Deutschlandfunk Kultur

Feature

stéphane hesselEin Kind von Jules und Jim Die Wiedergeburt des Stéphane Hessel Von Antje Starost und Hans-Helmut Grotjahn Regie: Rainer Clute Mit: Viola Sauer Ton: Thomas Monnerjahn Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1996 Länge: 54"06 (Wdh. v. 11.01.1997) Das Leben des Stéphane Hessel. Am 20. Oktober 2017 würde Stéphane Hessel 100 Jahre alt. Seine Biografie ist geprägt durch die Liebesgeschichte seiner Eltern. Der Schriftsteller Franz Hessel und seine Frau Helen gingen eine ménage à trois mit dem Franzosen Henri-Pierre Roché ein. Stéphane zog mit der Mutter nach Paris. Als Mitglied der Résistance wurde er 1944 in Paris verhaftet, zum Tode verurteilt und überlebte Buchenwald. Mit 93 Jahren schrieb er ,Empört Euch", ein Manifest gegen den Finanzkapitalismus. Stéphane Hessel starb 2013 in Paris. Antje Starost, Diplompädagogin, Absolventin der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Seit Gründung der Antje Starost Film Produktion ist sie als Produzentin, Autorin und Regisseurin tätig. "7 oder Warum ich auf der Welt bin" (Film, 2015). Hans Helmut Grotjahn, Politologe, Kameramann, Drehbuchautor und Regisseur. Zusammen mit Antje Starost arbeitet er an gemeinsamen Filmprojekten. 2017 ist der Kino-Dokumentarfilm "Geschichte einer Liebe - Freya" erschienen. Ein Kind von Jules und Jim
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Die Grenzen der Empathie

empathieWenn das Mitfühlen zu viel oder zu wenig wird (3). Gestaltung: Hans Groiß In dem Buch "Durch Mauern gehen"(Luchterhand) beschreibt Marina Abramovi? die Erfahrungen während ihrer Langzeitperformance "The Artist is Present" im New Yorker MoMA, bei der sie in 721 Stunden rund 1.500 Menschen gegenüber saß: "Sehr schnell spürte ich, dass die Leute, sobald sie mir gegenüber Platz genommen hatten, unglaublich bewegt waren. Einigen kamen die Tränen - und mir ebenfalls. War ich ein Spiegel? [..] Ich konnte den Schmerz der Menschen sehen und spüren". In der Kunst ist es relevant sich sowohl als Betrachter, als auch als Schöpfer in andere und anderes hineinversetzen zu können. Empathie ist auch für Cana Bilir-Meier wichtig: Sie machte eine künstlerische Arbeit über ihre Tante, die politische Aktivistin Semra Ertan, die sich 1982 als Zeichen gegen herrschende Ausländerfeindlichkeit in Hamburg verbrannte. Die Künstlerin kannte ihre Tante nicht persönlich. Empathie könnte als ein gesellschaftlicher Imperativ zum guten Handeln bezeichnet werden und hat scheinbar keine Grenzen: Wir kennen das vom Gähnen, beim Musikhören oder vom Beine übereinander schlagen - sobald jemand mit einer Handlung oder Geste beginnt, können wir leicht "mitschwingen" und lassen uns anstecken. In der medizinischen Forschung wird davon ausgegangen, dass die Empathie das Immunsystem stärkt. Aber was heißt Empathie eigentlich genau und ist immer tatsächlich der Begriff Empathie gemeint oder geht es um Wohlwollen, Gedankenlesen oder Obsorge? Empathie boomt als Sehnsuchtsort und als Begriff in der Kunst, der Psychologie und der Kognitionswissenschaft. Entweder mangelt es daran, oder es gibt zu viel. Gibt es aber eine neue gesellschaftliche Empfindsamkeit oder hallt nur die Forderung nach mehr Rücksicht nach? Der kleine Prinz sieht nur "mit dem Herzen gut" - aber geht das überhaupt? Ist Empathie erlern- und auch verlernbar? In den Sprachwissenschaften ist immer öfter von den "dunklen Seiten der Empathie" zu hören, wie sie etwa Autokraten und Populisten benutzen. Hans Groiss versucht eine Begriffsdefinition und analysiert die Balance zwischen Mangel und Überfluss an Mitgefühl.
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

mythenWarum wir Mythen "brauchen" Das Geheimnis der Mythen - Metaphern von Ursprung & Wandel Autor: Geseko von Lüpke / Regie: Eva Demmelhuber Wir kennen sie als Schöpfungserzählungen vom Anfang der Zeit, antike Götter-Legenden, eigenartige Erzählungen mit rätselhaften Bildern voll suggestiver Kraft, die uns emotional tief erfassen: die Mythen der Welt. Zu allen Zeiten entstanden in allen Kulturen der Welt Geschichten über die Geheimnisse des Lebens, die dem Individuum Orientierung und Sinn gaben und seine persönliche Biographie anbinden sollte an die Geschichten von Göttern und Helden, Drachen und Ungeheuern, Weltbildern und Religionen. Mythen sind keine normalen Geschichten, sondern ineinander verschlungene Metaphernströme, die voller Widersprüche sein können, aber immer zeigen, dass Wandel möglich ist. Sie liefern den Menschen Symbole und Modelle für eigene Konflikte, Übergänge und "Drachenkämpfe" . Dabei sind Mythen faszinierend und gefährlich zugleich. Sie sprechen das Unterbewusstsein an, können leicht missbraucht werden und zu politischem und religiösem Extremismus und Fundamentalismus führen. Zugleich kann der Verlust von Mythen in der modernen Welt zu Sinnverlust und Oberflächlichkeit führen. Heute kennen wir Mythen fast nur noch aus dem Kino und der Literatur. Doch wir müssen ihr Geheimnis, ihre Kraft, Schönheit und Gefahr kennen, um nicht zu ihrem Opfer zu werden. Star Wars aus philosophischer Sicht - Ein moderner Mythos Autorin: Claudia Simone Dorchain / Regie: Susi Weichselbaumer Die Filmreihe STAR WARS - Krieg der Sterne - von Regisseur George Lucas begeistert seit ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1978 bis heute weltweit ein Millionenpublikum; ihre Figuren sind rund um den Globus bekannt, ihre Dialoge wurden in alle Weltsprachen übersetzt. Die im Weltall angesiedelte Geschichte um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse mit ihren polaren Figuren Luke Skywalker und seinen Jedi-Rittern sowie Darth Vader und den Siths hat längst den Status eines modernen Mythos, eines Stücks Filmgeschichte und kulturellen Gemeinguts erreicht. Doch was steckt hinter STAR WARS? Fern davon, nur Unterhaltung zu sein, hat die Filmreihe zahlreiche philosophische, theologische und okkulte Motive, die in einer anspruchsvollen Handlung verknüpft sind. Zusätzlich beinhaltet STAR WARS auch mythologische Elemente, die bis nach Ägypten und Babylon reichen und mit den Lichtkulten alter Hochzivilisationen in Verbindung gebracht werden können. So reisen Han Solo und seine Getreuen im Raumschiff "Millennium Falke", was dem ägyptischen Gott Horus entspricht, der ebenfalls ein Lichtgott war und als Falke dargestellt wurde. Derartige Entsprechungen sind überaus häufig im Film und können detailliert und schlüssig nachgewiesen werden; so entsteht eine moderne Einweihungslehre, die dem antiken Mysterienkult nicht unähnlich ist und sinnsuchende Menschen in aller Welt bis heute hellauf begeistert. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Weltmuseum Wien und seine Sammler

weltmuseum wienVon Kopfjägern, Pfeilen und Sprachlisten (3). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Nach drei Jahren Umbau ist es endlich so weit: Das neu gestaltete Weltmuseum Wien wird am 25. Oktober wiedereröffnet, und zwar mit einem großen Fest, das Andre Heller auf einer Open-Air-Bühne am Heldenplatz gestaltet. Nach der Show können Besucher/innen bis 1 Uhr nachts das neue Museum bei freiem Eintritt erkunden und am 26. Oktober kann man das neue Museum ebenfalls von 13 bis 21 Uhr gratis besichtigen. Das Radiokolleg wird einige faszinierende Sammlerpersönlichkeiten vorstellen und damit auch einen Zugang zum Weltmuseum verschaffen, denn hinter jedem Objekt steht eine spannende Geschichte. Wie zum Beispiel die eines jungen Forschers, der zu den Kopfjägern nach Nordindien aufbricht und dort neue Freunde findet. Oder die einer jungen Ärztin, die nichts anderes will als unberührte Völker erforschen und dort emsig Sprachlisten anfertigt, die aber niemand entschlüsseln kann. Und nicht zuletzt die unerschrockene Ethnologin, die im Regenwald von Indianern mit Pfeilen beschossen wird, sie aufsammelt und ins Museum bringt. Dort sind sie jetzt zu besichtigen.
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Der Clown des Bebop

dizzy gillespieZum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie (3). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Er war ein Spaßvogel, ein Possenreißer, ein charmanter Witzbold - der anekdotenumwobene Clown des Bebop: Dizzy Gillespie, am 21. Oktober 1917 als eines von zehn Kindern in eine schwarze Bauarbeiterfamilie in Cheraw/South Carolina hineingeboren. Die Entwicklung des modernen Jazz wäre ohne Gillespies Beitrag nicht möglich gewesen. Gemeinsam mit Thelonious Monk und Charlie Parker erfand er in den frühen 1940er Jahren in den Häuserschluchten der New Yorker 52nd Street gewissermaßen im Alleingang den Bebop: "Damals führte alles zur Beschleunigung und zur Verdichtung", erklärte der Musiker später. Mit seinen nervösen, jagenden Rhythmen verpasste der Bebop - eine Art Dadaismus des Jazz - der jungen, afroamerikanisch inspirierten Musikrichtung einen ungeheuren Entwicklungsschub in Richtung Moderne. "Die Musiker des Bebop waren Aufrührer, die gegen den Muff in den Dinnerjackets des Swings antraten", so fasste der deutsche Kritiker Michael Naura die Bedeutung der Jazz-Revolution der 1940er Jahre einmal zusammen. Und Naura weiter: "Dizzy Gillespie war in diesem Treiben das, was man ein lustiges Haus nennt. Ein wunderbarer Faxenmacher. Die Verkörperung der Gegenwelt zum etablierten E-Musik-Gehabe. Unerreichbar allerdings war er als Trompeter. Während sein Antipode Miles Davis rund um den Globus zahllose Nachahmer gefunden hat, die seinen Ton mit dem an jeder Ecke erhältlichen Dämpfer imitieren, blieb Gillespie resistent gegenüber jedem Versuch, ihn zu klonen." Ein Jahrhundertmusiker. In jungen Jahren galt Dizzy Gillespie als Inbegriff des smarten, hippen Jazz-Intellektuellen; später, als reiferer Musiker, öffnete der Bauarbeitersohn aus South Carolina den Jazz für lateinamerikanische, kubanische und afrikanische Einflüsse und wurde damit zu einem der Pioniere der Weltmusik.
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

mitgefühlMitgefühl für sich und andere Mitgefühl - was Hirnforscher darüber wissen Autorin: Daniela Remus / Regie: Schon die Philosophen der Antike betrachteten die Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen, mit ganz besonderer Aufmerksamkeit. Denn wer sich nicht in andere hineinversetzen kann, für den ist das Zusammenleben schwierig: Er missversteht Situationen, missdeutet Gesichtsausdrücke und kann keine stabilen Freundschaften aufbauen. Psychologen, Psychiater und Neurowissenschaftler haben erkannt, dass Mitgefühl die Grundlage für ein gelingendes Miteinander ist. Wie aber funktioniert Mitgefühl überhaupt? Ist es angeboren? Sind die berühmten Spiegelneuronen dafür wichtig? Können wir Mitgefühl vielleicht sogar trainieren wie das Lesen, Schreiben oder einen Sport? Wege aus der Überanpassung - die Arbeit mit dem "inneren Kind" Autorin: Jenny Güzel / Regie: Redaktion: Susanne Poelchau
Mittwoch 15:05 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Feature

mobilfunkMenschen, Masten und Mobilfunk Der Kampf ums letzte Funkloch Von Christine Werner Uli Weiner ist immer auf der Suche nach einem Funkloch. Mit seinem Wohnwagen versteckt er sich in den hintersten Tälern des Schwarzwalds. Wenn er in nahe Dörfer und fernere Städte fährt, trägt er einen Schutzanzug. Uli Weiner ist elektrosensibel, auf Funkstrahlung reagiert sein Körper mit heftigen Symptomen. Immer mehr Menschen berichten von ähnlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Wer aber schützt ihre Interessen? Die berechtigten gesellschaftlichen Interessen nach flächendeckenden Funknetzen stehen den ebenfalls berechtigten Interessen Einzelner, die möglicherweise unter den Strahlen leiden, diametral entgegen. Die Diskussionen werden dementsprechend erbittert geführt - in der Bevölkerung, wie in Forschung und Industrie. Es geht schließlich auch um sehr viel Geld. (Produktion 2011)
Mittwoch 22:03 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

MobilfunkMenschen, Masten und Mobilfunk Der Kampf ums letzte Funkloch Von Christine Werner Uli Weiner ist immer auf der Suche nach einem Funkloch. Mit seinem Wohnwagen versteckt er sich in den hintersten Tälern des Schwarzwalds. Wenn er in nahe Dörfer und fernere Städte fährt, trägt er einen Schutzanzug. Uli Weiner ist elektrosensibel, auf Funkstrahlung reagiert sein Körper mit heftigen Symptomen. Immer mehr Menschen berichten von ähnlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Wer aber schützt ihre Interessen? Die berechtigten gesellschaftlichen Interessen nach flächendeckenden Funknetzen stehen den ebenfalls berechtigten Interessen Einzelner, die möglicherweise unter den Strahlen leiden, diametral entgegen. Die Diskussionen werden dementsprechend erbittert geführt - in der Bevölkerung, wie in Forschung und Industrie. Es geht schließlich auch um sehr viel Geld. (Produktion 2011)
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

maria antonia schmidtEin Rüsselbär, acht Beine - 1 mm groß Von Maria Antonia Schmidt Regie: die Autorin Produktion: Bauhaus-Universität Weimar 2016/17
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

empathieDie Grenzen der Empathie. Wenn das Mitfühlen zu viel oder zu wenig wird (3). Gestaltung: Hans Groiß Das Weltmuseum Wien und seine Sammler. Von Kopfjägern, Pfeilen und Sprachlisten (3). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Der Clown des Bebop. Zum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie (3). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer
Mittwoch 22:08 Uhr

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