Jetzt läuft auf Ö1:

Spielräume

Hören
 

06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.55 Uhr

 

 

Zwischenruf

von Ferdinand Kaineder


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Lebensweisen - Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen.


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Du holde Kunst

"Nach den Menschen, Kind, sollst du mich fragen". Nicole Heesters liest Gedichte an Kinder. Gestaltung: Edith Vukan und Michael Blees. Von der Fährfahrt des Lebens, der Unerschöpflichkeit des menschlichen Ausdrucks, vom Recht auf die eigenen Fehler und dem nicht gelingenden Entlassen aus der Sorge. Gedichte über die Kindheit und an Kinder von Rainer Maria Rilke, Günter Bruno Fuchs, Marie Luise Kaschnitz, Mascha Kaléko, Albrecht Goes, Eva Strittmatter, Franz Werfel und Hugo von Hofmannsthal. Dazu Musik von Carl Maria von Weber, Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Saverio Mercadante und Gioachino Rossini. Nicole Heesters, Nestroypreisträgerin 2014 in der Kategorie "Beste Schauspielerin" für ihre Darstellung der Vera in Thomas Bernhards "Vor dem Ruhestand", ist zurzeit im Theater in der Josefstadt in der deutschen Erstaufführung von Colm Tóibíns Solostück "Marias Testament" zu sehen. Premiere: 29. September.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Gedanken

Der Satiriker und Kabarettist Severin Groebner macht sich Gedanken über die nicht enden wollende Erfolgsgeschichte der Apokalypse. Gestaltung: Peter Blau Der Humor zählt zu den mit Abstand ernsthaftesten Methoden der Auseinandersetzung mit komplizierten Sachverhalten. Denn es bedarf eines in die Tiefe gehenden Wissens und eines analytischen Verstandes, um einer komplexen Materie hintergründige Pointen und intelligente Satire abzugewinnen. Was hat das mit Severin Groebner und dem Weltuntergang zu tun? Sowohl als auch. Der Wahl-Frankfurter Severin Groebner (*1969 in Wien) ist für sein vielfältiges satirisches Wirken und seine Soloprogramme u.a. mit dem "Österreichischen Kabarettpreis", dem "Deutschen Kabarettpreis", dem "Deutschen Kleinkunstpreis" und dem "Salzburger Stier" ausgezeichnet worden. Er ist auch Stammspieler bei der "Lesebühne Ihres Vertrauens" in Frankfurt (zusammen mit Tilman Birr und Elis) und bei der "Letzten Wiener Lesebühne" (zusammen mit Stefanie Sargnagel und Hosea Ratschiller), die stets am letzten Sonntag des Monats im "Vienna Ballhaus" stattfindet. Darüber hinaus schreibt er bereits seit mehr als sechs Jahren allwöchentlich eine polit- und gesellschaftssatirische Kolumne in der "Wiener Zeitung". 2011 veröffentlichte er - parallel zu seinem gleichnamigen Solo - das Buch "Servus Piefke" (Südwest Verlag) über die Erlebnisse und Erkenntnisse eines Österreichers in Deutschland. Dieser Tage erscheint seine humoristische Enzyklopädie "Lexikon der Nichtigkeiten - Ein Rundumschlagwerk für Zeitgenossen" (Satyr Verlag).


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ambiente - von der Kunst des Reisens

Ambiente Spezial: Macadamianüsse, Kaffee und Kunsthandwerk anstelle von Opium in Doi-Tung. Eine Reportage aus dem nordthailändischen Grenzgebiet bei Chiang Rai. Von Ursula Burkert Am Zusammenfluss von Ruak und Mekong im Grenzgebiet von Myanmar, Laos und Thailand liegt das so genannte "Goldene Dreieck", lange Zeit eines der Hauptanbaugebiete von Papaver somniferum, von Schlafmohn. Das Rauchen von Opium hatte schon lange Zeit Tradition, der Handel mit dem Rauschmittel etablierte sich im 19. Jahrhundert. Bis Ende des 20. Jahrhunderts waren die Bergvölker Nordthailands in diesen Drogenhandel involviert, der während des Vietnamkriegs seinen Höhepunkt erlebte. Die ethnischen Minderheiten Nordthailands lebten als Opiumbauern praktisch ohne Infrastruktur und Bildungsmöglichkeiten stets am Rande der Legalität und staatenlos in einer Abwärtsspirale von Krankheit, Armut und Ignoranz gefangen. Bei ihrem Besuch im Gebiet des "Goldenen Dreiecks" wurde die 1995 verstorbene Prinzessinmutter Srinagarindra schon in den 1970er Jahren auf den ökologisch desaströsen Zustand der nordthailändischen Berge und die miserablen Lebensumstände der Bergvölker aufmerksam und nahm sich derer an. Die Stiftung, die sie gründete, wurde schließlich nach ihr benannt: "Mae Fah Luang Foundation". Das bedeutet "Königliche Mutter aus dem Himmel", da die Prinzessinmutter per Hubschrauber in das unzugängliche Gebiet gereist war. Durch das "Doi-Tung Developement Project" wurde das Kunsthandwerk wie Weberei und Töpferei gefördert, Ausbildungsstellen für die Jugend geschaffen und den ehemaligen Opiumbauern Anreize gegeben, anstelle von Schlafmohn Kaffee und Macadamia-Nussbäume zu pflanzen. Zwar haben bis heute noch nicht alle Bewohner/innen der Region einen thailändischen Pass, verfügen aber über gültige Ausweise, regelmäßiges - legales - Einkommen und ärztliche Versorgung. Doi-Tung, die Hügellandschaft, die noch in den 1970er Jahren durch Brandrodung völlig kahl und öde war, ist heute durch ein großangelegtes Aufforstungsprogramm wieder grün und weitgehend mit Wald bedeckt. Auch für eine touristische Infrastruktur wurde im Laufe der Zeit gesorgt: Die Villa und der Park der Prinzessinmutter sind ebenso zu besichtigen wie die Kunsthandwerksstätten und der Mae Fah Luang Kunst- und Kulturpark. Außerdem kann man sich in der Hall of Opium ein Bild davon machen, wie sehr sich die Region in den vergangenen 45 Jahren verändert hat.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Eröffnungskonzert Wien Modern 2018 - Matinee Live

Wiener Philharmoniker. John Cage 4'33 (1952) * Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4 (Fassung für Streichorchester 1943) * John Cage: Sixty-Eight (1992) * Johannes Maria Staud: Scattered Light für unbalanciertes Orchester (Uraufführung; Kompositionsauftrag von Wien Modern, Konzerthaus Berlin und Tiroler Symphonieorchester Innsbruck) (Übertragung aus dem Großen Konzerthaussaal Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Rainer Elstner Es ist nicht das erste Mal, aber in dieser Form doch wohl ein historischer Moment: Das traditionsreichste Orchester der Stadt geht passend zum Festivalthema Sicherheit mit gutem Beispiel voran und eröffnet Wien Modern 2018 mit einem kompletten Konzert ganz ohne Dirigent - Musik braucht Mut zum Risiko. Das beginnt mit dem legendären "stillen Stück" «4´33´´» des Avantgarde-Pioniers John Cage. In dessen Spätwerk "Sixty-Eight" entscheiden alle 68 Mitwirkenden selbst über Beginn und Ende ihrer Töne. Die vom Orchester und seinem Konzertmeister Rainer Honeck zu diesem Anlass mit Bedacht gewählte Herausforderung ist ein echtes Wiener Meisterwerk: Arnold Schönbergs "Verklärte Nacht" für Streichorchester. Nicht zuletzt präsentieren die Philharmoniker bei dieser außergewöhnlichen Matinee auch noch eine maßgeschneiderte Uraufführung: Der 1974 in Innsbruck geborene Johannes Maria Staud begibt sich kurz vor seiner Staatsopernpremiere mit seinem speziell für die undirigierten Philharmoniker komponierten "Streulicht2-Kunstwerk "Scattered Light" auf komplettes Neuland. Eine besondere Liebeserklärung an ein besonderes Orchester. (Wien Modern)


11.50 Uhr

 

 

(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Ge

spräch


12.10 Uhr

 

 

Eröffnungskonzert Wien Modern 2018 - Matinee live

Wiener Philharmoniker (Übertragung aus dem Großen Konzerthaussaal Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)


12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute


13.00 Uhr

 

 

Ö1 Sonntagsjournal


13.10 Uhr

 

 

gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser raffinierte Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen erlesene Hörbücher, Klassiker aus der Kabarett-Edition, Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters, Raritäten aus der Edition "Alte Musik" u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft, ein Jahresabo des Klassik-Streaming-Portals fidelio und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen Ende Jänner 2019 in einer öffentlichen Superchampions-Runde um eine Ö1 Flusskreuzfahrt für zwei Personen am Rio Douro in Portugal. Wenn Sie selber mitspielen wollen, melden Sie sich an unter: oe1.orf.at/quiz/anmeldung


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Menschenbilder

"Die letzten Zeugen" - Lucia Heilmann "Am Seil" heißt ein neues Buch von Erich Hackl, in dem er die Geschichte einer jüdischen Mutter und ihrer Tochter erzählt, die von einem Kunstschmied in Wien vor den Nazis gerettet werden. Vom November 1941 bis 1945 versteckt er die beiden in seiner Werkstatt. Es ist die Geschichte der heute 89-jährigen Lucia Heilmann, die damals mit ihrer Mutter nur knapp der Deportation entging. Als ihr Versteck nach drei Jahren durch Bombenangriffe zerstört wird, finden Lucia Heilmann und ihre Mutter Unterkunft in einem Kohlenkeller. In dieser Zeit hört das Mädchen auf zu sprechen. Das Kriegsende 1945 erlebt Lucia Heilmann wie eine Wiedergeburt. Sie holt die Schule nach, sie studiert Medizin und wird Schulärztin. Bis heute lebt Lucia Heilmann in der Wohnung ihrer Eltern in Wien. Sie besucht regelmäßig Schulen um Kinder und Jugendlichen von ihren Erlebnissen im Krieg zu erzählen. Beim Theaterprojekt "Die letzten Zeugen", das 2013 am Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde, saß auch Lucia Heilmann auf der Bühne ... Gestaltung: Heinz Janisch


14.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Oper

Das Wiener Staatsopernmagazin. Ausschnitte aus aktuellen Aufführungen der Wiener Staatsoper. Gestaltung: Michael Blees


16.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Flüstern und Sprechen Verena Rossbacher: Ich war Diener im Hause Hobbs, Roman, Kiepenheuer Witsch Verlag Gudrun Seidenauer: Was wir einander nicht erzählten, Roman, Milena Verlag Juli Zeh: Neujahr, Roman, Luchtehand Verlag Jane Gardam: Weit weg von Verona, Roman, Hanser Berlin (Übersetzung: Isabel Bogdan) Andrea Winkler: Die Frau auf meiner Schulter, Roman, Zsolnay Verlag


16.55 Uhr

 

 

Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.10 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

Dolly Parton, eine musikalische Superlative. Gestaltung: Astrid Schwarz Als "the unsinkable Dolly Parton" hat sie das Rolling Stones Magazin bereits 1980 bezeichnet. Die heute 72-Jährige ist die am meisten geehrte weibliche Countryfigur aller Zeiten. Mit 13 debütierte sie in Nashville an der Grand Ole Opry, der heiligen Halle der Countrymusik. Damit legte die aus ärmlichen Verhältnissen in Tennesse stammende Dolly Parton den Grundstein zu ihrer einzigartigen Karriere als Sängerin, Komponistin, Produzentin und Geschäftsfrau. 1999 wurde sie in die Country Hall of Fame aufgenommen und hat mit Dollywood ihren eigenen Themenpark erschaffen. Mehr als 3.000 Songs hat sie geschrieben, darunter die unverwüstlichen Hits wie "Jolene", "9 to 5"- aus dem ein Musical entstand - oder "I will always love you"- mit dem Whitney Houston 1992 einen Welterfolg landete. Mit unzähligen Größen der Country-, Pop- und Bluegrass-Szene hat sie zusammengearbeitet. Neben ihrer unverkennbar immer jungen Stimme ist es immer noch ihre Erscheinung - Wespentaille, Oberweite und blondierte Mähne, die einen prägenden Eindruck hinterlässt. Ein Blick in das Universum der Dolly Parton.


17.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Moment am Sonntag

Die kollektive Emotion Ein allgemeines Entrüsten im Netz, Public Viewing bei EM und WM, kollektives Trauern seit dem Tod von Lady Di; sich zu Hunderten, Tausenden oder Hundertausenden unter "ihresgleichen" zu fühlen, ist für mindesten so viele Menschen verlockend. Wer stachelt solche Massen-Phänomene an? Was hat der einzelne Mensch davon? Und was ist eigentlich mit der ganz persönlichen Emotion, sei es Freude oder Trauer in aller Stille, geworden? Eine junge Frau, die ihren Protest gegen eine Abschiebung direkt aus dem Flugzeug postet, wird zur Heldin rund um den Globus. Die Mittelmeerflüchtlinge, und die täglichen Meldungen über Ertrunkene hingegen erregen nur wenige. Gestaltung: Marie-Claire Messinger


18.55 Uhr

 

 

Magazin des Glücks

Von und mit Franz Schuh


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Mitten ins Hirn. Das neue Programm von Christoph Lollo. Gestaltung: Matthias Haydn; Gunkl Walter: "Herz und Hirn II". Fortsetzung der fortlaufenden Neuauflage Wie ist eigentlich die aktuelle Lage auf unserem Lieblingsplaneten Erde? Christoph Lollo haben sich das genau angeschaut und wenig Grund für gute Laune gefunden: bösartige Internetdeppen, giftige Zimmerpflanzen, ein zerstörtes Bildungssystem und verrückte Verschwörungstheorien. Aber deswegen verlieren sie sicher nicht den Humor. Sie machen lieber ein neues Album und gehen auf Tour, mit rotzfrechen Abenden, absurden Gesprächen, mit hohem Improvisationsgrad und sehr bösen, sehr lustigen Liedern. Als ewig gegensätzliches Kabarett-Yin und Yang bestechen Gerhard Walter und Gunkl in ihren Doppelconferencen als "Herz Hirn". Diese künstlerische Zweifaltigkeit sucht das Einende in aller Unterschiedlichkeit und ist nicht zuletzt deshalb hochaktuell. Auch in ihrem zweiten gemeinsamen Programm geht es darum, ob Herz oder Hirn die Weltsicht bestimmt. Oder mit den Worten der Kabarettisten gesagt: "Es kann doch nicht sein, dass man sich verliebt, ohne zu wissen in wen. Es kann doch nicht sein, dass man sich überlegt, ob ein Tor in der zweiten Halbzeit rechnerisch vor einem Tor in der ersten Halbzeit desselben Spiels gefallen sein kann. Es kann doch nicht sein, dass Trivial Pursuit zu einer Nahtoderfahrung führt. Doch, es kann sein", meinen zumindest Gunkl und Walter.


19.30 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19.33 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

mit Klaus Wienerroither. Zwischen Wohlklang und Dissonanz Clemens Sainitzer und Philipp Erasmus bilden seit 2006 das Wiener Duo "Sain Mus": An Violoncello bzw. Gitarre malen sie gemeinsam kontrastreiche, kammermusikalische Soundbilder, die durch den eigenwilligen Gebrauch der Instrumente geprägt sind. Für das neue Album, das 2019 aufgenommen werden soll, hat sich "Sain Mus" den Schlagzeuger Daniel Romstorfer ins Boot geholt. Die Klangcollagen des Duos werden nun im Trio um eine perkussive, rhythmische Dimension erweitert. Die heutige Radiosession bietet vorab klingende Kostproben.


20.15 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Manchmal muss man weggehen, um zu verstehen, woher man kommt. Der US-amerikanische Schriftsteller Richard Russo. Feature von Alfred Koch In Europa ist Richard Russo bislang nur wenig bekannt. Zu Unrecht, ist er doch ein mit allen Wassern gewaschener Erzähler, der wie kein anderer das Leben kleiner Leute in kleinen amerikanischen Städten beschreibt. 1993 erschien "Nobody's Fool", ein Roman über einen Gelegenheitsarbeiter in der fiktiven Kleinstadt Bath, der auf urkomische und ruinöse Weise versucht, sich selber treu zu bleiben. Der Roman wurde mit Paul Newman in der Hauptrolle verfilmt und machte Russo in den USA bekannt. 2002 erhielt er für "Empire Falls" (Deutsch: "Diese gottverdammten Träume") den renommierten Pulitzer- Preis. Dazwischen und danach veröffentlichte er sieben weitere, dicke Romane, Kurzgeschichtenbände und obendrein verfasste er auch noch Drehbücher: Russo ist einer der produktivsten Schriftsteller der USA. Heute lebt er in Portland im reichen US-Bundesstaat Maine, aufgewachsen ist er dagegen in der Fabriksstadt Gloversville, 200 Meilen nördlich von New York. In Gloversville wurden einst Handschuhe erzeugt, die Kleinstadt war ein Zentrum der Lederindustrie und wohlhabend, nach dem Zweiten Weltkrieg brach die Industrie jedoch ein und beschleunigte den Niedergang der Stadt. Wie viele andere verließ der Arbeitersohn Russo die Stadt, er ging aufs College nach Arizona und als erfolgreicher Schriftsteller später nach Maine - doch in seinen Romanen kehrt er immer wieder dahin zurück, bleibt das heruntergekommene Gloversville eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration und ist das unverkennbare Vorbild für die fiktiven Kleinstädte in seinen Romanen. "Es liegt eine gewisse Ironie darin", sagt Russo, "dass ich es geschafft habe und der Stadt weg bin und dennoch von ihr nicht los komme".



21.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

mit Michael Neuhauser. Brazil goes Jazz, Brazil Jazz goes Pop-Charts: Stan Getz und João Gilberto Jazz hatten alle drei nicht im Sinn, weder der Komponist und Pianist Tom Jobim noch der Sänger und Gitarrist João Gilberto, und der Textdichter Vinícius de Moraes schon gar nicht, als sie in den späten 1950er Jahren den Samba in die subtile, minimalistische Bossa Nova verwandelten. Doch nicht wenige US-amerikanische Jazzmusiker, allen voran Star-Saxofonist Stan Getz, stürzten sich bald mit Begeisterung auf diesen neuen Sound aus Brasilien und feierten Jobim und Gilberto als exotische Heilsbringer in einer Zeit, in der sich der Jazz immer mehr vom Siegeszug des Rock 'n' Roll in die Ecke gedrängt fühlte. Dutzende Bossa-Nova-Jazz-Alben entstanden in kürzester Zeit, und Getz veröffentlichte allein 1962 die Platten "Jazz Samba" und "Big Band Bossa Nova". Im November desselben Jahres waren Jobim und Gilberto gefeierte Stars eines groß angelegten Konzerts mit vielen brasilianischen Musikern in der New Yorker Carnegie Hall. Und im März 1963 nahm der frisch zum Label Verve gewechselte Produzent Creed Taylor mit Stan Getz, João Gilberto und Tom Jobim ein Album auf, um einige der besten Songs der Brasilianer mit Getz' seidenweichem Tenorsaxofonspiel zu kombinieren. Recht spontan wurde dabei die Idee geboren, auch Gilbertos Ehefrau Astrud als Sängerin für zwei der Songs zu engagieren. Und es ist wohl zu einem guten Teil ihr zu verdanken, dass das Album 1964 einen derartig umwerfenden Erfolg hatte. Die Singleauskoppelung des Songs "The Girl from Ipanema" stürmte die Charts (was am ersten Höhepunkt der Beatlemania nicht selbstverständlich war) und das Album "Getz/Gilberto" wurde für Millionen zur Einstiegsdroge sowohl für brasilianische Musik als auch für Jazz.


21.40 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Der Sultan von Assisi". Von Katharina Tiwald. Gestaltung: Michaela Frühstück


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten


22.05 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22.08 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Jet Lag All Stars Radio Show

Gedankensprünge aus dem Musterbuch des Jetlags, gesendet aus dem Ö1 Bügelzimmer im Wiener Funkhaus. Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Astrid Schwarz, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, präsentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespräche, Reportagen und Essays vom äußersten Rand der Woche. Die Jet Lag All Star Radio Show ist die Bügelfalte des Kunstsonntags.


22.55 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Rogue Acoustic (Kosmische Glass / Single Material Performance) - eine Live - Radioperformance von Timothy Didymus und Joshua Legallienne Sich in die traditionelle Kategorisierung von Musikinstrumenten als Idiophon einordnend, ist das 'Kosmische Glass' ein von Timothy Didymus neu entwickeltes Instrument in der Tradition der Glasharmonika, dem der Komponist sein Ensemble elektronischer Instrumente zur Seite stellt. 'Kosmische' wird hier in seiner Funktion als Slang-Lehnwort des britischen Englisch verwendet, was die für das deutsch-sprachige Auge ungewohnte grammatikalische oder orthografische (je nach Auswahl) Setzung des Titels erklärt. Timothy Didymus ist ein britischer Musiker, dessen Arbeit sich immer wieder um ungewöhnliche Beziehungen zwischen musikalischen Objekten und Prozessen, bei denen auch der visuelle Aspekt der Klangproduktion stets eine wichtige Rolle spielt. Single-Material Performance ist eine auf sehr fundamentaler Ebene radikale Klang-Performance. Sie produziert komplexe Klangstrukturen mit einem einzigen Gegenstand: einer großen Platte aus biologisch abbaubaren Plastik. Joshua Legallienne erforscht dabei die akustischen Qualitäten alltäglicher Materialien. Er generiert mit diesen und ohne Zuhilfenahme elektronischer Medien hochauflösende Klänge um so mit Hilfe physikalischer Phänomene und 'rohen' Materialien Momente der Intimität hervorzurufen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 3:00 Uhr Nachrichten