Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

BioethanolChemikalien aus Stroh und Holz Auf dem Weg zur Rohstoffwende Von Hellmuth Nordwig Die Energiewende hat für alle sichtbar begonnen - immer mehr Solaranlagen und Windräder prägen das Landschaftsbild, Kohle, Öl und Gas treten bei der Stromerzeugung immer weiter in den Hintergrund. Weitgehend unbemerkt vollzieht sich aber eine andere wichtige Entwicklung: Auch Teile der Chemieindustrie steuern in eine neue Richtung. Deren Produkte wurden lange Zeit ebenfalls auf der Basis fossiler Rohstoffe hergestellt. Doch dazu gesellen sich mittlerweile andere Quellen: Die Chemie entdeckt das Potenzial pflanzlicher Ausgangsstoffe. Zunächst hat sie vor allem Stärke aus Mais und Kartoffeln gewonnen und zum Beispiel zu Bioethanol umgewandelt. Doch inzwischen werden vorwiegend Pflanzenreste genutzt, die man nicht essen kann. Zum Beispiel Stroh oder Holz, die viele wertvolle Chemierohstoffe enthalten. Noch gibt es viel Forschungsbedarf, doch schon jetzt ist klar: Auch die Rohstoffwende ist eingeleitet. Mehr als zehn Prozent der Chemieprodukte stammen bereits aus nachwachsenden Quellen. Redaktion: Petra Herrmann
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Journal-Panorama

AlabamaEin Jahr Trump: Eine Reise durch den Südstaat Alabama - Gestaltung: Thilo Kößler Donald Trump hat in dem einen Jahr seiner Präsidentschaft die Spaltung seines Landes noch vertieft und die Gräben zwischen Republikanern und Demokraten, Arm und Reich, Stadt und Land, Schwarz und Weiß noch weiter ausgehoben. Wie tief diese Brüche sind, zeigt das Beispiel zweier Bürgermeister im Südstaat Alabama: Der eine ist ein junger Afroamerikaner, Bürgermeister der Millionenstadt Birmingham, der die Denkmäler der konföderierten Südstaatenarmee aus den Zeiten des Bürgerkrieges am liebsten allesamt abreißen würde. Der andere amtiert in der Provinz-Kleinstadt Hanceville und hat allen Städten in den USA angeboten, die demontierten Denkmäler der Bürgerkriegs-Generäle aufzunehmen und in seinem Veteranen-Park auszustellen. Die Wunden, die der amerikanische Bürgerkrieg vor 150 Jahren geschlagen hat, brechen jetzt wieder auf.
Dienstag 18:25 Uhr

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BR-Klassik

Torheit, Trash und Temperamente

Die Faschingshow auf BR-KLASSIK Mit Ursula Adamski-Störmer, Detlef Krenge und Thorsten Preuß Am Faschingsdienstag ist in Bayern der Höhepunkt von Narretei und Ausgelassenheit erreicht. Lassen es die Rheinländer und viele andere Bundesländer bereits am Rosenmontag kräftig krachen, ziehen die Bayern respektive Franken erst einen Tag später nach. In Anspielung auf die wöchentliche Kultursendung der ARD "titel, thesen, temperamente", begeben sich die drei Musikredakteure aus dem Studio Franken auf die Suche nach Titeln, die womöglich zur Inkarnation musikalischer Heiterkeit geworden sind. Dabei steht selbstverständlich die Frage im Raum: Was ist eigentlich musikalischer Humor? Es wird spannend zu erleben, auf welchen gemeinsamen humoristischen Nenner die drei Moderatoren in der Sendung kommen werden. Ist Gerard Hoffnung etwa für den waschechten Nürnberger Preuß oder den Niedersachsen Krenge genau so lustig wie für die gebürtige Nordrhein-Westfälin Adamski-Störmer? Oder zählt bei dem ein oder anderen nur Ligetis humoristischer Blick auf das gesellschaftliche Benehmen? Was ist mit Johann Sebastian Bachs Bauernkantate, wenn das begehrte Mädchen die Avancen des Bauernburschen mit den Worten ablehnt "Du willst hernach nur immer weiter" und die Geigenmelodie uns ganz unterschwellig deren eigentliche Befürchtung glasklar unterjubelt? Haut uns diese musikalische Komik heute noch vom Hocker? Wo fängt musikalischer Humor an, wo hört er als grottiger Trash auf? Und liegt nicht musikalischer Humor immer auch im Ohr des musikalischen Betrachters, sprich: im Temperament eines jeden Einzelnen? Drei musikalische Temperamente, die unterschiedlicher nicht sein könnten, schlagen sich durch den Dschungel musikalischer Narreteien. Eine rasante Sendung mit viel Augenzwinkern und Humor! Das Büßergewand kommt dann am nächsten Morgen ...
Dienstag 19:05 Uhr

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Ö1

Dimensionen

quantenweltOder: Wo endet die Quantenwelt? Von Robert Czepel Ein Elektron, das sich gleichzeitig an mehreren Orten aufhält. Ein Lichtteilchen, das durch zwei dünne Schlitze rast, ohne sich dabei zu teilen: die physikalischen Effekte der Quantenwelt sind so sonderbar wie legendär. Bis vor kurzem waren sie allerdings auf die mikroskopische Welt des Atomaren beschränkt. Nun macht sich eine neue Physikergeneration daran, diese paradoxen Phänomene auch an Gegenständen nachzuweisen, die viel größer sind: Proteinen, Kohlenstoffkugeln, ja sogar Viren. Wenn das gelingt, stellt sich die grundsätzliche Frage, ob es überhaupt eine Grenze zwischen der Quantenwelt und der Welt, die unseren Sinnen zugänglich ist, gibt? Könnten Quanteneffekte also auch an Äpfeln oder Autos demonstriert werden? Und was brächten solche Experimente für technische Anwendungen?
Dienstag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

homo oeconomicusDer Homo oeconomicus wohnt hier nicht mehr Müssen wir die Wirtschaftstheorie neu denken? Von Nora Bauer Der britische Nationalökonom John Stuart Mill hat etwa um 1840 in die Wirtschaftswissenschaft die Figur des Homo oeconomicus oder Nutzenmaximierers eingeführt. Ein Theoriemodell, das den Menschen auf sein Streben nach Wachstum reduziert und das bis heute weltweit Grundlage der Wirtschaftslehre ist. Doch daran könnte sich bald etwas ändern. Denn seit einiger Zeit begehren Studierende in zahlreichen Ländern dagegen auf und fordern eine plurale Lehre der Ökonomik, die von der Unberechenbarkeit der Welt ausgeht. 2011 verließen zum Beispiel an der Harvard Universität deshalb 70 Master-Studenten ein Seminar von Prof. Gregory Mankiw - amerikanischer Ökonom neoklassischer Prägung und Autor von Lehrbüchern zur Nationalökonomie, die an (beinahe) allen Universitäten zur Lehre herangezogen werden. Und Proteste an der Universität Bayreuth führten sogar dazu, dass Studierende eine eigene Hochschule in freier Trägerschaft gründeten: die Cusanus-Hochschule mit Sitz in Bernkastel-Kues an der Mosel.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

helmut kopetzkyDer Kunstkopf-Mann Letzte Reise des Tönefängers Matthias von Spallart nach Amazonien Eine Radiogeschichte von Helmut Kopetzky NDR/DLF 2018, Ursendung Herbst 1980. Ein Mann packt das Nagra-IV-Aufnahmegerät und 120 Spulen Magnetband, dazu ein Paar gerade erfundene Dummy Head Mikrofone für Kunstkopf-Aufnahmen, die den Klang so räumlich wiedergeben sollen, wie keine andere Technik zuvor. Sein Plan: die letzten Refugien der brasilianischen Urbevölkerung klanglich einzufangen und mit der Akustik der beginnenden industriellen Ausbeutung des Regenwalds ohne eigenen Kommentar zu konfrontieren. Vor Ort erweist sich die Idee als undurchführbar. Der 37-jährige Hörspielmacher Matthias von Spallart erhängt sich nach der Rückkehr von seiner abenteuerlichen Reise.
Dienstag 20:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Thema Musik

estlandDie estnische Tragödie oder "Sag mal, was du erinnerst, und ich sage, wer du bist" Von Elke Pressler Estland, der kleinsten und nördlichsten Staat des Baltikums, feierte am 24. Februar 2018 hundert Jahre seiner "ersten" Befreiung von der russischen Vorherrschaft. Die Geschichte dieses kleinen Staates ist bewegt und dramatisch - und kaum bekannt. Über Jahrhunderte wurde das Gebiet von Dänen, Deutschen, Schweden und Russen beherrscht. 1991 brachte die "Singende Revolution" die "zweite", heutige Unabhängigkeit von Russland - und eine beginnende Spurensuche nach der estnischen Identität. "Fegefeuer": Ein Roman von Sofi Oksanen und die gleichnamige Oper von Jüri Reinvere spiegeln das Trauma der sowjetischen Okkupationszeit zwischen 1939 und 1991. Das Feature von Elke Pressler folgt dieser Aufarbeitung und thematisiert zugleich die besondere Bedeutung des Gesangs in Estland.
Dienstag 20:03 Uhr

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SRF 1

Doppelpunkt

CBDIm Hanfdschungel zwischen Placebo und Wundermittel CBD. Die drei Buchstaben klingen wie ein Zauberwort. Der Wirkstoff Cannabidiol ist ein Inhaltsstoff aus der Hanfblüte, der für Furore sorgt. Doch was steckt wirklich hinter diesem geheimnisvollen Wirkstoff? Wem nützt er und welche Bedenken sind angebracht? Hanf ist eine alte Kulturpflanze. Zum ersten Mal wird sie in einem chinesischen Text aus dem Jahr 2037 vor Christus erwähnt. Fasern, Samen, Blüten alle Pflanzenteile dienen dem Menschen. Doch die Powerpflanze hat ein Handicap: Sie trägt das Stigma Kifferdroge, die die Jugend schädigt. Seit 2011 kommen in der Schweiz viele neue Hanfprodukte auf den Markt. Hanfblüten, die weniger als 1% des berauschenden Wirkstoffes THC beinhalten, dafür aber umso mehr CBD, kann jede und jeder in der Schweiz legal kaufen wie auch CBD-Tropfen, Extrakte und weitere CBD-Produkte. Der Pflanzenwirkstoff CBD hat keine berauschende Wirkung, er ist zugelassen. Dem Cannabidiol (CBD) werden wunderbare Eigenschaften nachgesagt: Er soll den Schlaf fördern, bei Epilepsie helfen und Schmerzen lindern, um nur einige zu nennen. Die einen rauchen Hanfblüten oder Zigaretten mit viel CBD zum Vergnügen, andere versprechen sich vom CBD Linderung von Beschwerden. Doch Cannabidiol ist in der Schweiz als Heilmittel nicht anerkannt. Dieser Umstand führt uns in den Hanfdschungel, ins Wirrwarr verschiedener Gesetze und Bestimmungen, ins Labyrinth von Behörden und Zuständigkeiten, in ein Argumentationsfeuer von Skeptikern und Bewunderern. Und in einen grossen Graubereich. Der «Doppelpunkt» schlägt sich einen Weg durch den Hanfdschungel und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der neuen legalen Hanfprodukte auf.
Dienstag 20:03 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

hermann harry schmitzDie Bluse Von Hermann Harry Schmitz Bearbeitung: Heike Tauch Komposition: Graham F. Valentine Regie: Heike Tauch Mit Graham F. Valentine, Hendrik Röder, Tobias Wangemann, Irm Hermann, Gertrud Maaß Produktion: WDR 2002 Länge: 49" Sie wollte nur eine Bluse kaufen. Weiter nichts. Und sie wollte nur, dass ihr Neffe sie dabei begleitet. Und dennoch: Er hätte nein sagen sollen. Oder dass er etwas vor hätte ... Sie ist Tante Dorchen, fast allein in einem amerikanischen Riesenkaufhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Bluse, die ausgesucht, anprobiert und gekauft werden soll, diese Bluse soll so besonders sein, dass Frau Bender in Berlin vor Neid die Platze kriegt. Dass der Kauf nicht Stunden, sondern Jahre in Anspruch nimmt, an dessen Ende ein Fräulein eine Hutnadel ins linke blaue Auge bekommt, ein Elektrotechniker Glühbirnen frisst, mindestens 22 Verkäuferinnen tot am Boden liegen, vier Ressortchefs pathologisch vor sich hin dämmern und der Neffe in die Blasen beißt, die sich durch das wilde Hin- und Herlaufen im Linoleum des Bodenbelags gebildet haben - all das klingt schön und vertraut: Warenhäuser und Aufzüge - nicht nur damals überforderten sie Verkäufer und Kunden. (Frau Bender hat die Bluse nie gesehen. Sie starb an einer Bauchfellentzündung.) ,Die Bluse" - eine surrealistische Anleitung zum Glücklichsein. Die Bluse
Dienstag 20:10 Uhr

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RBB kulturRadio

MUSIK DER KONTINENTE

Khöömeimit Peter Rixen Khöömei - Kehlgesang aus Tuwa Der traditionelle Kehl- und Obertongesang in Tuwa ist so etwas wie ein Markenzeichen der russischen autonomen Republik in Südsibirien. Gruppen wie Huun-Huur-Tu, Yat-Kha und Alash haben ihn international bekannt gemacht.
Dienstag 21:04 Uhr

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Bayern 2

radioTexte am Dienstag

städtebeschimpfungenThomas Bernhard: Städtebeschimpfungen(1/3) "Augsburg ist ein muffiges, verabscheuungswürdiges Nest, eine Lechkloake!", so der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard über die Brecht-Stadt. Ob München, Frankfurt, Salzburg oder Wien für den alpinen "Nestbeschmutzer" sind viele europäische Orte Brutstätten des Kleinbürgertums mit hässlichen Bauten, Gestank und geistiger Trägheit. Mit Peter Simonischek und Michael König
Dienstag 21:05 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 MusikGlobal

waed bouhassounSag ihr, dass ich sie immer noch liebe Die syrische Sängerin und Oud-Spielerin Waed Bouhassoun Von Margrit Klingler-Clavijo Waed Bouhassoun, 1979 in Syrien geboren, lebt seit 2010 in Paris. Ihre ausdrucksstarken Lieder handeln von Liebe und Leidenschaft, gehen auf syrische und arabo-andalusische Lyrik zurück, die sie vertonte und einfühlsam auf der Oud begleitet. Der katalanische Musiker Jordi Savall hat sie und andere professionelle Musiker, die der Krieg aus ihrer Heimat vertrieb, in das europäische Musikprojekt "Orphée XXI" integriert, das den Dialog zwischen Orient und Okzident und die musikalische Ausbildung von Flüchtlingskindern fördert.
Dienstag 23:03 Uhr

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