mehr Zeit hätte er weißes elektrisches Tageslicht erfunden - und trotzdem ist er auch hier seine Seele los. Da begegnet ihm eine Frau von irritierender Identität: Marguerite Ida und Helen Annabel nennt sie sich. Faust kann sie zwar von einem Vipernbiss heilen, aber nicht ihre Gelüste erregen; denen erliegt die Frau bei einem "Mann aus Übersee". Faust hingegen fährt erst in die Hölle, nachdem er seinen Hund und einen Jungen getötet hat, die über die Schäden des elektrischen Lichts sich beklagen. Gertrude Steins "Doctor Faustus Lights the Lights", 1938 als Libretto für eine Oper geschrieben, ist eine überschäumende Geschichte voller absurder Komik und sprachspielerischer Eleganz. Mit der Musik von Klaus Schulze, Mitglied von Tangerine Dream und legendärer Begründer der ambient music, sowie Rainer Bloss am Synthesizer entsteht ein heiteres und traumgleiches Stimmenspiel in der Technik der Kunstkopfstereofonie.
Sonntag 18:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

konrad bayerSie werden mir zum Rätsel, mein Vater Eine burleske Horchkomödie Von Konrad Bayer und Gerhard Rühm Regie: Klaus Schöning Mit: Kurt Lieck, Christoph Quest, Gerhard Rühm Produktion: WDR 1968 Länge: 38"37 Wanderwörter Von Christian Geissler Mit: Christian Redl, Marc Oliver Bögel, Rosemarie Gerstenberg, Hedi Kriegheskotte, Pia Podgornik, Tom Skoruppa, Helmut Wöstmann, Christian Geissler Ton: Alfred Habelitz Regie: Ulrich Lampen und Constanze Renner Produktion: SWR 2001 Länge: 42"10 Dichter nutzen neue akustische Möglichkeiten des Radios. "Anders als im "absurden Theater" wird hier die Wirkung nicht aus der Verfremdung psychologischer Situationen bezogen, sondern unmittelbar aus dem sprachlichen Material." (Gerhard Rühm) Konrad Bayer, 1932 in Wien geboren, wurde mit H. C. Artmann, Gerhard Rühm und Oswald Wiener Mitglied im "wiener artclub". Schrieb Texte für Experimentalfilme. 1958-1959 literarisches Kabarett. 1963 einige Monate in Frankreich. Begegnung mit Friedrich Hundertwasser. 1962 Übernahme der Redaktion der avantgardistischen Zeitschrift "edition 62". In Paris erschien der mit Oswald Wiener erarbeitete Text "Starker Toback". 1963 Uraufführung des Einakters "Bräutigall & Anonymphe" in Wien. 1966 erschien "Der sechste Sinn" (Rowohlt), Texte von Konrad Bayer, herausgegeben von Gerhard Rühm. Am 11.10.1964 nahm Konrad Bayer sich das Leben. Gerhard Rühm, 1930 in Wien geboren, studierte an der Staatsakademie für Musik Klavier und Komposition. Beschäftigung mit orientalischer Musik in Beirut. Aufführungen von Kompositionen in und außerhalb Österreichs. Ab 1954 vorwiegend literarische Tätigkeit. 1958/59 literarisches Kabarett mit Achleitner, Bayer und Wiener. 1959 erschien in Wien "hosn rosn baa", Dialektdichtung mit Achleitner und Artmann. 1961 in der Schweiz "konstellationen" in "konkrete poesie 4". Buchveröffentlichungen: "Die Wiener Gruppe" (1967), "Fenster" (1968). Publikationen in Zeitschriften und Anthologien. Ausstellungen visueller Poesie. Aufführungen von Theaterstücken in Österreich, Schweden, Deutschland. Lebt seit 1964 in Berlin. "Ich heiße meine Wörter gehen Wörter wandern wohin wer wandert wer weiß." "Was ich getan habe, so heiße ich. Der da den Schnee abhinkt, der ist alt. Ich bin alt. Auf geht"s!" (Christian Geissler) Christian Geissler, geboren am 25. Dezember 1928, gestorben in Hamburg am 26. August 2008, war Schriftsteller, Hörspielautor und Dokumentarfilmer, zudem Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Sein Werk, das Romane, Gedichte, politische Publizistik, Fernsehspiele und Hörspiele umfasst, dokumentiert die Entwicklung eines engagierten Autors vom linkskatholischen Gesellschaftskritiker der frühen Sechzigerjahre zum Kommunisten und Antiimperialisten, der in den 1970er-Jahren einen auch sprachlich äußerst eigenwilligen Weg eingeschlagen hat. Die Veröffentlichungen der Neunzigerjahre bekräftigten mit ihrer zunehmenden Verrätselung Geisslers Stellung als die eines Außenseiters innerhalb der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 2012 Gründung der Christian Geissler Gesellschaft. Sein Hörspiel "Unser Boot nach Bir Ould Brini" (SWF 1993) wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet sowie zum Hörspiel des Jahres gekürt. Postum inszeniert: "Ohren Aufbohren. Monolog der Schurkenfrau" (SWR 2011). Sie werden mir zum Rätsel, mein Vater
Sonntag 18:30 Uhr

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Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Berni WagnerBerni Wagner: "Babylon!" Gestaltung: Peter Blau Sieben Jahre in der Großstadt. Und je länger Berni da wohnt, desto mehr leidet er am Gegenteil von Fremdenhass: Er mag niemanden mehr, den er kennt. Deshalb geht er auch mit Leuten, die er nicht kennt, an Orte zu denen er nicht eingeladen ist und unterhält sich dort in Sprachen, die er nicht spricht, über Themen, von denen er nichts versteht. Sicher, er hat er eine Reihe von Problemen - aber Berührungsängste gehören nicht dazu! Vom Horror im Supermarkt über das Bordservice in der U-Bahn bis zu den Aliens im Prater: In "Babylon!" trifft zähflüssiger Alltag auf urbane Legende. Ein kleines Epos gegen die Vereinsamung.
Sonntag 19:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

mit Helmut Jasbar. Chicago-Berlin-Wien-Connection: Wolfgang Reisinger Elastic Quartet. Schlagzeuger Wolfgang Reisinger gründete sein "Elastic Quartet" mit den renommierten Chicagoer Jazzer/innen Jason Roebke (Kontrabass) und Jaimie Branch (Trompete) sowie dem Berliner Gitarristen John Schröder vor fünf Jahren aus Anlass eines Konzertauftrages des "Umbrella Music Festival" in Chicago. Elastisch ist an diesem Improvisationsensemble, das kein Hehl aus seiner Nähe zum klassischen Free Jazz macht, einfach alles. Je nach Konzertraum klingen sie mal rockig, mal swingend, sogar ihr Verständnis von "time" ist flexibel. Sie erzeugen Schichtungen, "layers" verschiedener gleichzeitig stattfindender musikalischer Ereignisse, in denen das Quartett zuweilen kollektiv retardiert oder beschleunigt. Man lauscht den Musikern, wie sie einander aufmerksam zuhören und gewinnt Einblick in eine desolat-schöne Welt, die sich verbalen Annäherungen mit Augenzwinkern, aber bestimmt entzieht.
Sonntag 19:33 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

BassBass ist Boss Die Kultur der tiefen Töne Von Olaf Karnik und Volker Zander Regie: Philippe Bruehl Produktion: Dlf 2018 Booom! Basstöne sind wie Detonationen. Sie fahren in die Magengrube und lassen Kirchen, Kinos und Clubs erzittern. Als ästhetisches Ausdrucksmittel haben die tiefen Frequenzen ihre Spuren am deutlichsten in der Musik hinterlassen. Der Bass, der in den Kindertagen der Popmusik Harmonie und Rhythmus rein funktional unterstrich, hat sich im Zuge der elektronischen Revolution emanzipiert. Aus den endlos treibenden Phrasen der Jazz-Kontrabassisten wurden die elektrifizierenden Basslinien in Reggae, Funk, Disco und Post-Punk, die in vier kurzen Takten alles über Sex, Macht und Wahnsinn zu erzählen wussten. Heute revolutionieren die massiven Bässe synthetischer Tanzmusik den Klang moderner Popmusik. Eine kurze Geschichte der Bassmusik vom Basso continuo im Barock zum wummernden Wobble von heute. Bass ist Boss
Sonntag 20:05 Uhr

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Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

GeStaPoKeine Stunde Null. Nirgends. Was aus den Gestapo-Verfolgern der Weißen Rose wurde Von Ulrich Chaussy Die Geheime Staatspolizei GeStaPo war in Deutschland zwischen 1933 und 1945 der Inbegriff des nationalsozialistischen Terrors. Hitlers Regime baute fest auf die lähmende Angst, die die Gestapo durch ihre Verfolgung von Andersdenkenden und Oppositionellen bei der Mehrheit der Deutschen auslöste. Die Gestapo stand für den NS-Überwachungsstaat, in dem es keine Parteien außer der NSDAP, keine freie Meinungsäußerung, schon gar keine freie Presse gab, in dem schon eine bloß gesprächsweise geäußerte abweichende Meinung unter schwerster Strafandrohung stand. Es war die Gestapo, die den Blutrichtern und Henkern der NS-Zeit die Widerstandskämpfer zur Aburteilung auslieferte, die den Mut hatten, trotz aller Risiken aktiv zu werden - wie etwa die "Weiße Rose". Ulrich Chaussy hat untersucht, wie die Mitglieder der "Weißen Rose" von Beamten der Münchner Gestapo-Leitzentrale überführt und diese Widerstandsgruppe zerschlagen wurde. Bei der Recherche für den Kinofilm "Sophie Scholl - die letzten Tage" stieß er auf bizarre Geschichten. Die Verfolger von einst wurden nach dem Krieg nicht nur so gut wie gar nicht zur Verantwortung gezogen, einige ermittelten sogar fast bruchlos weiter gegen "Staatsfeinde" - jetzt in den Diensten der Amerikaner. Es gibt interessante Aktenfunde und Gespräche mit Zeitzeugen, unter ihnen der Sohn des Gestapo-Ermittlers Robert Mohr, des Vernehmungsbeamten von Sophie Scholl; es gibt Dokumente aus den Spruchkammerverfahren von Gestapo-Beamten, auch Korrespondenz von Robert Scholl, dem Vater von Hans und Sophie, mit Robert Mohr sowie Vernehmungsprotokolle des amerikanischen Geheimdienstes CIC mit dem Vernehmer von Hans Scholl, Anton Mahler, der nach dem Krieg in die Dienste der Amerikaner trat. Eine Sendung zum 75. Todestag der Geschwister Scholl, die am 22. Februar 1943 hingerichtet wurden.
Sonntag 20:05 Uhr

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WDR5

Liederlounge

bodo wartkeWas, wenn doch? Bodo Wartke beim Liederfest der Liederbestenliste Aufnahme vom 23. September 2017 aus dem unterhaus, Mainz
Sonntag 21:04 Uhr

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NDR Info

Nachtclub Radio Globo

Karine PolwartDas philosophische Theater- und Albumprojekt der schottischen Songwriterin Karine Polwart Mit Harald Mönkedieck Die schottische Folksängerin und Songwriterin Karine Polwart ist eine der interessantesten Persönlichkeiten der Folk- und Roots-Szene des Vereinigten Königreichs. Nach Anfängen in Bands wie Malinky oder Battlefield Band entwickelte sich die ehemalige Philosophie-Studentin aus Edinburgh immer mehr zu einer Folk-Künstlerin, die nicht davor zurückscheut, neue Wege zu gehen. Das One-Woman-Theaterprojekt "Wind Resistance" ist das bislang ambitionierteste Projekt der Schottin. Es wurde seit der Premiere beim "Edinburgh International Festival" 2016 vom Publikum umjubelt und von der Kritik gefeiert. Gemeinsam mit der Sound-Designerin und Komponistin Pippa Murphy entwickelte Karine Polwart eine Performance, die in einem komplexen Geflecht aus Wort, Musik, Naturaufnahmen und auch visuellen Elementen ein tief empfundenes sozialökologisches Statement für unsere Zeit liefert. Der Formationsflug migrierender Wildgänse dient dabei als Metapher für Solidarität und Teamarbeit. Lokale Geschichten und Mythen aus der Region des schottischen "Fala Moor" stellen weitere Elemente des Konzeptes dar. Mit "A Pocket Of Wind Resistance" und einem parallel erschienenen Libretto in Buchform hat Karine Polwart jetzt eine rein auditive Variante des Stoffes vorgelegt. Im Interview mit NDR Info äußerte sie sich ausführlich über ihre Absicht und Motivation.
Sonntag 23:05 Uhr

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BR-Klassik

Musik der Welt

PansoriDie ganze Welt mit Stimme und Trommel Pansori - der gesungene Roman Koreas Von Matthias Entreß Pansori ist unter den traditionellen Künsten Koreas die lebendigste und weit davon entfernt, als Kulturerbe unter musealer Aufsicht zu verstauben, aber Koreaner wundern sich sehr über die heftige Begeisterung, die es bei deutschen Zuhörern auslöst. Ein Sänger und ein Trommler - das ist das ganze Personal, und im Wechsel von Gesang und Erzählung, immer in persönlicher animierter Ansprache ans Publikum, entfaltet sich in dessen Phantasie die romanhafte Handlung wie große Oper. Ist es die maximale Wirkung schlichter Mittel, oder ist es das besondere Talent der koreanischen Sprache, menschlichen Emotionen unmittelbaren Ausdruck zu verleihen, die diese Faszination erklären könnte? Über die Herkunft dieses Gesangs, wie man ihn lernt, wie die Geschichte ihn formte, wie man ihn aufführt und über die ersten Versuche westlicher Komponisten, sich ihn anzueignen, davon unter anderem handelt unsere Einführung in eine ferne Kunst, die einem so überraschend nahegeht.
Sonntag 23:05 Uhr

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