Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

julia tiekeKurzstrecke 63 Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren/Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 54"30 (Ursendung) Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke vor. Der Stein Von Martha Hennersdorf Kernspaltung Von Christina Baron Reminiscences de la musique concrète Von Armeno Alberts Außerdem: Neues aus der "Wurfsendung" mit Julia Tieke Neues, Kurzes und Selbstgemachtes aus Feature, Hörspiel, Klangkunst.
Montag 00:05 Uhr

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MDR KULTUR

Die Schulbank der roten Dichter. Das Leipziger Literaturinst

Adolf Endleritut Von Linde Rotta 1955 wurde das Institut für Literatur in Leipzig gegründet, gegen heftigsten Widerstand Johannes R. Bechers, dessen Namen es später tragen sollte. Teilnehmer des ersten Jahrgangs waren u.a. Adolf Endler, Ralph Giordano, Erich Loest. Gastvorträge hielten Hans Mayer und Ernst Bloch, sie kamen nie wieder. Von Anfang an unterrichtete im Fach Lyrik Georg Maurer, der einzige, der in den folgenden Jahrzehnten eine Schule begründete. Stern unter den Dozenten war Viktor Klemperer. Die Studierenden zu befähigen, Meinungen und Beschlüsse der Partei mit den Mitteln der Literatur umzusetzen, blieb vorgegebenes Ziel bis zum Ende der DDR. Regie: Frank-Erich Hübner Produktion: DLF 2005 Sprecher: Ingo Naujoks - Stint Viktor Neumann - Roc Joachim Król - Revo Günther Burchert - Eco Peter Michalski - Banzai Cornelia Eichholz - Holly Frank Klaas - Fernseh-Reporter Olaf Pessler - Fernseh-Sprecher Uwe Koschel - Jürgen Koch Olaf Bison - Verteidiger Babitz Peter Heusch - Dr. Kannengießer Regine Vergeen - Mama Hubert Burghardt - 1. Writer Christoph Zapatka - 2. Writer Horst Möller - 1. Polizist
Sonntag 18:00 Uhr

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HR2

Sierra Leone

Sierra LeoneWie ein Land wieder auf die Beine kommt. Ein Feature von Harald Schmid (BR 2017) Am 17. März 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation das kleine Land in Westafrika zum dritten Mal und endgültig für ebolafrei erklärt. Rund 4.000 Menschen sind in den beiden Jahre zuvor in Sierra Leone an der Seuche gestorben. Wirtschaft und Handel brachen zusammen. Flugverbindungen wurden gekappt. Wer das Geld dazu hatte, setzte sich ab. Seit die Epidemie überwunden ist, wächst die Zuversicht wieder. Trotz bitterer Armut blicken viele Menschen nach vorne und versuchen, ihr Land wieder aufzubauen. Dabei setzen sie auch Hoffnungen auf den Tourismus, von dem Sierra Leone noch weitgehend unberührt ist. Umso größer sind die Erwartungen, künftig auch Besucher anzuziehen, die nicht im Dienst von Hilfsorganisationen stehen oder sich für Diamanten interessieren. Für Sierra Leone war es nicht der erste schwere Schlag. Erst 2002 ging ein mehr als zehnjähriger blutiger Bürgerkrieg um den Diamantenreichtum zu Ende. Gerade hatte sich das Land ein wenig stabilisiert. 2007 und 2012 fanden zwei weitgehend unbeanstandete Präsidentenwahlen statt. Dann kam Ebola. Harald Schmid hat ein Land bereist, das in nahezu allen Entwicklungs- und Wirtschaftsstatistiken unter den letzten zehn der Welt rangiert. Er hat aber viele Menschen getroffen, die es in einem Freundlichkeits- und Offenheits-Ranking wohl unter die ersten zehn schaffen würden. Vielleicht gerade, weil der Rest der Welt einen so großen Bogen um Sierra Leone gemacht hat.
Sonntag 18:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

Tour-de-FranceComeback auf Bewährung Der deutsche Radsport als Gastgeber für den Tour-de-France-Start Von Holger Gerska Für die deutschen Radprofis ist der Tour-de-France-Start in Düsseldorf ein Zeichen für wiedergewonnenes Vertrauen. Mit dem Dopingbeben vor rund einem Jahrzehnt hatte der Radsport erheblich an Reputation in Deutschland verloren. Eine Generation später feiert sich die Szene für ihr Comeback. Aber ist die Party auch angemessen? Ist der bestkontrollierte Sport wirklich sauber(er) geworden? Einige Experten bezweifeln das. Verglichen mit anderen Sportarten musste sich der Radsport immerhin intensiv mit seinem Dopingproblem auseinandersetzen. Mit welchem Erfolg?
Sonntag 18:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Franz Erhard WaltherKunststücke / documenta "Der Drehung entgegen" - Wie Franz Erhard Walther aus dem Bild ausstieg Von Giuseppe Maio Regie: der Autor Mit: Franz Erhard Walther, Margarita Breitkreiz, Sebastian Schwarz, Tom Vogt Ton: Andreas Stoffels Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 79"11 (Ursendung) Ein Werk wird erst Werk durch den aktiven Betrachter. In "Sternenstaub", seiner Autobiografie, erzählt Franz Erhard Walther von der Abkehr vom traditionellen Kunstbegriff. Anschließend: Franz Erhard Walther - "Bildner" und "Bilderstürmer" Von Rita E. Täuber In den frühen 1960er-Jahren entdeckt der aus Fulda stammende Maler Franz Erhard Walther eine neue Form des Umgangs mit der Bildenden Kunst. Er wendet sich gegen das traditionelle Tafelbild und arbeitet an einer "Werkform der Handlung": Der Betrachter wird zum Akteur an Stoffbahnen, Schreitsockeln und Sehkanälen. "So erst kann Werk werden." Sowohl der traditionelle Werkbegriff als auch die Rolle des Kunstbetrachters waren damit neu definiert. Nach langen Aufenthalten in New York und 35 Jahren Professur an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, kehrte Franz Erhard Walther 2005 nach Fulda zurück. Hier entstand sein gezeichneter autobiografischer Roman "Sternenstaub", eine Grundlage des akustischen Porträts. Franz Erhard Walther war 1972, 1977, 1982 und 1987 zur documenta eingeladen. Im Mai 2017 wurde Franz Erhard Walther als bester Künstler mit dem "Goldenen Löwen", dem Kunst-Preis der Biennale Venedig ausgezeichnet. Giuseppe Maio, geboren 1970 in Süd-Italien, lebt in Berlin. Autor und Regisseur zahlreicher Hörspiele und Features. Zusammen mit Klaudia Ruschkowski: "Im Bild versinken - Zigaina und Pasolini" (DKultur 2011). In der Deutschlandradio Kultur-Reihe "Kunststücke" führte er Regie bei: "Crossing Map" von Liliane Lijn (2015). Siehe auch die Ursendung "NACHT" von Etel Adnan am 6. August 2017. "Der Drehung entgegen" - Wie Franz Erhard Walther aus dem Bild ausstieg
Sonntag 18:30 Uhr

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Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Thomas StipsitsZeitlose Klassiker des Kabaretts: Triest Thomas Stipsits und Manuel Rubey unterwegs auf der "Bloody Mary" Gestaltung: Doris Glaser Im Hafen von Triest sticht der Luxusdampfer "Bloody Mary" Richtung Tunesien in See. An Bord ein Filmteam des ORF, das den Zweiteiler "Die letzten Sonnenstrahlen des Glücks" mit Christiane Hörbiger und Harald Krassnitzer drehen soll. In einer Nebenrolle: Manuel Rubey. Um die Passagiere trotz Filmaufnahmen bei Laune zu halten, wird ein Kabarettist zur allgemeinen Auflockerung für die Mitternachtseinlage engagiert. Lukas Resetarits und Josef Hader waren nicht interessiert, also griff der Veranstalter auf das "ewige Talent" Thomas Stipsits zurück. Der Spaß beginnt, wenn er und Manuel Rubey realisieren, dass man sie auf dieselbe Kabine gebucht hat.
Sonntag 19:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Jazz

Der Zauberer von OzGeschichte eines Jazzstandards (11) Over The Rainbow Von Hans-Jürgen Schaal Nach sechs Jahren in Hollywood durfte Harold Arlen endlich für eine Produktion mit großem Budget komponieren: für den Märchenfilm "Der Zauberer von Oz" (1939). Am Ende erwartete man von ihm noch eine große, ausschwingende Melodie für die Hauptfigur des Films, gespielt von der 16-jährigen Judy Garland. Als Arlen seinen Song präsentierte, gefiel er aber weder dem Texter noch dem Musikverlag und fiel beinahe komplett einer Filmkürzung zum Opfer. "Over The Rainbow" gilt heute als "der beste Filmsong aller Zeiten" und "der beste Song des 20. Jahrhunderts". Die märchenhafte Utopie seines Texts hat über die Jahrzehnte viele verschiedene Sehnsüchte inspiriert. Alle paar Jahre kommt "Over The Rainbow" in einer neuen Version auch in die Popcharts. Ein Jazzstandard ist das Stück schon seit 1939. So vielfältig wie die Utopien, die sich mit seinem Text verbinden, fielen auch die musikalischen Versionen der Jazzmusiker aus. Harold Arlen-Yip Harburg: Over The Rainbow/Album: Don Byas - Jazz Ballads Don Byas Harold Arlen/Yip Harburg: Over The Rainbow/Album: The Incomparable, Just Jazz Sarah Vaughan Harold Arlen/Yip Harburg: Over The Rainbow/Album: The Secret 7 - The Unexpected Raymond Scott Harold Arlen/Yip Harburg: Over The Rainbow/Album: The Complete Blue Note and Roost Recordings Bud Powell Harold Arlen-Yip Harburg: Over The Rainbow/Album: Monday Stroll Kenny Burrell Harold Arlen/Yip Harburg: Over The Rainbow/Album: Eight Classic Albums, Real Gone Jazz Gigi Gryce Harold Arlen/Yip Harburg: Over The Rainbow/gleichnamiges Album Modern Jazz Quartet Harold Arlen-Yip Harburg: Over The Rainbow/gleichnamiges Album The Benny Carter All-Star Ensemble
Sonntag 19:16 Uhr

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Literatur-Musik

Die Literaturlounge Live

Das ScherbenhausÜber das Buch : Das Scherbenhaus. Dieses Mal haben wir eine Wiederholungstäterin bei der Literaturlounge. Ja Susanne Kliem war eine der ersten Gäste in der Literaturlounge. Sie hat früher als Pressereferentin für ARD und ZDF gearbeitet und schreibt seit 2009 anspruchsvolle Krimis, die unter die Haut gehen ohne das viel Blut fließt. Wie es üblich ist, hat sich Frau Kliem einige Musiktitel gewünscht, die doch teilweise etwas außergewöhnlich sind. Deswegen und weil die Autorin auch diesmal sich wieder dem Interview gestellt hat, lohnt sich natürlich wie immer das Einschalten.
Sonntag 20:00 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

PalindromenRückwärts! Von Palindromen, Reverse Speech und Teufelsbotschaften Von Almut Schnerring und Sascha Verlan Regie: Thomas Wolfertz Produktion: DLF 2014 Ein Schritt vor und zwei Schritte rückwärts: Diese Sendung wechselt immer wieder die Abspielrichtung. Ton- und Videoaufzeichnungen zeigen uns, wie sich Leben rückwärts anhört. Dadurch kamen Ängste zurück, dass sich im Rückwärts von Musik, Film und Sprache unheimliche oder gar teuflische Botschaften verbergen könnten. In früheren Zeiten wurden sogenannte Teufelsverse - Palindrome - erdacht, Sätze, die vorwärts wie rückwärts gesprochen, gleich lauten und auf die der Teufel keinen Einfluss haben sollte. Im Rückwärts äußert sich nicht der Teufel, sondern unser Unterbewusstsein, sagen die Anhänger der Reverse Speech, einer Methode zur praktischen Lebenshilfe. Ein Feature im Rückwärtsgang, ohne Rückschritt, sondern mit neuen Überraschungen. Von Palindromen, Reverse Speech und Teufelsbotschaften
Sonntag 20:05 Uhr

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NDR Info

Das Hörspiel

Jan Philipp ReemtsmaIm Keller Nach dem gleichnamigen Buch von Jan Philipp Reemtsma Komposition: Ronald Steckel Bearbeitung: Charlotte Drews-Bernstein Regie: Ulrich Gerhardt Mit Günther Einbrodt NDR/SWF/SFB 1998 Am 25. März 1996 wurde Jan Philipp Reemtsma vor der Tür seines Hauses in Hamburg-Blankenese niedergeschlagen und verschleppt. 33 Tage lang hielten ihn seine Entführer im Kellerraum eines angemieteten Hauses bei Bremen gefangen. Reemtsmas Bericht über seine Gefangenschaft "im Keller" ist eine Chronologie der Ereignisse und darüber hinaus die Analyse und Selbstanalyse eines Intellektuellen. Die Hörspieladaption wurde zum Hörspiel des Jahres 1998 gewählt. Das Hörspiel
Sonntag 21:05 Uhr

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