Jetzt läuft auf Bayern 2:

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2548 Hörer

05.03 Uhr

 

 

Heimatspiegel

Volksmusik und Informationen 6.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr

2170 Hörer

06.30 Uhr

 

 

Positionen

Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften 6.30 Uhr Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern 6.45 Uhr Evangelisch-methodistische Kirche

417 Hörer

07.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2548 Hörer

07.05 Uhr

 

 

radioMikro

Mit Ohrengeschichten und Sonntagshuhn 7.05 Ohrengeschichten Die Zettabyte-Expedition Von Wieland Freund mit Samuel Weiss / Der gebildete Regenwurm Von Brigitte Endres von Jochen Striebeck 7.30 Sonntagshuhn - Apfelmus von Renus Berbig Aufwachen - eine Mäusegeschichte Von Fredrik Vahle mit Christian Baumann / Ein Apfel fällt Von Josef Guggenmos mit Helmut Stange / Die Unsinkbaren Drei: Bauen (2) Von Wilhelm Nünnerich

2531 Hörer

08.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2548 Hörer

08.05 Uhr

 

 

Katholische Welt

Beinahe tot und endlich glücklich Beinahe tot und endlich glücklich Ein Jahr lang suchte die Theologin Amet Bick das Glück Von Georg Magirius Amet Bick ist 42 Jahre alt, als in ihrem Herzen ein großer Tumor entdeckt wird. Sie wird operiert und überlebt. In ihr bisheriges Leben möchte sie nun aber nicht zurück, wenigstens nicht sofort. Stattdessen gibt sie sich ein Jahr, um zwischen Berlin und den Alpen Glücksanbieter, Meditationslehrer, Reiki-Meister, Klöster, Psychologen und Kinesiologen aufzusuchen. Bescheiden ist sie nicht. Denn sie möchte nicht nur Glücksmomente finden, sondern Zufriedenheit, Weisheit, innere Ruhe. In ihrem Buch Mein starkes Herz erzählt sie von ihrer Forschungsreise durch die Welt der Heiler und Hilfsanbieter. Der Ton ist ernsthaft, doch auch heiter, weil Ironie und Skepsis stete Begleiterinnen sind.Amet Bick hat Literaturwissenschaft und Theologie studiert und arbeitet als Programmleiterin eines Verlages. Sie sei Rationalistin, sagt sie. Freilich eine narrative Rationalistin. Denn im Erzählen macht sie große Fragen wie die nach Gott so einfach wie möglich, wenn auch nicht einfacher. Alles, was sie über Theologie wusste, sei eine Theologie für gute Zeiten gewesen, konstatiert sie: Gott sei hübsch zusammenfaltbar gewesen, ins Leben einfügbar. Aber lässt sich, fragt sie jetzt, ein Orkan eigentlich in eine Puppenstube sperren? Georg Magirius hat mit Amet Bick gesprochen.

480 Hörer

08.30 Uhr

 

 

Evangelische Perspektiven

Die christliche Kultur des Bieres Hopfen und Malz - Gott erhalt's! Die christliche Kultur des Bieres Von Friederike Weede September - das Erntedankfest rückt näher und auf dem Münchner Oktoberfest schäumt das Bier in den Maßkrügen. Der goldene Gerstensaft ist seit jeher eine tragende Säule christlicher Kultur. In den Klöstern des Mittelalters wurde fleißig gebraut, schließlich galt für die körperlich schwer arbeitenden Mönche die goldene Regel liquida non frangunt ieunum - Flüssiges bricht das Fasten nicht. Als wichtiges Handelsgut spülte der goldene Gerstensaft viel Geld in die Kassen von Klosterschänken und städtischen Steuerkassen. Und selbst Hildegard von Bingen, die heilkundige Nonne, empfahl ihren Patienten - vor allem den Schwermütigen - Bier als Medizin. Aber das flüssige Brot spielt nicht nur in der Tradition Bier brauender Mönche mit Kugelbauch eine Rolle, wie man sie heute noch auf den Etiketten mancher Bierflaschen sieht. Auch Martin Luther war ein ausgewiesener Freund des Gerstensafts. Ich sitze hier und trinke mein gutes Wittenbergisch Bier und das Reich Gottes kommt von ganz alleine, soll der Reformator in seinen späten Lebensjahren zufrieden aufgeseufzt haben. Wer Bier braut, atmet zugleich Geschichte, reiht sich ein, in eine lange Handwerkstradition. Selbst im antiken Mesopotamien drehen sich Gesetzestexte in Keilschrift um das Brau- und Schankrecht. Heute kehren viele Menschen zurück zu den Wurzeln des Bierbrauens. Sie sehnen sich nach dem Kontakt mit den Zutaten, wollen eigenhändig ihr Malz mahlen und den Duft der Maische einatmen. Der Alltag wird unterbrochen, Muße stellt sich ein, die Langsamkeit des Brauens lässt der Seele Raum. Die Bierkultur hat Hochkonjunktur - und sie ist seit jeher verbunden mit den Kirchen: Heute gärt es auch in Kellern und Gartenlauben - Friederike Weede schaut in die Braustuben und genehmigt sich einen Schluck des damit verbundenen Lebensgefühls.

655 Hörer

09.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

09.05 Uhr

 

 

radioReisen

Im Urwald Unterwegs in fremden Ländern und Kulturen Im Urwald. Unterwegs auf dem Rio Napo in Ecuador / Abenteuer am Amazonas und Rio Negro. Unterwegs auf den Spuren des Naturforschers Alfred Russel Wallace / Die kleine Stadt vor der Metropole. Ein Streifzug durch den Tigre Moderation: Niels Beintker Wiederholung am Montag, 14.05 Uhr Ein Zauberreich der Natur: Bäume, die solche Wurzeln haben, mit denen sie wandern können, Blumen von ungeahnter Pracht, bunte Vögel hoch oben in den Blättern. Und so vieles mehr. Der Urwald in der Amazonasregion ist vielseitig, eine Exkursion ins grüne, feuchte Dickicht ein besonderes Erlebnis. Die radioReisen sind heute am und auf dem Rio Napo unterwegs, einem über 1400 Kilometer langen Nebenfluss des Amazonas, zugleich dem größten Fluss in Ecuador. Dort lässt sich einerseits der großartige Urwald entdecken. Andererseits aber auch, wie sehr der Mensch diese Natur bereits verändert hat. Außerdem ein Gespräch über eine oft vergessene und doch so wichtige Expedition durch den Urwald im Amazonas-Gebiet - die große Reise des Naturforschers und Evolutionstheoretikers Alfred Russel Wallace in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Und ein Besuch in gemäßigteren südamerikanischen Breiten, im Tigre, einem historisch spannenden Ausflugsort vor den Toren von Buenos Aires.

1101 Hörer

10.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

10.05 Uhr

 

 

Sonntagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung um 17.05 Uhr

819 Hörer

11.00 Uhr

 

 

radioTexte - Das offene Buch

Finnland - M.L. Vartio: Männer und Frauen Leena ist 18 und verliebt. Ihr Freund Straßenarbeiter und verheiratet. Jetzt erwartet Leena ein Hurenbalg. Hanna Schygulla liest die Geschichte einer Befreiung aus dörflicher Enge, eine unerhörte Geschichte, tausendmal erlebt, nie so beschrieben wie von Marja-Liisa Vartio. Das offene Buch präsentiert Finnland, das Gastland der Frankfurter Buchmesse, sonntags im Radio, dienstags im Literaturhaus München bei vier Afterwork-Lesungen mit Live-Musik von Tuija Komi, Vlad Cojocaru und anderen. Ich hätte gar nicht erst herkommen dürfen, sagt die achtzehnjährige Leena leise, als sie in seinem Zimmer steht. Du bist sonderbar, sagt der Mann, mit dem sie eine Liaison beginnt. Aus Neugier, aus Langeweile, aus Zuneigung, als Fluchtbewegung aus provinzieller Enge. Ich bin nie irgendwo gewesen und habe nie irgendwas gesehen, sagt sie und fordert nichts, als sie schwanger wird von diesem verheirateten Mann. Stattdessen sucht sie sich Arbeit, verlässt das Elternhaus und geht eigene Wege. Eine unerhörte Geschichte, tausendfach erlebt, aber nie so einfühlsam erzählt wie von Marja-Liisa Vartio. Mein sprachliches Idol, sagt Sofi Oksanen über Marja-Liisa Vartio, die Bestseller-Autorin und Klassikerin moderner Prosa der fünfziger und sechziger Jahre, die 1966 mit nur 41 Jahren an den Folgen einer Fieberkrankheit starb. 1959 erschien ihr Roman Männer wie Männer, Frauen wie Frauen in Finnland, aus dem Hanna Schygulla liest, exklusiv fürs Offene Buch auf Bayern2 . Eine der Lesungen, mit denen die radioTexte am Sonntag Finnland, das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2014 vorstellen. Mit vier Texten sonntags um 11.00 Uhr im Radio und dienstags ab 18.30 Uhr im Literaturhaus München als Afterwork-Lesungen mit und Star-Schauspielern wie Hanna Schygulla, Ulrike Kriener, Steven Scharf und Siemen Rühaak und Live-Musik von der Komponistin und Violinistin Martina Eisenreich & Partner, der finnischen Vocalistin Tuija Komi & Vlad Cojocaru am Akkordeon bzw. Chris Gall am Piano. Afterwork-Lesung heißt: eine dreiviertel Stunde Lesung und Musik zwischen Arbeit und Nachhause-Kommen, im Foyer vor der spektakulären Kulisse im Literaturhaus München. Moderation: Cornelia Zetzsche. Programm: Frommes Elend Siemen Rühaak liest Frans Eemil Sillanpää Live Musik: Martina Eisenreich (Geige) & Partner 14.9.2014 radioTexte - Das offene Buch, 11.00-11.30 Uhr auf Bayern 2 16.9.2014 Literaturhaus München 18.30-19.15 Uhr im Foyer Männer wie Männer, Frauen wie Frauen Hanna Schygulla liest Marja-Liisa Vartio Live-Musik: Tuija Komi (Gesang) & Vlad Cojocaru (Akkordeon) 21.9.2014 radioTexte - Das offene Buch, 11.00-11.30 Uhr auf Bayern 2 23.9.2014 Literaturhaus München 18.30-19.15 Uhr im Foyer Die Glücklichen Ulrike Kriener liest Raija Siekkinen Live-Musik: Tuija Komi (Gesang) & Chris Gall (Piano) 28.9.2014 radioTexte - Das offene Buch, 11.00-11.30 Uhr auf Bayern 2 30.9.2014 Literaturhaus München 18.30-19.15 Uhr im Foyer Ausflug mit Urne Steven Scharf liest Roope Lipasti Live-Musik: Tuija Komi (Gesang) & Vlad Cojocaru (Akkordeon) 5.10.2014 radioTexte - Das offene Buch, 11.00-11.30 Uhr auf Bayern 2 7.10.2014 Literaturhaus München 18.30-19.15 Uhr im Foyer

648 Hörer

11.30 Uhr

 

 

Bayern 2-Heimatsound

114 Hörer

12.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2548 Hörer

12.05 Uhr

 

 

Zeit für Bayern

Noja ghört ghörts halt Hoerburger ghoert ghoert Ein kapitaler Plembemperer live aus Unterdinxbichl Von Arthur Dittlmann und Georg Hampel

1142 Hörer

13.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2548 Hörer

13.05 Uhr

 

 

Weitwinkel

Reportage vom Land Wiederholung vom Samstag, 7.30 Uhr

546 Hörer

13.30 Uhr

 

 

Bayern - Land und Leute

Oskar Maria Graf im Ersten Weltkrieg Schandfleck der ganzen bayerischen Armee Oskar Maria Graf im Ersten Weltkrieg Von Ulrich Dittmann Als Schandfleck bezeichnete ihn ein Vorgesetzter im Jahre 1915 nach Widersetzlichkeiten gegen die militärische Gehorsamspflicht. Dass er als Einzelner der ganzen Kriegsmaschine des Ersten Weltkriegs widerstand, bewunderte Thomas Mann. Die so gegensätzlich bewertete beispiellose Konsequenz in der Kriegsablehnung bildet auch das Leitmotiv von Oskar Maria Grafs weiterer wechselvoller Biographie. Sein für ihn oft lebensgefährlicher Pazifismus ist jedoch nicht nur als solcher interessant und für seine Leser wichtig: Dass er die Verweigerung ganz unterschiedlich, aber zeitgerecht in Autobiographie, Erzählungen und Romanen darstellte und verarbeitete, zeigt die Nähe von Erzählkunst und Ethos in seinem Werk. Ulrich Dittmann beschäftigt sich mit Oskar Maria Grafs Pazifismus.

777 Hörer

14.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

14.05 Uhr

 

 

musikWelt

826 Hörer

15.00 Uhr

 

 

Hörspiel

Ich muss den Roman fertig kriegen!.... Ich muss den Roman fertig kriegen! Jetzt! Jetzt! Michail Bulgakow und sein Jahrhundertwerk Meister und Margarita Von Mira Alexandra Schnoor Realisation: Mira Alexandra Schnoor BR 2014 Zur Sendung als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool Wiederholung am Montag, 20.03 Uhr Michail Bulgakow begann 1928 mit seinem Hauptwerk, dem Roman Meister und Margarita; zu einem Zeitpunkt, an dem er in der Sowjetunion massiv in seiner Arbeit als Schriftsteller behindert wurde: seine Prosatexte wurden nicht gedruckt, seine Theaterstücke nicht aufgeführt, sogar seine Tagebücher hatte die Geheimpolizei beschlagnahmt. Bulgakow, 1891 als Sohn eines Dozenten für Theologie in Kiew geboren, ein ausgebildeter Arzt, bis zum Verbot seiner Stücke erfolgreicher Dramatiker, ein Autor brillanter satirischer Erzählungen, war ein unabhängiger Geist, der sich den Parteidoktrinen und dem sowjetischen Kulturapparat widersetzte, der sich weigerte, Agitations- oder Propagandastücke zu verfassen. In den 12 Jahren zwischen 1928 und 1940 schrieb Bulgakow nachts und in seiner spärlichen freien Zeit an seinem Roman Meister und Margarita. Seinen Lebensunterhalt musste er mehr schlecht als recht als Regieassistent und Librettist an Moskauer Theatern verdienen. Die zweite Hälfte der 1930er Jahre war die Zeit des Großen Terrors in der Sowjetunion. Zahlreiche Menschen, Künstler, Arbeiter, Bolschewiki, Unpolitische, wurden grundlos verhaftet, gefoltert, verurteilt, getötet, in Lager verbannt. Die Atmosphäre dieser Jahre prägte nicht nur Bulgakows Leben, sondern auch seinen Roman. Als unangepasster Autor war er gefährdet, zudem litt er an einer vererbten schweren Nierenkrankheit, an der er 1940 im Alter von noch nicht 49 Jahren starb. Die letzten Fassungen des Romans diktierte er vom Krankenbett aus. Erst fertigschreiben, dann sterben steht als verzweifeltes Motto und als Durchhalteparole auf einer dieser Fassungen. Seiner Frau Jelena, dem Vorbild der Margarita des Romans, ist es zu verdanken, dass der maschinengetippte Roman die Jahre des Krieges und der Nachkriegszeit überstand. Aber erst 1966/1967, fast dreißig Jahre nach dem Tod Bulgakows, erschien Meister und Margarita zum ersten Mal in einer zensierten und gekürzten Fassung in der Sowjetunion. Die Veröffentlichung war eine Sensation, in Russland entdeckte man einen der wichtigsten Romane der Literatur des 20. Jahrhunderts. Meister und Margarita avancierte in der Sowjetunion und auch im Westen zum Kultbuch, dessen Faszination bis heute anhält. Mira Alexandra Schnoor, geb. 1962 in Manchester. BR-Sendungen u.a. Porträts von Herman Melville, Gertrude Stein, Virginia Woolf. Essays zu Döblins Berlin Alexanderplatz, Thoma Manns Doktor Faustus, Kafkas Der Process, James Joyce' Dubliner.

1980 Hörer

16.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2548 Hörer

16.05 Uhr

 

 

Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Peter Priller, Priester Stephanie Heinzeller im Gespräch mit Peter Priller, Priester und Seelsorger Wiederholung am Samstag, 22.05 Uhr Seelsorge, das ist meine eigentliche Berufung!, sagt Peter Priller. Und so fand er seine Erfüllung als katholischer Kaplan in Bad Tölz und Wolfratshausen. Dann lernte er den Mann seines Lebens kennen und spürte, dass es mit der Heimlichtuerei so nicht weitergehen konnte. Er sprach mit seinem Bischof über seine Homosexualität und gab in der Folge sein Amt auf. Peter Priller trat zu den Altkatholiken über und ist dort jetzt Priester und Seelsorger.

4220 Hörer

17.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2548 Hörer

17.05 Uhr

 

 

Sonntagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung von 10.05 Uhr

819 Hörer

18.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2548 Hörer

18.05 Uhr

 

 

Kulturjournal

Kritik. Dialog. Essay

1000 Hörer

19.30 Uhr

 

 

Musik für Bayern

Klassik, Pop und Volksmusik - Selbst gemacht! Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen Altbayern/Schwaben Kleines Chorkonzert Cantares - Brasilien, mitten in München! Ein Selbstversuch in Samba und Body-Percussion mit dem Brasilianischen Chor München von Stephan Ametsbichler Franken Musik aus dem Studio Franken Mit Detlef Krenge Mitten in München hat eine Gruppe junger Brasilianerinnen und Brasilianer 1995 einen Chor gegründet, um auch hier ein Stück Heimat und die Kultur der Música Popular Brasileira weiterleben zu können. Inzwischen ist die Begeisterung für den Klang der portugiesischen Sprache und den Stil und die Rhythmen der in dieser Musik zusammenfließenden Kulturen auch auf Sängerinnen und Sänger anderer Nationen übergesprungen, so dass Cantares heute ein ziemlich international besetztes Ensemble geworden ist. Mit Lilian Zamorano hat der Chor eine erfahrene Sängerin, Musikpädagogin und Chorleiterin an seiner Spitze, die es versteht, den Dreiklang aus europäisch-portugiesischer, indigen-brasilianischer und schwarzafrikanischer Musik mit gezielter Stimmbildung und Ausflügen auf das Gebiet der Body Percussion zu bereichern. Stephan Ametsbichler hat die gut drei Dutzend Brasilien-Fans während einer Probe belauscht, sich mit ihnen unterhalten und seine Impressionen mit Musik aus deren CD' s Samba de Verdade und No. 3gespickt.

601 Hörer

20.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

20.05 Uhr

 

 

Bayerisches Feuilleton

Zitterspiele Zitterspiele Oder: Wenn die Nerven tanzen Von Thomas Kernert Wiederholung vom Samstag, 8.05 Uhr Angstlust gehört heute sicherlich zu den populärsten Lüsten. Die Sofanudel zieht sich einen Tatort rein, der Risikofetischist geht zum Base-Jumping oder bewirbt sich bei der Bundeswehr. Dazwischen liegen viele Fassetten des Nervenkitzels. Relativ harmlos, dafür aber real und in Echtzeit erfahrbar, sind Achterbahnen, Geisterbahnen und all die anderen Apparaturen, die der postmoderne Rummel zu bieten hat. In Bayern gehört das Volksfest seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Gemeinschaftserlebnissen überhaupt. Veranstaltungen wie das Straubinger Gäubodenvolksfest, die Würzburger Kilianimess, der Augsburger Plärrer oder die Münchner Wiesn genießen Weltruf. Natürlich spielt der Gerstensaft auf ihnen eine tragende Rolle, kommt jedoch erst dann wirklich zum Tragen, wenn man ihn in einer Achterbahn, einer Geisterbahn oder anderen Apparaturen zum Schäumen und damit die Nerven zum Tanzen bringt. Erst dann entwickelt sich schon ein harmloses Nostalgie-Karussell in ein veritables Zitterspiel (nicht zu verwechseln mit dem Zitherspiel eines Herzog Max Joseph und auch nicht mit dem Ritterspiel zu Kaltenberg). Erst dann mischt sich die Angstlust unters Volk auf seinem Fest Thomas Kernert hat sich furchtlos dieser seltsamen Gemütslage angenommen - rechtzeitig zum Beginn der Wiesn.

1026 Hörer

21.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

21.05 Uhr

 

 

radioFeature

Das Münchner Traditionslabel Trikont Die andere Heimat? Das Münchner Traditionslabel Trikont. Von Valerie Trebeljahr Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr Heimat ist wieder in, und zumindest der Süden Deutschlands braucht für diese Erkenntnis keine Nationalelf, sondern beweist nun schon seit Jahren: Mia sind mehr als mia, und selbst ein bayerischer Heimatbegriff muss nicht von Lederhose, Parteibuch, und Volkstümelei geprägt sein, kann auch klare politische Statements beinhalten, beispielsweise gegen die Obrigkeit. Dass das andere, das anarchische aber auch hippe Bayern im Trend liegt, zeigt der internationale Erfolg von Bands wie LaBrassBanda vom Chiemsee oder die Renaissance der Oiden Wiesn auf dem Oktoberfest. Eine Münchner Institution, die den aktuellen Heimat-Trend mitbefördert hat, von ihm profitiert, ihn aber auch kontinuierlich hinterfragt ist Trikont. Damn, Trikont get me every time. How do these dudes keep getting it so right? schreibt der angesehene Musikjournalist Everett True 2007 in der New Yorker Village Voice: Rund 450 Veröffentlichungen zählt die Diskographie von Trikont: Hier findet sich finnischer Tango neben American Yodeling, Russendisko neben Rembetika, Karl Valentin neben Country-Legende Hank Williams. Eine große musikalische und kulturelle Bandbreite, die allerdings aus einer klaren politischen Linie resultiert. Und deren Wurzeln reichen weit zurück: Gegründet wurde Trikont 1967 als linksradikaler Verlag, als Teil der damals gerade beginnenden Außerparlamentarischen Opposition. Schon damals mit an Bord: Achim Bergmann, heute mit Eva Mair-Holmes Geschäftsführer von Trikont. Klarer Ansatz des Kleinunternehmens: Revolution. Man verlegte Che Guevara und Terrorist Bommi Baumann. Da Politik und Pop in den 60ern nah beieinander lagen, war es nur logisch, im Laufe der Jahre verstärkt Musik heraus zu bringen und damit ein größeres Publikum zu erreichen als mit ewigen Theoriediskussionen. Die Suche nach dem Anderen, dem Dagegen, dem Experiment nach ureigenen Kriterien, mit einer gehörigen Portion Dickschädel, ohne Angst vor Staat oder Trend, bestimmt bis heute die Arbeit. Ein Label, das mittlerweile international Anerkennung genießt, und immer wieder die Frage nach dem Wo und Wie von Heimat stellt.

1050 Hörer

22.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

22.05 Uhr

 

 

Zündfunk Generator

Operation Afghanistan: Die neuen Kriege im Film Operation Afghanistan und andere. Die neuen Kriege im Film Von Markus Metz & Georg Seeßlen Internet: www.bayern2.de/zuendfunk Der klassische Kriegsfilm, in dem man wusste, wer die Guten sind (manchmal waren auf der anderen Seite tatsächlich die Bösen, manchmal aber nur Feinde, wie sich Raum und Zeit zu den eingesetzten Waffen verhielt, und wie sich Reflexion, Emotion und Aktion zueinander verhielten, endete spätestens mit den Erfahrungen des schmutzigen Krieges in Vietnam. Das Schlachtfeld ein unübersichtlicher, symbolbeladener Dschungel, der Gegner unsichtbar, Kriegsziele und Strategien unklar, ein endloser Rausch aus Drogen, Gewalt und Angst. Doch Vietnam war erst der Anfang in der Geschichte der asymmetrischen Kriege und erst der Anfang der Auflösung der verlässlichen Kinogeschichten vom Krieg. Afrika und der nahe Osten, die erweiterten Bürgerkriege auf dem Balkan, der Irakkrieg und dann der Krieg gegen den Terror: Es gibt keine verbindlichen Werte mehr, keine nationalen und ethischen Fundamente für das Kriegsgeschehen, aller hehren Politikerworte zum Trotz. Die Erfahrung der Soldaten in asymmetrischen Kriegen ist vor allem die, in verschiedenster Hinsicht allein gelassen zu werden. Vor allem die moralischen Entscheidungen werden immer individueller. Wenn es in Vietnam vielleicht noch so etwas gab wie die Verbrechen im Krieg (denen sich der einzelne wie in Brian de Palmas Die Verdammten des Krieges entgegensetzen konnte), so sind in den neuen Kriegen längst die Grenzen zwischen legitimen Kriegshandlungen und Kriegsverbrechen verwischt. Die neuen Kriege sind für die Beteiligten vor allem moralische Katastrophen - und das können nicht einmal jene Filme verheimlichen, die sich politisch nicht kritisch verhalten wollen. Umso mehr sprechen die anderen Filme von den Desastros de la Guerra im 21. Jahrhundert. Sie sprechen vom moralischen Schmutz, davon, dass den Bildern nicht zu trauen ist. Sie sprechen davon, wie es ist, nicht helfen zu können als technologisch hoch gerüsteter Soldat. Und immer wieder müssen sie auch von den Abscheulichkeiten sprechen, deren wirkliche Vorbilder durch die Medien gingen, von Menschen, denen das Töten Spaß macht, von Folterungen und Vergewaltigung. Deshalb widmet sich dieser Generator der Frage: Wie lässt sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts überhaupt noch vom Krieg erzählen?

753 Hörer

23.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

23.05 Uhr

 

 

Nachtmix

Playback Leonard Cohen Playback Leonard Cohen Mit Judith Schnaubelt

2634 Hörer

00.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

00.05 Uhr

 

 

Nachtsession

Zwischen Angst und Erlösung Zwischen Angst und Erlösung Musik von Jens Friebe, James Yorkson & J.Mascis Mit Noe Noack Für die Blueser war schon immer klar: Es wird böse enden! Bedingungslose Raver und Hedonisten stürzen sich in die nächste Party, um dem Alltag und ihren Ängsten zu entkommen. Aber irgendwann zeigen sich Abnützungserscheinungen und Gedanken an das Alter, den Verfall und die Endlichkeit der großen Party machen sich breit. Genau dieses Gefühl besingt Jens Friebe in Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus. James Yorkston, Benjamin Booker und J. Mascis beschreiben fatalistisch diesen Prozeß. Der englische Produzent Kevin Martin alias The Bug , bekannt als gnadenloser Schwarzseher, der in seinen brutalen, bassgetriebenen Tracks die menschliche Hölle ausleuchtet , lässt nun im ersten Teil seines aktuellen Albums Angels&Devils Hoffnung und Erlösung aufblitzen, bevor er den Karren dann doch wieder voll gegen die Wand fährt. Mit dabei außerdem: Die Sterne, Mutter und Downliners Sect.

1617 Hörer

02.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

02.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (II)

Johann Sebastian Bach: Herz und Mund und Tat und Leben, BWV 147 (Lisa Larsson, Sopran; Bogna Bartosz, Alt; Gerd Türk, Tenor; Klaus Mertens, Bass; Amsterdam Baroque Choir and Orchestra: Ton Koopman); Franz Liszt: Vier Lied-Bearbeitungen nach Franz Schubert (Bernd Glemser, Klavier); Jean Sibelius: König Christian II, Suite, op. 27 (Göteborger Sinfoniker: Neeme Järvi); Carl Stamitz: Klarinettenkonzert Nr. 1 F-Dur (Sabine Meyer, Klarinette; Academy of St.Martin-in-the Fields: Iona Brown); Antonín Dvorák: Fünf Bagatellen, op. 47 (Domus)

1893 Hörer

04.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4667 Hörer

04.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (III)

Joseph Haydn: Symphonie Nr. 22 Es-Dur (Orpheus Chamber Orchestra); Marcel Dupré: Zwei Motetten, op. 53 (London Vasari Singers: Jeremy Backhouse); Philip Glass: Secret Agent and Roast Beef (English Chamber Orchestra: Michael Riesman, Harry Rabinowitz); Muzio Clementi: Klavierkonzert C-Dur (Pietro Spada, Klavier; The Philharmonia: Francesco d'Avalos)

801 Hörer

04.58 Uhr

 

 

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