Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

MatriarchatDas Matriarchat Mythos oder Wirklichkeit Von Sabine Straßer Gibt es Gesellschaften, in denen Frauen die politische und soziale Macht innehaben? Oder hat es solche Gesellschaften in der frühen Menschheitsgeschichte gegeben? Die Frage nach dem sogenannten Matriarchat hat Rechtsgelehrte, Ethnologen und Soziologen über Jahrhunderte beschäftigt. Nicht nur der kommunistische Theoretiker Friedrich Engels ging von der Existenz eines frühgeschichtlichen Matriarchats aus - durchaus auch einige Vordenker des Nationalsozialismus. Im 20sten Jahrhundert machten sich Feministinnen die These vom Matriarchat oder dem sogenannten "Mutterrecht" als einer dem Patriarchat überlegenen Gesellschaftsform zu eigen. Wobei der eigentliche Namensgeber für den Begriff "Mutterrecht", der Schweizer Rechtswissenschaftler und Altertumsforscher Johann Jakob Bachofen, diese Gesellschaftsform als längst überwundene Frühstufe der menschlichen Entwicklung betrachtet hatte. Ist das Matriarchat eine Erfindung von Patriarchen des 19. Jahrhunderts? Oder ist doch etwas dran, an den bis heute gängigen Erzählungen von der Frauenherrschaft? Redaktion: Nicole Ruchlak
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Journal-Panorama

georgienEin Land auf der Suche nach sich selbst Gestaltung: Cornelius Wüllenkemper In Georgien scheinen sowohl die politische Klasse als auch Teile der Gesellschaft den Spagat zu versuchen zwischen einer eindeutigen politischen Orientierung in Richtung Europa einerseits und streng konservativen Traditionen andererseits. Neben der Begeisterung für den Westen spielen noch immer das Erbe der sowjetischen Vergangenheit und auch der starke Einfluss der orthodoxen Kirche eine zentrale Rolle bei der Suche Georgiens nach neuen Formen des Zusammenlebens. Als wichtige Messlatte für die Modernisierung des Landes gelten dabei die Rechte sexueller Minderheiten und die Gleichberechtigung der Frauen. Die orthodoxe Kirche und auch zutiefst patriarchalisch geprägte Teile der Gesellschaft vertreten nicht nur deutlich homosexuellenfeindliche Standpunkte, sondern auch ein äußerst repressives, starres Frauenbild - zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit. Mutige Vertreter/innen der Rechte sexueller Minderheiten, selbstbewusste Feministinnen, aber auch Frauen, die sich keineswegs als Aktivistinnen verstehen, begehren zusehends gegen diese Unterdrückung auf.
Dienstag 18:25 Uhr

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NDR kultur

Feature

Romy SchneiderFragen Sie mich nicht, wie einsam ich bin Romy Schneider, eine europäische Schauspielerin Von Detlef Michelers NDR/WDR 2008 Romy Schneider war eine der wenigen deutschsprachigen Schauspielerinnen der Nachkriegszeit von internationalem Rang. In ihrem kurzen, 43-jährigen Leben, das am 29. Mai 1982 in ihrer Pariser Wohnung durch Herzversagen endete, hatte sie fast 60 Filme gedreht. Zum Star wurde sie mit der Sissi-Trilogie. Ihr künstlerischer Durchbruch kam mit dem Wechsel nach Frankreich, als sie in den 60er und 70er Jahren mit Regisseuren wie Luchino Visconti und Claude Sautet drehte. Die Franzosen wählten sie zur "größten Schauspielerin des 20. Jahrhunderts". Am 23. September wäre sie 80 Jahre alt geworden. Download unter www.ndr.de/radiokunst und in der NDR Feature Box. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

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SRF 1

Doppelpunkt

Fritz ZwickyFritz Zwicky - Forscher in Hosenträgern Der Freund Albert Einsteins kam vor 120 Jahren zur Welt. Sein Vater war Glarner, der in Bulgarien wirkte, seine Mutter war Tschechin. Fritz Zwicky wurde Forscher, seine grosse Leidenschaft war der Weltraum. Bis heute stützt sich die Weltraumforschung auf seine Ideen. «Fritz Zwicky gehörte zu den grossen Schweizer Forschern», sagt Kathrin Altwegg, emeritierte Professorin für Astrophysik. «Er war auch ein sehr ausdauernder und sorgfältiger Astronom, der unzählige akribische Karten von Galaxien erstellt hat.» Zwicky war nicht nur ein origineller Forscher, er war auch ein eigenwilliger Mensch. Ein Unikum, das in keiner Schublade Platz hate. Ein Tausendsassa, der immer wieder für eine Überraschung gut war. Zwicky versuchte stets, für eine Denkaufgabe alle denkbar möglichen Lösungen vorurteilslos zu prüfen. Er setzte sich dafür ein, dass Spezialisten über ihren «Tellerrand» hinausschauten. Der Doppelpunkt beleuchtet Fritz Zwickys Forschungserfolge und zeichnet seine ungewöhnliche Persönlichkeit anhand vieler Archivtöne und Erzählungen von Zwickys Tochter nach.
Dienstag 20:03 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

Sichtbar vom All Von Simone Schneider Regie: Leonhard Koppelmann Mit Bettina Engelhardt, Heiko Senst, Naomi Krauss, Max Hopp, Markus Boysen, Dietmar Mues, Marion Breckwoldt Produktion: NDR 1999 Länge: 35"41 Malte, eine städtische Figur, freestyle. Er bereist Freunde und Städte. Frauke wünscht sich manchmal aufs Land. Auch sie lebt städtisch. Kneipen, Clubs. Sie will nichts Festgefahrenes. Oder Lioba. Seit sie schwanger ist, raucht und trinkt sie nicht mehr. Bleibt der Kaufrausch. Und Raphael? Setzt sich Ziele für die Woche. Paare. Man redet übereinander. Wolfgang redet von Martha, die heiraten wollte und auf dem Weg zum Notar tödlich verunglückte. Frauke redet über ihren Ex Oliver, der über das Ende des Universums rätselte und warum er auf diesem Planeten lebt. Martha, Zeugin im All, redet von Wolfgang, der einen Stadtbesucher beobachtet. Der Gestus der Beobachtung scheint typisch für die Generation zwischen 20 und 30, von der Simone Schneider in ihrem Hörspiel erzählt. In der globalisierten Welt mit ihren flüchtigen Begegnungen und Berührungen scheint er den Einzelnen die zum Überleben notwendige Distanz und Souveränität zu garantieren. Ein Fluchtort, von dem man scheinbar alles im Blick hat - aber vor allem sich selbst betrachtet. Sichtbar vom All
Dienstag 20:10 Uhr

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SWR2

SWR2 Jazz Session

myra melfordAus dem Archiv Inside And Outside Traditions Das Myra Melford Trio mit Stomu Takeishi und Brandon Ross 2006 in Singen Am Mikrofon: Thomas Loewner In der großen Schar von MusikerInnen der New Yorker Downtown-Szene zählt die Pianistin seit vielen Jahren zu den beständigsten Größen. Auch wenn der Durchbruch bei einem ganz großen Publikum ausgeblieben ist, genießt sie unter KollegInnen sowie Konzert- und Festivalbesuchern einen hervorragenden Ruf. Melford überzeugt gleichermaßen als Pianistin, Bandleaderin und Komponistin. In ihren Stücken verbindet sie mühelos verschiedene Traditionen des Jazz und anderer Stile - von Souljazz und Hard Bop über Funk und Free Jazz bis hin zu Gospel. Vor allem das ausgewogene Verhältnis komponierter und improvisierter Passagen sorgt dabei immer wieder dafür, dass sich in ihren Bands eine Dynamik entwickelt, die das Publikum zu packen weiß. Ein Paradebeispiel dafür ist eine Konzertaufzeichnung aus unserem Archiv: Myra Melford und ihr "Be Bread Trio" 2006 im Singener Kulturzentrum GEMS.
Dienstag 21:03 Uhr

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SRF 1

BuchZeichen

Ayobami AdebayoEin Mann für mich allein Die junge Nigerianerin Ayobami Adebayo hat mir ihrem Debutroman «Bleib bei mir» ein heikles Thema aufgegriffen: Polygamie. Eine junge Frau heiratet ihren Freund nur unter der Bedingung, dass sie seine einzige Partnerin bleiben wird. Als das Paar kinderlos bleibt, macht die Familie massiv Druck. Eigentlich haben Yejide und Akim alles, was sich ein junges Paar wünscht: eine tiefe Liebe füreinander und einen Job, der ihnen gefällt. Nur ein Kind fehlt noch zu ihrem Glück. Aber sie geniessen ihre Zweisamkeit und warten gelassen ab. Anders Akims Mutter: sie will ihrem Sohn sofort eine zweite Frau ins Haus bringen, um den baldigen Nachwuchs zu sichern. Regelmässig besucht sie ihn deshalb mit möglichen Kandidatinnen in seinem Büro. Akim hält wenig von diesen Vorschlägen, denn er ist an ein Versprechen gebunden: Dass er Yejide als alleinige Partnerin akzeptiert. Aber er hat nicht mit der Beharrlichkeit seiner Verwandten gerechnet. «Bleib bei mir» ist ein eindringlicher Roman über die Macht der Familie, alte Traditionen und moderne Liebe in Afrika. Im Gespräch mit Luzia Stettler erzählt die Autorin Ayobami Adebayo von den Hintergründen ihrer Geschichte und sagt, warum sich immer mehr junge Frauen in Nigeria weigern, nach der Sitte ihrer Vorfahren zu leben und den Ehemann mit anderen Partnerinnen zu teilen. Buchhinweis: Ayobami Adebayo. Bleib bei mir. Piper, 2018.
Dienstag 21:03 Uhr

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RBB kulturRadio

MUSIK DER KONTINENTE

Riccardo Tesimit Peter Rixen Italien und die Welt: Riccardo Tesi und seine Banditaliana Tesis Instrument ist das Organetto, das diatonische Knopfakkordeon. Da versteht es sich fast von selbst, dass er fest in der Folklore seiner italienischen Heimat verwurzelt ist, sei es ein toskanischer Walzer oder eine neapolitanische Tarantella. Als Musikethnologe ist Tesi jedoch auch in den Musikkulturen der Welt zu Hause. Mit seinem Quartett Banditaliana schafft er so Verbindungen zum Tango, zum Balkan und bis hin nach Indien und Afrika, über die man immer wieder staunen muss.
Dienstag 21:04 Uhr

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Bayern 2

radioTexte am Dienstag

Thomas WolfeThomas Wolfe: Oktoberfest "Mein Gott! Wie die Leute essen und trinken!" Pünktlich zum Anstich kam der amerikanische Schriftsteller 1928 in die barocke Biermetropole, wo er im Festzelt nicht nur die bayerische Gemütlichkeit kennenlernte. Der Schauspieler Udo Wachtveitl liest die Erzählung "Oktoberfest", in der der spätere Nobelpreisträger seine Erlebnisse in Bayern schildert. Er war ein bekennender Bier- und Blondinenfreund und hatte eine "deutsche Vorliebe für den Überfluss", der an der Wolf"schen Familientafel mit größter Genussfreude zelebriert wurde. Mit diesen Tugenden und seiner überschwänglichen Germanophilie reiste der junge Thomas Wolfe zum ersten Mal 1926 nach Deutschland. In München stieg der 26-Jährige im "Vierjahreszeiten" ab und schrieb tief beeindruckt vom Münchner Treiben an seine Mutter: "Mein Gott! Wie die Leute essen und trinken!". Als man ihm erklärte, dass in München das joviale, orgiastische Lebensgefühl der Bayern mit dem Oktoberfest seinen Höhepunkt erreichen würde, kam er im September 1927 pünktlich zum Anstich in die barocke Biermetropole. Mit dem Sohn seiner Wirtin fand er in einem der großen Zelte Platz, wo die Münchnerinnen in ihren verführerischen Dirndln, der Hopfensaft und die damaligen Wiesenhits für eine Riesenstimmung sorgten. Ein Jahr später besuchte der amerikanische Bonvivant erneut die bayerische Landeshauptstadt und das Oktoberfest. Doch dieses Mal blieb es auf der Festwiese nicht nur bei der von ihm so geschätzten Bierseligkeit. Es kam zu Handgreiflichkeiten. Der stattliche "sportsman" konnte sich glücklich schätzen, mit dem Leben und einem großen Schrecken davon gekommen zu sein. Nachdem seine gebrochene Nase fast geheilt war, platzte in Oberammergau eine seiner Kopfwunden. Mit dem ihm eigenen Humor und Sinn für Skurrilitäten berichtete er später, wie er im dortigen Krankenhaus von Pontius Pilatus und Judas gepflegt worden sei; beide waren Darsteller bei den dortigen Passionsspielen. Der Schauspieler Udo Wachtveitl liest die Erzählung "Oktoberfest" - ein Wies" n-Schmankerl.
Dienstag 21:05 Uhr

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WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn

sarah hakenbergWDR 5 Kabarettfest aus Köln (1/2) Mit Sarah Hakenberg, Philipp Simon, Robert Kreis und Timo Wopp Moderation: Rainer Pause Aufnahme vom 9. September aus dem Theater am Dom
Dienstag 22:04 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 MusikGlobal

TáarabEntdeckungsreisen Sansibar-Mix: Táarab, Jazz und Hip Hop Musik auf der Insel der Gewürze Von Cornelia Rost Traumstrände am Indischen Ozean und die verwinkelten Gassen der arabischen Altstadt Stonetown: das ist Sansibar. Und Klang gewordene Geschichte Sansibars ist der Táarab: eine Mixtur aus arabischen Instrumenten, Geigen und Akkordeon und afrikanischen Rhythmen. Um die Jahrtausendwende drohte der Táarab zu verschwinden - bis 2002 die "Dhow Countries Music Academy" gegründet wurde, sie steht im Focus der Sendung. Hier hat die klassische Musik Sansibars ein neues Zuhause gefunden. Aber hier sind auch innovative Ensembles aktiv, die den Táarab mit Reggae, Hip Hop und Jazz verbinden. In den Clubs und Restaurants sind sie präsent: Taarab in Nobel-Hotels und Restaurants, Pop und Jazz in Bars, Clubs und in den Beachressorts. Die Musikszene Sansibars ist vielfältig, es gibt auch den protestantischen Kirchenchor, das erste sansibarische Frauenorchester von Mariam Hamdan und das ambitionierte Label "stonetown records."
Dienstag 23:03 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Herr Meyer fährt jetzt fern ... und erzählt aus seinem Verbrecherleben Von Jörn Klare Regie: Friederike Wigger Mit: Fabian Busch Ton: Dietmar Fuchs Produktion: NDR 2011 Länge: 54"23 Nach 30 Jahren Gefängnis ist Herr Meyer jetzt mit dem LKW unterwegs. Auf den langen Fahrten ist Zeit, über sein Leben nachzudenken. Walter Meyer ist 60 Jahre alt, 1,90 Meter groß, knapp zwei Zentner schwer, hat die Statur und den Gang eines Ringers. 31 Jahre seines Lebens saß er immer wieder im Gefängnis. "Wenn ich da reingekommen bin, dann ging das schon los: Hey Walter, biste wieder da. Wunderbar." Nach seiner letzten Entlassung begann Meyer mit der Arbeit als Fernfahrer. Der Autor geht mit dem Ex-Schwerverbrecher auf Tour. Jahre zuvor waren sie sich schon einmal im Gefängnis begegnet, wo Meyer an einer Diskussion mit Jugendlichen teilnahm - als abschreckendes Beispiel. Jörn Klare, 1965 in Hohenlimburg geboren, zwischen Sauerland und Ruhrgebiet aufgewachsen, lebt als Autor in Berlin. Er schreibt Sachbücher, Theaterstücke und Radiofeatures, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Für sein Buch "Nach Hause gehen. Eine Heimatsuche" erhielt er 2017 den Evangelischen Buchpreis. Deutschlandradio Kultur produzierte das Stück "Nach Hause gehen" 2016. Andere Stücke: "Paragrafen baden nicht" (Dlf 2016) und das ARD-Radiofeature "Abschied vom Faktor Mensch" (NDR 2016). Herr Meyer fährt jetzt fern
Mittwoch 00:05 Uhr

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