Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

FUXFUX gewinnt 4/3 In welchem FUX, nachdem sie zwei Monate lang Gewinnspiele gespielt, etwas gelernt und daraus ein Theaterstück gemacht haben, nun in einem Hörspiel darauf zurückblicken Hörspiel von FUX Regie: die Autoren Mit: Lisa Hrdina, Anton Weil, Bernd Hörnle und den Autoren Ton: Andreas Stoffels Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 53"54 (Ursendung) Arbeit am Glück: Drei Künstler nehmen zwei Monate lang an Gewinnspielen teil. Zwei Monate lang haben die Performer von FUX ihr Glück in die Hand genommen und Kreuzworträtsel gelöst, an Fernsehquizshows teilgenommen, Kindermalwettbewerbe unterwandert, Dosen umgeworfen und auf Pferde gesetzt. "Ich habe einen Eierkocher gewonnen! Und was noch schöner ist: alle anderen nicht!" Das Hörspiel zeigt einen Selbstversuch und fragt: Welchen Glücksversprechen sitzen wir auf? Was geschieht mit Erlebnissen und Objekten, wenn man mit ihnen Theater spielt? Die Gruppe FUX - Stephan Dorn, geboren 1987, Falk Rößler, geboren 1983 und Nele Stuhler, geboren 1989 - hat sich 2011 im Rahmen des Studiums der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen formiert. FUX nutzt bereits bestehende Bühnenformate, um sie durch den eigenen Filter zu schicken und zu etwas Eigenem umzuwenden. Dabei verweben sie Elemente aus Performance, (Live-) Musik, Sprechtheater, Kleinkunst und Choreographie zu komplexen und unterhaltsamen Theaterbastarden. Für ihre Arbeiten "Opa übt" (Kaserne Basel 2013) und "Langer Atem" (Stadttheater Gießen 2015) wurden sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute" als Nachwuchskünstler der Jahre 2014 und 2016 nominiert. Im April 2016 wurden sie mit dem "Ponto Performance Preis" der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet. Jüngste Theaterarbeit: "FROTZLER-FRAGMENTE, eine postmonetäre Doppelconférence" (Schauspielhaus Wien, 2017). Weitere Infos unter: http://gruppefux.de/ FUX gewinnt 4/3
Montag 00:05 Uhr

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MDR KULTUR

Die Lehrerin

Eigentlich hatte Andrea Liepnitz, Fachlehrerin für Biologie und Chemie, längst den Schuldienst quittieren wollen. Sie ist seit 20 Jahren Lehrerin. Sie fühlt sich ausgebrannt. Sie kann nicht mehr. Es gibt vielleicht nur eine Person, die sie zurückhalten könnte, ihre Freundin und Kollegin Katja Schäfer. Es ist der erste Schultag nach den großen Ferien. Im allgemeinen Chaos tauschen Andrea und Katja die erste Stunde. Der Unterricht beginnt, doch plötzlich fallen Schüsse. Ein Schüler der 8. Klasse schießt auf seine Mitschüler und auf seine Lehrerin Katja Schäfer. Sie wird lebensgefährlich verletzt und fällt in ein Koma. Ob sie je wieder daraus erwacht, ist ungewiss. Zurück bleiben verstörte und verängstigte Schüler, ein fassungsloses Kollegium und Andrea Liepnitz, selbst tief traumatisiert. Für alle stellt sich die Frage: Wie umgehen mit einem solchen Erlebnis? Wie weitermachen? Wie soll man überhaupt weiter unterrichten? Und wozu? Andrea Liepnitz soll fürs erste die Schüler der 8. Klasse übernehmen. 25 traumatisierte Kinder. Für sie und ihre Schüler beginnt eine Bewährungsprobe. Regie: Judith Lorentz Bearbeitung: Jürgen Schmidt Produktion: RBB 2012 Sprecher: Christina Große - Andrea Liepnitz Anna Böttcher - Katja Devid Striesow - Weininger Catherine Stoyan - Conny Nele Rosetz - Frau Mohn Claudia Eisinger - Anja Schade Jaecki Schwarz - Herr Kaiser Lena Stolze - Ärztin Wilfried Hochholdinger - Psychologe (55 Min.)
Sonntag 18:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

draußen vor der türDraußen vor der Tür Von Wolfgang Borchert Regie: Ludwig Cremer Mit: Hans Quest, Margarete Militzer, Herbert Steinmetz, Wolf Beneckendorff, Else Theel, Wika Krautz, Horst Klausnitzer, Kurt Meister, Maria Janke, Willy Schweissguth, Carl Voscherau, Josef Dahmen, Gustl Busch, Heinz Ladiges Ton: Robert Voss Produktion: NWDR 1947 Länge: 79"34 1946 im zerbombten Hamburg: Der Kriegsheimkehrer Beckmann spricht mit der Elbe. Anschließend: "Einsam, ausgeschlossen, am Rande" - Cécile Wajsbrot über "Draußen vor der Tür" Es gilt als das deutsche Nachkriegsdrama schlechthin. Sein Untertitel: ,Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will." Trotzdem sprach Beckmann, der Invalide mit der Gasmaske, die Gefühlslage von Millionen Menschen an. Sein verzweifelter Ruf lautete: "Gibt denn keiner Antwort?" Beckmann wurde zum Inbegriff des Kriegsheimkehrers, des unglücklichsten Glieds in einer Gemeinschaft von Schuldigen. Die Ursendung des Hörspiels beim NWDR am 13. Februar 1947 löste ein enormes Echo aus. Wolfgang Borchert, 1921 in Hamburg geboren, gelernter Buchhändler und Schauspieler. Verfasste Gedichte, Kurzgeschichten und Erzählungen. Wegen "Wehrkraftzersetzung" von den Nazis mehrfach zu Haftstrafen verurteilt. 1941 schwere Verwundung an der Ostfront. Das Drama "Draußen vor der Tür" schrieb Borchert in einer Zeitspanne von acht Tagen nieder. Das Manuskript gelangte im Januar 1947 zu Ernst Schnabel vom NWDR und wurde wenige Wochen später eingespielt. Am 13. Februar erfolgte die Ursendung mit ungewöhnlich großer Hörerresonanz. Wolfgang Borchert starb am 20.11.1947 während eines Kuraufenthaltes in Basel an den Spätfolgen seines Kriegseinsatzes. Einen Tag nach seinem Tod wurde "Draußen vor der Tür" mit großem Erfolg an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt. 1957 wurde das Stück - mit einigen Änderungen - vom NDR verfilmt, 1960 auch vom Deutschen Fernsehfunk der DDR. Weitere Hörspielfassungen produzierten Radio München (1948) und die Deutsche Welle (1985). Draußen vor der Tür
Sonntag 18:30 Uhr

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HR2

hr-Bigband

django batesKonzerte und Produktionen u.a. mit: Django Bates & hr-Bigband celebrate "Sgt. Pepper"s Lonely Hearts Club Band" | with Stuart Hall & "Eggs Laid By Tigers": Martin Dahl / Jonas Westergaard / Peter Bruun 47. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2016, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 2016, Teil 2 Am Mikrofon: Jürgen Schwab
Sonntag 19:04 Uhr

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Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

Alois BrummerAlois Brummers bumsfidele Filmfestspiele Nur damit wir uns richtig verstehen: Mit Porno hatte das noch nichts zu tun, dieses aus heutiger Sicht rührend unschuldige bayerische Heimat-Erotik-Film-Paradies, das sich Alois Brummer Ende der 1960er schuf. Der geschäftstüchtige Bauernsohn aus Niederbayern hatte einfach die Zeichen der Zeit erkannt und wollte "schönen, sauberen, volkstümlichen Sex" im Kino zeigen. Und so erfand Brummer als Drehbuchautor und Regisseur Figuren, wie sie die Deutschen noch nicht gesehen hatte: Den Grafen Porno von Geilsberg, der zum Frühstück viele Eier isst, damit er nicht schlapp macht. Dr. Fummel mit seinem Stachel, bei dem heiße Bienen nicht lange fackeln. Oder den berühmt berüchtigten Xaver Strammsackel. Und die Frauen? Sind lüsterne Preußinnen oder frühreife Apothekertöchter. Es ist eine Welt, in der Lust und Nacktsein erlaubt sind, aber doch alles seine Ordnung hat. Bis Mitte der 1980er brachte diese bayerische Variante der Lederhosn-Erotik die damals noch ungleich verklemmtere BRD in Wallung und beflügelte die sexuellen Fantasien von Millionen. Dann verschwanden die harmlosen Lustbarkeiten von der Leinwand - der Siegeszug der Porno-Industrie begann. Und heute? Sind Brummer-Filme dank Retro-Trend Kult.
Sonntag 20:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

sem-sandberg.In deinem Brustkorb steht das Gras schon bis zum Himmel. Der schwedische Schriftsteller Steve Sem-Sandberg. Feature von Alfred Koch Der Schwede Steve Sem-Sandberg schreibt keine Bücher, die man zum Vergnügen liest. "Über unterhaltsame Dinge kann jeder schreiben", sagt der Schriftsteller, der sich in seinen Büchern lieber mit der dunklen Seite der Geschichte beschäftigt. 2011 erschien sein Roman "Die Elenden von Lodz", ein Buch über das zweitgrößte jüdische Getto in Polen während der Nazi-Zeit. Ein monumentales 700 Seiten-Epos, halb Dokumentation, halb literarische Fiktion, das international für Aufsehen sorgte und als virtuoses Meisterwerk gepriesen wurde. Mit der Präzision eines Historikers und den Freiheiten eines Schriftstellers, so befand die Kritik, gelingt es Sem-Sandberg, sich in Opfer und Täter gleichermaßen hineinzudenken und so einer Zeit, über die schon alles gesagt schien, neue Dimensionen abzugewinnen. Der Roman "Die Elenden von Lodz", an dem Sem-Sandberg sieben Jahre lang schrieb, entstand in Wien, wo der Schwede seit vielen Jahren lebt. Dort spielt auch sein bislang letzter Roman, "Die Erwählten", in dem er die Verbrechen der Nationalsozialisten an Kindern in der Heil- und Pflegeanstalt "Am Steinhof" beschreibt. Ein kompromissloses, minutiös recherchiertes und schonungsloses Buch über kranke und behinderte Kinder, die in den Pavillons "am Spiegelgrund" von Ärzten und Krankenschwestern getötet, sadistisch erniedrigt und schmerzhaften Torturen ausgesetzt wurden. Auch in diesem Roman versetzt sich Sem-Sandberg nicht nur in Opfer, in die gequälten Kinder, die sich in einer ausweglosen Situation in Fantasien hinein zu retten versuchen, sondern er denkt sich mit gleicher Empathie in die Täter hinein. Wie konnten sie das tun, was sie taten?
Sonntag 20:15 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

elon muskDigital first? Unsere Gesellschaft scheint in unterschiedlichen Zeitzonen zu leben: Während die einen schon Chip-Implantate testen, die unsere Kommunikation rigoros verändern sollen, erlernen andere in ihrer Ausbildung noch Powerpoint-Folien zu erstellen. Ein Wandel ist im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert. Historiker und Futuristen sprechen gar von einer fundamentalen Transformation unserer Lebensform. Und wir werden diesen Wandel nicht nur erleben, sondern als Unternehmer, Arbeitnehmer, und als sogenannte Solopreneure und Intrapreneure mit hervorbringen. Dieses Feature beschäftigt sich nicht mit den Schwergewichten der Branche wie Facebook-Gründer Marc Zuckerberg oder Tesla-CEO Elon Musk, die fast schon exemplarisch für Innovation, Wandel und Neuanfang stehen. Die Autorin spricht stattdessen mit denjenigen, die in ihrer täglichen Arbeit mit diesem Wandel umgehen. Mit Softwareentwicklern und -beratern, Coaches für neue Arbeitsmethoden und Anwendern wie dem Landwirt mit dem autonom fahrenden Traktor. Jene Pioniere, die Technik, Tools und Methoden für Menschen greifbar und anwendbar machen. Pioniere, die kreativ und disruptiv denken, also neue Wege gehen und alte Technologien und Arbeitsweisen möglicherweise vollständig verdrängen. Sie versprechen eine unkompliziertere Arbeitswelt, sie stoßen auf Ängste und Überforderung und setzen sich damit auseinander, dass der Wandel von Arbeit auch die Gesellschaft fundamental verändern könnte. Immer mehr Menschen tragen als Teil von Online-Communities zur Wertschöpfung von Unternehmen bei, die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwinden allmählich: Schon bald könnte etwa das Beschwerdemanagement von Versicherungen über Chatbots laufen, die dank intelligenter Algorithmen mindestens genauso höflich und geduldig sind wie ihr menschliches Pendant. Kathrin Reikowski, Jahrgang 1984, ist Ethnologin und arbeitet als Texterin, Journalistin und systemische Beraterin. Sie gründete einen Verein für Jugendbegegnungen zwischen Namibia und Deutschland und war fünf Jahre hauptberuflich Community Managerin. Journalistisch und als Coach beschäftigt sie sich derzeit mit dem Wandel von Arbeit, Migration und Ehrenamt.
Sonntag 21:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Musikpassagen

Townes EarleWie der Vater so der Sohn? Der Songwriter Justin Townes Earle Von Anke Behlert Der amerikanische Musiker Justin Townes Earle kommt aus Nashville und ist der Sohn des bekannten Alt-Country-Sängers Steve Earle. Die Beziehung zu seinem Vater war nicht immer einfach, der verließ die Familie als Justin gerade zwei Jahre alt war. Die Mutter schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, der junge Earle machte früh Bekanntschaft mit Drogen. All das hat ihn nicht daran gehindert ein großartiger Songwriter zu werden, der mitnichten im Schatten seines bekannten Vaters steht. Mit 35 ist Earle heute clean und glücklich verheiratet und hat in diesem Jahr sein siebtes Studioalbum "Kids In The Street" veröffentlicht.
Sonntag 23:03 Uhr

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NDR Info

Nachtclub Radio Globo

Ace TeeGhana in Hamburg Mit Dorothea Grießbach Ihre Musik groovt, reißt mit, bringt eine Botschaft auf den Weg. Ihre Musik begegnet unterschiedlichen Genres - ob Gospel, Singersongwriter, Pop oder Rap. Eines ist den Musikerinnen und Musikern gemeinsam: Sie leben in Hamburg und bringen Biografien mit, die sie mit Ghana verbindet. Manche sind jung, stehen in den Startlöchern oder haben gar einen Hit gelandet, der um die Welt geht. Andere sind schon lange musikalisch unterwegs. Hamburg hat eine große ghanaische Community. Allein 20 Prozent der Migranten und Migrantinnen, die aus dem westafrikanischen Land nach Deutschland kamen, leben in der Hansestadt. Das prägt auch die Musikszene: Mikrofon an für Ace Tee, Benjamin Asare, Cee Opoku und mehr.
Sonntag 23:05 Uhr

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