Deutschlandfunk Kultur

Feature

Sowjetische FrauenAmazonen der Roten Armee Sowjetische Frauen während des Zweiten Weltkriegs Von Antje Leetz und Charlotte Misselwitz Regie: Roman Neumann Mit: Marija Mauer, Simone Kabst, Luise Lunow, Bernd Hörnle und den Autorinnen Ton: Jean-Boris Szymczak Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 52"48 (Ursendung) Aus dem brandenburgischen Tröbitz ist eine Geschichte aus den letzten Kriegstagen bekannt: Ein Offizier der Roten Armee soll die Dorfbewohner gezwungen haben, typhuskranke Juden aufzunehmen. Das Besondere: Der Offizier war eine Frau. Eine Million junger sowjetischer Frauen haben im Krieg gekämpft. Beim Betrachten alter Fotos entdecken die beiden Autorinnen, dass sie widersprüchliche Vorstellungen von den Frauen dieser Zeit haben. Wo die Ältere Weiblichkeit und Stärke sieht, denkt die Jüngere an Geschichten über Gewalt, die ihre Großmutter über die Rote Armee erzählt hat. Im heutigen Moskau suchen die beiden bei ehemaligen Rotarmistinnen und ihren Enkelinnen nach Antworten. Antje Leetz, geboren 1947 in Frankfurt/Main. Herausgeberin, Übersetzerin und Rundfunkautorin mit Thema Russland. Zuletzt: "www.anticapitalist.ru - Junge Linke in Russland" (DLF 2016). Charlotte Misselwitz, geboren 1976 in Ost-Berlin. In Print und Radio behandelt sie Themen zwischen Ost und West, Israel, Palästina, Russland oder der Ukraine, außerdem schreibt sie zur Zeit ihre Dissertation. Zuletzt: "Der Atlas der Katakomben" (NDR/DLF 2015). Amazonen der Roten Armee
Samstag 18:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

Breitengrad

rana plazaDie Würde der Textilarbeiter in Bangladesch Wie steht es heute um die Sicherheit in der Textilindustrie von Bangladesch? Am 24. April 2013 stürzte in der Nähe der Hauptstadt Dakka das Rana Plaza-Gebäude ein. Mehr als 1100 Menschen kamen ums Leben. Über 2000 wurden verletzt, viele von ihnen so schwer, dass sie bis heute nicht wieder arbeiten können. Es war nicht das erste schwere Unglück in der Textilindustrie der asiatischen Länder, aber wohl das folgenreichste. Danach hat sich in den Textilfabriken vor Ort einiges getan: Die Sicherheit wurde zum Teil deutlich verbessert. Allerdings beteiligen sich westliche Konzerne nicht an den Kosten. Und Bangladeschs Fabrikbesitzer versuchen immer noch, die Belegschaften auszupressen. Die Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter in Bangladesch wollen sichere Arbeitsplätze und angemessene Löhne Und sie wollen in Würde arbeiten. ARD-Korrespondentin Silke Diettrich hat mit Betroffenen und Experten in Bangladesch gesprochen.
Samstag 18:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Tao - aus den Religionen der Welt

Koran"Allah und Abendland": Koran und Marseillaise - eine Reportage aus Paris und seinen Vororten auf den Spuren des Islam in Europa. - Gestaltung: Kerstin Tretina Zuerst Charlie Hebdo im Jänner 2015, dann Bataclan im November 2015 und schließlich Nizza im Juli 2016: Seit den erschütternden, terroristischen Attacken mit insgesamt mehr als 200 Todesopfern und hunderten Verletzten wird hauptsächlich ein Gesicht des Islam von Frankreich in die Welt transportiert: jenes des radikal-islamischen Dschihadismus. Staat und die Bevölkerung sind weiterhin in Alarmbereitschaft, die Angst vor dem Terror gehört mittlerweile zum französischen Alltag - für Nicht-Muslime wie Muslime. Das streng laizistische Frankreich will sich nun dem Islam auf neue Weise zuwenden: Die islamischen Institutionen im Land sollen neu aufgestellt werden, der weiteren Radikalisierung von Musliminnen und Muslimen müsse endlich vorgebeugt werden. "Wir brauchen einen Islam, der mit beiden Füßen in der Republik steht", hieß es von Seiten der französischen Regierung. Es solle ein "französischer Islam" entstehen: einer, der mit den Werten der Aufklärung der laizistischen Republik in Einklang stehe. Darüber, wie viele Musliminnen und Muslime in Frankreich leben, gibt es nur Schätzungen; diese reichen von 3,5 bis 9 Millionen, da die Befragung nach der religiösen Zugehörigkeit aufgrund der Antidiskriminierungsgesetze unzulässig ist. Unumstritten ist die immer noch prekäre, soziale Situation vieler Musliminnen und Muslime mit Migrationshintergrund. Vor allem jener, die ghettoisiert in den Vorstädten von Paris, Lyon oder Marseille leben - schlecht integriert, ohne Arbeit und Perspektiven. Diese sozialen Brennpunkte ziehen nicht erst seit Aufkommen der sogenannten "IS" Hassprediger an. Gefühle der Benachteiligung und Diskriminierung sind auch durch weitgreifende, politische Entscheidungen verstärkt worden: Das Tragen des islamischen Kopftuchs ist an staatlichen Behörden, Schulen und Universitäten verboten. Seit 2011 ist auch eine Vollverschleierung in der Öffentlichkeit untersagt. Das Zusammenleben in Frankreich zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen wird schwieriger. Immer öfter sind französische Musliminnen und Muslime auch Anfeindungen ausgesetzt. Die Zahl anti-muslimischer Übergriffe hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2015 verdreifacht. Unmut regt sich innerhalb der muslimischen Community zudem ob der erwähnten politischen Pläne für einen verordneten, französischen Reformislam - für viele haben diese Pläne einen kolonialistischen Beigeschmack. Mit dem Erbe der Kolonialzeit, den vielen Migrantinnen und Migranten aus Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien) sowie dem Spannungsfeld Laicité und Scharia hat Frankreich nämlich seine ganz eigene Geschichte - gerade auch in Zusammenhang mit der Religion der Musliminnen und Muslime. Kerstin Tretina berichtet aus Frankreich zum Status Quo der heiklen Lage des dortigen Islam - als Schlussteil der fünfteiligen TAO-Reihe "Allah und Abendland - Islam in Europa".
Samstag 19:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

SRF 2 Kultur

Hörspiel

ilma rakusa«Love after Love» von Ilma Rakusa Das Ende einer Liebe - lässt es sich überhaupt beschreiben? Sind Worte genug, um ihm beizukommen und Hadern, Schmerz, Trauer und Wut, aber auch zärtliche Erinnerung einzufangen? In acht Gesängen - acht Abgesängen -, mal lamentierend, mal klagend, dann wieder burschikos rappend oder voll Wortwitz reimend umkreist die Autorin das alte, wohlbekannte Phänomen der verlorenen Liebe. «Wo ortet sich das Wort / wenn Kopf und Herz entzweit / [] / und in den Strassen Londons / eine andere geht an deiner Seite.» Mit: Corinna Harfouch, Lauren Newton und Mathis Mayr (Cello) Musik: Grace Yoon, Mathis Mayr, Lauren Newton und Henry Purcell - Hörspielfassung und Regie: Grace Yoon - Produktion: rbb/ORF 2017 - Dauer: 55" Ilma Rakusa, geboren 1946 in der Slowakei, ist eine Schweizer Übersetzerin, Publizistin und vor allem Schriftstellerin. 1977 debütierte sie mit ihrem Gedichtband «Wie Winter». Inzwischen sind ihre Werke, ihr Werk, mit namhaften Preisen ausgezeichnet (etwa mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis 2003 oder dem Schweizer Buchpreis 2009) Grace Yoon, geboren 1952 in Pusan/Korea, kam 1966 in die USA, studierte 1969-74 an der Londoner Kunstakademie und arbeitet seit 1975 in Deutschland als Performance-Künstlerin, Schauspielerin und Regisseurin. Seit 1991 Audio-Art, Autorin und Regisseurin von Hörspielen und Radio-Features.
Samstag 20:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

NDR Info

Jazz Klassiker

Fatty GeorgeDixieland! Mit Wingolf Grieger Mit Aufnahmen der Fatty George Combo und der Dutch Swing College Band begibt sich Wingolf Grieger auf die Reise durch die musikalische Welt eines der ältesten Jazz-Genres überhaupt - den Dixieland.
Samstag 20:15 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

NDR Info

Das Kriminalhörspiel

InselgrabInselgrab Nach dem gleichnamigen Roman von Johan Theorin Übersetzung aus dem Schwedischen: Kerstin Schöps und Susanne Dahmann Komposition: Werner Cee Bearbeitung: Andrea Czesienski Regie: Götz Naleppa Mit Matthias Habich, Otto Mellies, Margarita Breitkreiz, Ulrike Krumbiegel, Janus Torp, Harald Schrott, Kai Maertens, Nicolai Despot DKultur 2016 Ein Klopfen weckt Gerlof Davidsson in der Nacht. Aufgeregt erzählt ihm der 13-jährige Jonas von einem Geisterschiff voll sterbender Seeleute und einem verrückten alten Mann mit einer Axt. Auf Öland ist Hauptsaison, die Gäste sind gekommen, um Mittsommer zu feiern. Doch einer ist zurückgekehrt, um eine Schuld zu begleichen. Gerlof ahnt, wer der Rückkehrer ist und an wem er sich rächen will. Nach "Öland" (2009), "Nebelsturm" (2011) und "Blutstein" (2012) ist "Inselgrab" der vierte Roman des Öland-Krimi-Quartetts, dessen Teile jeweils in einer Jahreszeit spielen. Das Kriminalhörspiel
Samstag 21:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

RBB kulturRadio

LATE NIGHT JAZZ

Heinrich Köbberlingmit Ulf Drechsel Jazz Units 2016 - Heinrich Köbberling Sonnenschirm Der Schlagzeuger Heinrich Köbberling spielt in verschiedenen Formationen, in denen er sich oft auch als Komponist einbringen kann. Besonders intensiv tut er das aber in seiner eigenen Band, die er Sonnenschirm nennt und die bereits 1998 ihr erstes Album veröffentlichte. Trotz einiger Umbesetzungen ist von Anfang an der Bassklarinettist Rudi Mahall dabei. Köbberling verspürt eine wachsende Lust am freien Umgang mit seiner Musik. Dafür fand er im Pianisten Achim Kaufmann und im Bassisten Henning Sieverts kongeniale Partner. Konzertmitschnitt vom 14. Dezember 2016, Berlin, Grüner Salon bis 00:00 Uhr
Samstag 23:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

BR-Klassik

Musik der Welt

Das Trio Maar aus Norwegen Konzert vom 29. Juli 2016 beim 37. Euroradio Folk Festival Viljandi
Samstag 23:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren