Jetzt läuft auf Bayern 2:

Amsterdam-Magazin

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Nachrichten, Wetter, Verkehr

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Heimatspiegel

Volksmusik und Informationen 6.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr

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Nachrichten, Wetter, Verkehr

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07.05 Uhr

 

 

Heimatspiegel extra

Auferstehung in der Kunstgeschichte Bayerns Mit Siegesfahne und Segensgestus Die Auferstehung Christi in der Kunstgeschichte Bayerns Von Stefan Semoff Sichtbar machen, was niemand gesehen hat: Für Bildhauer, Maler und Kupferstecher war die Darstellung des größten Mysteriums des christlichen Glaubens stets eine besondere Herausforderung. Die älteste bildliche Darstellung der Auferstehung Jesu Christi überhaupt lässt sich im Bayerischen Nationalmuseum betrachten: Eine Elfenbeintafel aus dem 4. Jahrhundert zeigt den Besuch der Frauen am Grab und simultan die Himmelfahrt Christi. Vollkommen anders dagegen gibt sich die himmelstürmende Pracht-Architektur des Auferstehungsaltars von Hans Degler: ein Meisterwerk barocker bairisch-schwäbischer Schnitzkunst in St. Ulrich und Afra in Augsburg. Von der spätantiken Bildhauerei bis zum kriegskritischen Realismus von Albin Egger-Lienz reicht die Palette berühmter Auferstehungs-Darstellungen in der Kunstgeschichte des bayerisch-süddeutschen Kulturraums. Stefan Semoff zeichnet im Heimatspiegel extra am Ostersonntag Entwicklungsschritte eines vielfach dramatisch gestalteten Bildtypus der abendländischen Kultur nach und umrahmt sie mit feierlicher österlicher Volksmusik.

454 Hörer

08.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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08.05 Uhr

 

 

Katholische Welt

Aufstehen und Auferstehen im Alten Testament Die Stimme des Weinens wird man nicht mehr hören Aufstehen und Auferstehen im Alten Testament Von Georg Magirius Die Hoffnung auf Überwindung des Todes gibt es nicht nur im Christentum. So wird in der Bibel auch nicht allein von der Auferstehung Christi erzählt, stattdessen finden sich im Alten Testament viele Symbole und Erzählungen wider den Tod. Da werden Knochen zusammengesetzt und mit Fleisch umhüllt. Ein Totengeist wird aus der Erde gerufen. Versprochen wird, dass Kinder 100 Jahre alt werden und man nie mehr die Stimme des Weinens hört. Einer fällt slapstickartig ins Grab und fängt zu leben an. Ein anderer geht über den Jordan und wird von einem Wettersturm gen Himmel mitgerissen. Verbreitet ist allerdings auch die Hoffnung, dass Gott aus einem todesähnlichen Zustand befreit und zurück ins hiesige Leben ruft. Manche Christen vermissen in alledem das Einzigartige der Auferstehung Jesu. Doch Christus selbst konnte laut Neuem Testament sein Leiden und Auferstehen nicht ohne Rückgriff auf die jüdischen Propheten erklären. Der wildwüchsige Hoffnungsreichtum der Bibel kann heute dazu anregen, die eigenen Lebensträume nicht verarmen zu lassen, meint Georg Magirius, der Autor der Sendung.

463 Hörer

08.30 Uhr

 

 

Evangelische Perspektiven

Kinder und die Bibel Mein Noah trägt grün Kinderbibeln prägen ein Leben lang Von Barbara Weiß Nur einer war anders. Er hieß Noah. Er hatte mit niemandem Streit. Gott mochte Noah - so steht es in der einen Kinderbibel. In einer anderen: Noah war Gott treu geblieben. Darum wollte Gott ihn durch das Gericht hindurchretten. Ein und dieselbe Geschichte wird in den beiden Kinderbibeln auf ganz unterschiedliche Weise erzählt. Mit ganz unterschiedlicher Wirkung auf die Kinder? Was einfach aussieht, ist eine große Kunst. Denn wer den biblischen Urtext in kindgerechte Sprache bringen und bebildern will, trägt große Verantwortung. Die Geschichten müssen verkürzt, pointiert, vielleicht sogar geputzt werden. Manche Bibelworte haben sich unverrückbar in die erwachsene Frömmigkeit eingebrannt - der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln - das gehört zum Grundwortschatz der Protestanten. Welche Grundworte legt man Kindern vor? Die ersten Bibeln extra für Kinder erschienen bereits im 16. Jahrhundert - darin finden sich bereits bestimmte Interessen, eine bestimmte Theologie, ja vielleicht sogar eine bestimmte Ideologie. Heute gibt es einen großen Markt an Kinderbibeln. Unzählig viele Ausgaben werden angeboten, dazu Bilderbücher, Hörbücher, DVDs und Apps. Trotzdem sind die Erzählungen der Bibel immer weniger bekannt und spielen kaum mehr eine Rolle für die Lebenssicht und Lebensführung der Familien. Wie also muss die Kinderbibel für unsere heutigen religiösen Erwartungen aussehen? Dieser Frage geht Barbara Weiß zusammen mit Kindern und Religionspädagogen wie Frieder Harz und Henrik Simojoki sowie mit Bibelherausgebern der Deutschen Bibelgesellschaft nach.

602 Hörer

09.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

09.05 Uhr

 

 

orange - Das Feiertagsmagazin

661 Hörer

10.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

10.05 Uhr

 

 

Feiertagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung um 17.05 Uhr

37 Hörer

11.00 Uhr

 

 

radioTexte - Das offene Buch

Gaito Gasdanow: Ein Abend bei Claire(2/4) Claire ist Koljas zeitlebens unerfüllte Liebe, seine erste. Aber das merkt er erst, als er auf Seiten der Weißen im russischen Bürgerkrieg kämpft. Freiwillig. 1929/30 gelang dem sechsundzwanzigjährigen Gaito Gasdanow im Pariser Exil der literarische Durchbruch. Jetzt ist sein Romanerstling auf Deutsch zu lesen und in Auszügen zu hören. Teil 3: Ostermontag, 11.00 Uhr Als Kolja aus St.Petersburg im Juni 1917 im Turnverein Adler die bezaubernde Claire kennenlernt, ist er Gymnasiast und ahnt noch nicht, daß diese Begegnung zum Wendepunkt wird. Sie markiert das Ende der Kindheit und das Ende des Zarenreiches, in dem der Sohn wohlhabender Bürger aufgewachsen war. Im Februar hatten Aufstände die Revolution ausgelöst, der Bürgerkrieg zwischen Weißen und Roten steht bevor, der acht Millionen Menschenleben fordern wird. Kolja meldet sich freiwillig, mit sechzehn Jahren, von der Schulbank weg, gegen den Willen der Mutter und gegen den Rat des Onkels. Nicht aus Interesse am Krieg, nicht aus falsch verstandener Abenteuerlust, sondern weil er das Wesen des Menschen erforschen will. Und so sind seine Kriegsschilderungen auch weniger Kampfberichte als vielmehr sensible Porträts, mit spitzer Feder und menschenkundigem Blick skizziert. - Ein Abend bei Claire beginnt, wie der Titel verheißt, mit einem Abend bei Claire, die längst einen anderen geheiratet hat und, wie Kolja, in Paris lebt. Was folgt, ist ein melancholischer Blick zurück. Kolja beschreibt längst vergangene russische Kindheitstage, seinen Dienst im Bürgerkrieg, die Emigration über Bulgarien und das Schwarze Meer nach Paris. Und sich selbst, seine Ernüchterung und Verlorenheit. Über Nacht machte dieser Bildungs- und Künstlerroman Gaito Gasdanow 1929/30 berühmt. Jahrelang hatte er sich mit Gelegenheitsarbeiten und als Taxifahrer über Wasser gehalten. Nun gelang ihm der große Wurf. Sogar Maxim Gorki schrieb ihm in einem herzlichen Brief , er habe das Buch mit großem Vergnügen, sogar mit Genuß gelesen, und so etwas komme selten vor. Zusammen mit Vladimir Nabokov galt Gaito Gasdanow von da an als eines der größten Talente unter den zahlreichen russischen Exil-Schriftstellern. 85 Jahre nach Erscheinen des Roman, hat ihn Rosemarie Tietze nun ins Deutsche übertragen. Die vier Folgen spiegeln den Abend bei Claire in Paris, die erste Begegnung der beiden 1917, das Gespräch mit dem Onkel, Krieg und Abschied. Moderation: Cornelia Zetzsche.

616 Hörer

11.30 Uhr

 

 

Bayern 2-radioMusik

142 Hörer

12.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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12.05 Uhr

 

 

Zeit für Bayern

Diener der Herreninsel Diener der Herreninsel Der kleine Kosmos im bayerischen Meer Von Matthias Morgenroth und Andreas Estner Diener der Herreninsel Der kleine Kosmos im bayerischen Meer Wenn das letzte Schiff des Tages ablegt, dann haben die Inselbewohner die Herreninsel für ein paar Stunden für sich. Die touristische Geschäftigkeit vergeht, ihren Geschäften aber müssen die Insulaner auch jetzt noch nachgehen: Sie dürfen auf der ehrwürdigen Herreninsel ja auch nur deshalb wohnen, weil sie dem Schloss und seinem Betrieb auf ihre Weise dienen. Als Gärtner oder als Landwirt, als Spengler oder Feuerwehrmann. Die Herreninsel ist ein kleiner Kosmos für sich: Bayerns kleinste dörfliche Lebensgemeinschaft, die sich im Schatten des großen Königs organisiert und für dessen Traum weiterarbeitet. Dazu kommen noch viele andere Diener der Herreninsel, die Tag für Tag zum Schloss, der Schlosswirtschaft und den anderen Anwesen pendeln - mit dem Boot. Die Kastellaninnen und Kutscher, die Taucher, die sich um freie Rohre rings um die Insel kümmern und die Kapitäne, die bei Wind und Wetter dafür sorgen, dass die Insel im bayerischen Meer angefahren werden kann. Andreas Estner und Matthias Morgenroth haben auf der Herreninsel Räume entdeckt, die der gewöhnliche Besucher nie zu Gesicht bekommt: Etwa die Destille im Keller der ehemaligen Brauerei oder die Gärtnerei, in der zigtausend Frühlings- und Sommerblumen gezogen werden, um die Anlagen der Insel zu schmücken. Sie haben die Herreninsel und ihre Diener zu Zeiten besucht, in denen nur wenige auch nur an diese Perle im Chiemsee denken - mitten im Winter, bei Frost und Matsch, abseits der Führungen, wenn geputzt und ausgebessert wird, wenn neue Speisekarten geschrieben werden und die Zeit ein wenig langsamer zu gehen scheint. Sie fragen zudem: Wem dienen heute die bayerischen Königsschlösser, welchen Dienst hat König Ludwig II. dem Tourismus erwiesen - und umgekehrt gefragt: wer darf sich heute wie ein echter König fühlen …

1068 Hörer

13.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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13.05 Uhr

 

 

Breitengrad

Das heutige Sarajevo Sarajevo 2014 Eine Stadt kämpft um ihre Zukunft Von Ralf Borchard Dreimal blickte die Welt im 20. Jahrhundert auf Sarajevo: 1914, als der bosnische Serbe Gavrilo Princip den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand erschoss. 1984, als die Olympischen Winterspiele zu einem multikulturellen Fest wurden. Und 1992 bis 1995, als im Bosnien-Krieg allein im belagerten Sarajevo 11.000 Menschen starben. Im Gedenkjahr 2014 fällt es Sarajevo schwer, sich von den dunklen Schatten der Geschichte zu lösen. Bosnien-Herzegowina ist von ethnischer Teilung und politischer Blockade geprägt, viele junge Leute wandern aus. Doch es gibt auch die, die bleiben: die Marketing-Studentin, die begeistert durch die Altstadt-Gassen von Sarajevo führt, den Journalisten, der trotz Droh-Anrufe Korruptionsfälle aufdeckt, den Künstler, der um sein Museum kämpft, die Bibliothekarin, die dem alten Rathaus zu neuem Glanz verhelfen will. Sarajevo 2014 - eine Reportage von Ralf Borchard.

1121 Hörer

13.30 Uhr

 

 

Bayern - Land und Leute

Kinder im Lager Föhrenwald Draußen waren die anderen Kinder im Lager Föhrenwald Von Sybille Krafft Ein polnischer Junge kommt 1951 mit seiner Familie nach Föhrenwald. Dort befindet sich im Wolfratshauser Forst das größte und am längsten bestehende Lager für jüdische Displaced Persons in ganz Deutschland. Heimatlos gewordene Juden aus Polen, Litauen, Russland, Rumänien und Ungarn warten hier auf ihre Ausreise nach Israel oder hoffen, in einem anderen Land ein neues Leben beginnen zu können. Sie bezeichnen sich selbst als She'erit Hapletah, was so viel bedeutet wie Rest der Geretteten. Beno ist sieben Jahre alt und eines der zahlreichen Kinder, die im Lager Föhrenwald aufwachsen. Nach Kriegsende entwickelt sich hier das letzte Schtetl in Europa mit Kindergärten, Schulen, Synagogen, Sportstätten, Kino und einem eigenen Krankenhaus. Weitgehend abgeschirmt von der Außenwelt leben hier zeitweise bis zu 6000 Menschen. Für die Überlebenden der Schoa bedeuten Kinder in einem ganz besonderen Maße Hoffnung und Zukunft. Doch die Schatten der Vergangenheit sind lang. Einige DPs waren in Konzentrationslagern, viele leiden unter den Folgen von Flucht, Vertreibung und Verfolgung. Alle müssen den Verlust geliebter Menschen verkraften. Von diesen Schicksalen bekommen die Kinder nur wenig mit, denn sie sollen möglichst angstfrei und unbeschwert aufwachsen. So erinnern sich viele Zeitzeugen an glückliche Tage in Föhrenwald, an Abenteuer und Freiheiten sowie an die große Fürsorge der Erwachsenen. 1957 verlassen die letzten jüdischen Familien das Lager, das 1939 einmal als nationalsozialistische Mustersiedlung für (Zwangs)Arbeiter der nahe gelegenen Munitionsfabriken gebaut worden war. In die Häuser ziehen nun meist katholische, kinderreiche Heimatvertriebene ein. Föhrenwald wird in Waldram umbenannt und ist bis heute ein Ortsteil von Wolfratshausen. Sybille Krafft erzählt die Geschichte einer lange vergessenen jüdischen Nachkriegskindheit in Bayern.

750 Hörer

14.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

14.05 Uhr

 

 

radioMikro

Die megakrasse Monsterklasse auf Klassenfahrt Ab 7 Jahren Hörspiel von Olga-Louise Dommel & Silke Wolfrum Mit Thomas Albus, Christian Baumann, Berenike Beschle, Caroline Ebner, Tobias Lelle, Stefan Merki, Christiane Roßbach und Stefan Wilkening Musik: Lars Kurz Regie: Olga-Louise Dommel und Silke Wolfrum Redaktion: Kai Frohner BR 2014 Ursendung Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast verfügbar In der Monsterklasse gibt es Belohnungsbienchen für schlechtes Benehmen: Zuspätkommen, rülpsen, drängeln, motzen - Lehrerin Frau Huääh ist begeistert! Diesmal begleitet Frau Huääh ihre drei Schützlinge Monty, Stinky und Monsternase auf Klassenfahrt. In Alpis speckigem Spukschloss treffen sie auf die dreimal krasse Drachenklasse - ausgerechnet Mädchen! - und deren unterbelichteten Lehrer Herrn Äh. Schon gibt es zwei unglückliche Liebespaare. Aber das ist noch nicht alles: Unheimliche Putzgeräusche erschüttern die Gemüter, nach und nach verschwinden Monsternase und zwei der Drachenmädchen spurlos. Und was noch viel schlimmer ist: Stinky stinkt nicht mehr! Ein wahrer Alptraum!

2365 Hörer

15.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

15.05 Uhr

 

 

radioMitschnitt

Bayern 2-StudioClub: Suzanne Vega Bayern 2-StudioClub Suzanne Vega Aufnahme vom 25. Januar 2014 im Studio 2 des Münchner Funkhauses Moderation: Veronika Schreiegg

699 Hörer

16.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2174 Hörer

16.05 Uhr

 

 

Feiertags-Feuilleton

Das Unterhaltungsmagazin aus Franken Wasser des Lebens Ohne Wasser kann der Mensch nicht leben. Die Heilwirkung des Wassers ist in der Medizin anerkannt und auch im Glauben spielt das Wasser eine wichtige Rolle, wenn auch schon Luther sagte: Wasser allein tuts freilich nicht! Das Plätschern der Osterbrunnen regt an, das Wasser des Lebens genauer zu untersuchen: Vom Taufwasser bis zum hochprozentigen Eau de vie vulgo Schnaps, vom levitierten Wasser bis zum exklusiven Mineralwasser für 120 Euro/ Liter. Von Menschen, denen das Wasser wieder das Leben oder beinahe den Tod brachte. (Wdhl. einer Sendung vom 4.4.2010)

600 Hörer

17.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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17.05 Uhr

 

 

Feiertagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung von 10.05 Uhr

37 Hörer

18.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2174 Hörer

18.05 Uhr

 

 

Bayern 2 - an Ostern

Vom Schlagen und Schweigen der Glocken Wem die Stunde schlägt Vom Schlagen und Schweigen der Glocken Von Bernhard Greger und Clemens Finzer Über viele Jahrhunderte hinweg haben sie den Ton angegeben: Die Glocken. Sie riefen zum Gottesdienst, warnten vor Feuer und kündeten vom Frieden. Mehr noch: Wie der Herzschlag den Rhythmus des Lebens vorgibt, gliederten und ordneten sie den Tag- und Nachtrhythmus der Menschen, einer Gemeinde, ja eines ganzen Landes. Doch den Glocken droht das letzte Stündlein zu schlagen. Zum einen versucht man gerichtlich ihren Ruf zu unterbinden. Lärmbelästigung und Ruhestörung - so lautet die Anklage. Daneben verblasst mit dem schwindenden Einfluss der Kirchen in der Gesellschaft auch die Bedeutung der Glocken. Wo keine Kirchen und Kirchtürme mehr errichtet oder gebraucht werden, dort muss auch niemand mehr zum Gottesdienst rufen. Ein Beleg dafür ist das Ende der traditionsreichen Glockengießerei Perner in Passau. Sie hat ihren Betrieb erst vor wenigen Monaten eingestellt. Zudem haben viele Glocken, die so wohlklingende Namen tragen wie Hosanna, Emmanuelle oder Freiheitsglocke, längst ihre Funktion für die Gemeinschaft eingebüßt. Denn inzwischen rufen Sirenen den Feueralarm aus und regeln Hörner den Schiffsverkehr. Doch können wir uns wirklich eine Welt ohne Glocken vorstellen? Und wurde den Glocken nicht schon vielfach der Abgesang gehalten, wurden nicht Zehntausende von ihnen zu Kanonen eingeschmolzen? Dennoch hören wir auch heute noch den Klang der Glocken, die seit 500 Jahren und mehr von den Türmen der Kirchen und Rathäuser tönen. Clemens Finzer und Bernhard Greger sind dem Phänomen der schwindenden und gleichzeitig wachsenden Bedeutung von Glocken nachgegangen.

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19.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

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19.05 Uhr

 

 

Zündfunk extra

Popkultur am Feiertag The History Of Rock'n'Roll As told in our Zündfunk Radio Show Part 1&2 Mit Michael Bartle Internet: www.bayern2.de/zuendfunk 20.00 Nachrichten, Wetter Der Zündfunk, das Szenemagazin des Bayerischen Rundfunks, wird dieses Jahr 40 Jahre! 40 Jahre, in denen wir uns im Radio mit Popmusik beschäftigt haben. 40 Jahre, in denen wir kleine und größere Bands entdeckt, aufgebaut, oft zum ersten Mal im deutschen Radio gespielt haben. 40 Jahre, in denen wir Gespräche mit Bands und Künstlern wie Johnny Cash, Al Green, Curtis Mayfield, Snoop Dog, Kraftwerk, Can, den White Stripes, Beck, Patti Smith, Bryan Ferry, Guru, Sugarhill Gang, Aphex Twin, Nick Cave, Johnny Cash, PJ Harvey, The Notwist, David Byrne und vielen anderen geführt haben. Der Zündfunk ist ganz tief in das Interview-Archiv gestiegen und hat exklusive Schätze gefunden: Al Green, der einem Zündfunk-Reporter vorsingt, wie er nach und nach seine Gesangsstimme gefunden hat. Johnny Cash, wie er als kleiner Junge auf den Baumwollfeldern helfen musste und seine einzige Rettung die abendliche Country Sendung im Radio war. Lauryn Hill, die unserem Reporter Backstage ein Ständchen singt. David Bowie, der uns erzählt, wie er in der Ziggy Stardust Phase beinahe draufgegangen wäre. Iggy Pop, der uns eröffnet, dass er auf den Photo-Sessions für seine ersten Alben so zugedröhnt war, dass man die Augen nachbearbeiten musste. Anhand dieser Interviews erstellen wir mit einer insgesamt 4 Stunden langen O-Ton Collage die Geschichte des Rock'n'Roll - so wie die Künstler in unserer Radiosendung erzählt haben.

1135 Hörer

21.00 Uhr

 

 

Hörspiel

Joseph Roth: Das Spinnennetz(1/2) Das Spinnennetz Von Joseph Roth Mit Martin Carnevali, Norman Hacker, Lena Lauzemis, Bernd Moss, Steven Scharf und Thomas Thieme Komposition: Jakob Diehl Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach BR 2012 Teil 2: Ostermontag, 21.00 Uhr Joseph Roths erster Roman Das Spinnennetz beschreibt den unaufhaltsamen Aufstieg der Faschisten im Deutschland der 20er Jahre. Als enttäuschter Kriegsheimkehrer findet sich der ehemalige Leutnant Theodor Lohse nicht mehr zurecht. Zerbrochen sind seine Träume vom militärischen Triumph und seine Hoffnungen auf eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung. Stattdessen lebt er in ärmlichen Verhältnissen als Jurastudent und Hauslehrer bei einem reichen jüdischen Juwelier in Berlin. Sein Ehrgeiz treibt ihn schnell in die Arme einer rechtsradikalen Geheimorganisation, für die er zunächst als einer von vielen Spitzeln arbeitet. Endlich wieder einer klaren Führung verpflichtet, geht er über Leichen, um seine Aufgaben zu erfüllen, übereifrig, getrieben von der Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit und Kleinheit. Morde und militärische Kameradschaftlichkeit, Denunziation, ideologiefreies Kalkül und Paktieren mit politischen Gegnern sowie die Heirat in den deutschen Adel verschaffen ihm in der Folge eine Machtposition. Doch trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs findet Theodor keine Ruhe und leidet unter Verfolgungswahn. Angst und Selbstzweifel dominieren ihn bis zum Schluss, er wird nicht erlöst von dem ihn ewig quälenden Ehrgeiz, unter dem eine große innere Leere liegt. Joseph Roth beschreibt mit Theodor Lohse und den ihn umgebenden Menschen die deutsche Identitätssuche nach dem Ersten Weltkrieg. Theodor ist ein Mensch ohne Halt in einer Gesellschaft der radikalen Gegensätze zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, Bürgertum, Adel und Proletariat, Hunger und Überfluss, Militarismus und kultureller Avantgarde, Spitzelwesen und lautstarken nationalen Studentenbewegungen, Antisemitismus und aufkeimender Demokratie. In dieser verwirrenden, explosiven gesellschaftlichen Gemengelage glaubt Theodor letztlich an nichts und niemanden - außer an sich selbst und sein Emporkommen. Das Spinnennetz erschien als Fortsetzungsroman vom 7. Oktober bis 6. November 1923 in der Wiener Arbeiterzeitung und nahm damit die Ereignisse des Hitlerputsches, der sich nur wenige Tage nach dem letzten Abdruck ereignete, auf prophetische Weise vorweg. Joseph Roth (1894-1939), österreichischer Schriftsteller und Journalist. Beginn eines Germanistikstudiums in Wien, 1916 Kriegsdienst, 1917 Versetzung in den Pressedienst. Nach dem Ersten Weltkrieg journalistische Tätigkeit. 1933 Emigration nach Paris. Werke u.a. Hotel Savoy (1924), Hiob. Roman eines einfachen Mannes (1930), Radetzkymarsch (1932). Hörspieladaptionen u.a. Radetzkymarsch (WDR/SWF 1962), Hotel Savoy (DLR/ORF 1994), Hiob (NDR/DLR 1999), Die Geschichte der 1002. Nacht (DLR/ORF 2009), Flucht ohne Ende(MDR 2010).

1659 Hörer

22.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

22.05 Uhr

 

 

Nachtstudio

American Essays In unserem Amerika Von John Jeremiah Sullivan BR 2013 Ist er ein guter Reporter, brillanter Storyteller oder neugieriger Essayist? In den USA gilt John Jeremiah Sullivan als besondere Begabung zwischen den Genres. Seine Essaysammlung Pulphead (2011, dt. 2012) brachte ihm Vergleiche mit Tom Wolfe und David Foster Wallace ein, doch - so lobt James Wood im New Yorker - ist er freundlicher als der erste und weniger neurotisch als letzterer. Sullivans Essays erscheinen in namhaften Magazinen und blicken äußerst aufmerksam aus einer Südstaatenperspektive auf das Amerika von heute. Familie, Religion, Politik und Popkultur spielen eine wichtige Rolle in den Texten des 1974 in Louisville, Kentucky geborenen Autors, der seinen Protagonisten auf unnachahmliche Art Respekt erweist. 12. September 2009, eine Demo auf dem Freedom Plaza, Washington, vor dem Kapitol. Es geht um die Reformierung des amerikanischen Gesundheitssystems. Geschätzte 2 Millionen Menschen sind da, mehr als bei Obamas Amtseinführung. Erstmals wird massiv gegen seine Regierung protestiert. Dieses Mal kommen wir in Frieden und unbewaffnet. Dieses Mal, steht auf einem der Schilder. Eine bizarre Wende in der amerikanischen Politik. Sullivans Essay schildert ein rechtspopulistisches Amerika, mit Tea Party-Bewegung, Medienmächten und Mitgliedern der eigenen - aus den Südstaaten stammenden - Familie, die dafür sorgen, dass die Reichen reich und die USA in den Händen weißer angelsächsischer Protestanten bleiben. Mit Andreas Fröhlich, Sprecher bei den 3??? und Synchronstimme von John Cusack. Aus dem amerikanischen Englisch von Thomas Pletzinger und Kirsten Riesselmann. Der Original-Essay erschien unter dem Titel American Grotesque im Gentlemen s Quarterly.

1331 Hörer

23.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

23.05 Uhr

 

 

Nachtmix

Playback Cowboy Junkies Playback Cowboy Junkies Mit Barbara Streidl

2444 Hörer

00.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

00.05 Uhr

 

 

Nachtsession

Musik für späte und frühe Stunden Yemen Blues Eine Reise in musikalische Aufbruchsländer Mit Ulrike Zöller Yemen Blues sucht einen Weg zwischen Kontinenten und Kulturen - und Ilya Shneyweis aus Riga mischt in Berlin und München mit frechen Ideen die Klezmerszene auf. Während der Deutsch-Amerikaner Daniel Kahn vergessene Songs von Degenhardt zusammen mit Heinrich Heine Klezmer-elektronisch covert. Dudu Tassa ist Israeli mit irakischen Wurzeln und sampelt die Musik seines Großvaters; Matisyahu wurde als Sohn jüdischer Eltern säkular erzogen und fand als Reggaesänger in Israel zum chassidischen Judentum. Die Mischung zwischen arabischen und jüdischen Kreativen ist musikalisch explosiv - und sucht ihrerseits Explosionen zu verhindern.

1467 Hörer

02.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

02.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (II)

George Gershwin: Rhapsody in Blue (Stefano Bollani, Klavier; Gewandhausorchester Leipzig: Riccardo Chailly); Johannes Brahms: Fest- und Gedenksprüche, op. 109 (Monteverdi Choir: John Eliot Gardiner); Joseph Haydn: Sinfonia concertante B-Dur, Hob. I/105 (Douglas Boyd, Oboe; Matthew Wilkie, Fagott; Marieke Blankestijn, Violine; Steven Isserlis, Violoncello; Chamber Orchestra of Europe: Roger Norrington); Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett e-Moll, op. 44, Nr. 2 (Muir String Quartet); Franz Liszt: Hamlet (MDR-Sinfonieorchester: Jun Märkl); Ludwig van Beethoven: Andante F-Dur, WoO 57 (Svjatoslav Richter, Klavier); Richard Wagner: Lohengrin, Vorspiel zum 1. Akt (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Kent Nagano)

1618 Hörer

04.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4036 Hörer

04.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (III)

Dmitrij Schostakowitsch: Suite for variety stage orchestra (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Steven Sloane); Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur, KV 364 (Giuliano Carmignola, Violine; Danusha Waskiewicz, Viola; Orchestra Mozart: Claudio Abbado)

706 Hörer

04.58 Uhr

 

 

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380 Hörer