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06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.55 Uhr

 

 

Zwischenruf

von Pfarrer Michael Chalupka (Wien)


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Lebensweisen - Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Du holde Kunst

"Im trocknen Grase lärmen Grillenchöre". Es liest Michael Degen. Gestaltung: Klaus Gmeiner, Bearbeitung: Gudrun Hamböck Von knisternder Trockenheit und dem akustischen Spektakel des Gewitters, von der Bewusstlosigkeit der Mittagsschwüle und der Gemütsambivalenz von Regentagen ... Der Hochsommer in Gedichten von Hermann Hesse, Conrad Ferdinand Meyer, Joseph von Eichendorff, Gottfried Keller, Joachim Ringelnatz und Richard Dehmel. Dazu Musik von Karl Ditters von Dittersdorf, Leopold Mozart, Franz Schubert, Johann Joseph Beer, Gaetano Donizetti, Niccolo Paganini, Edouard Lalo und Carl Stamitz.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Gedanken

"Wozu überhaupt erinnern?" Gedanken von Friedemann Derschmidt über die Möglichkeiten eines Dialoges zwischen Nachfahren von Opfern, Tätern und Mitläufern der NS-Zeit. Gestaltung: Bernhard Eppensteiner Friedemann Derschmidt ist bildender Künstler und Filmemacher. Er lehrt und arbeitet an der Akademie der bildenden Künste Wien im Forschungslabor Film und Fernsehen. In seinen Dokumentarfilmen, Ausstellungen und seiner Forschung beschäftigt er sich mit Erinnerung und Erzählen, dem Transformieren von Erzählung zu Geschichte und Fragen des nonverbalen Weitergebens. In seinem Buch "Sag Du es deinem Kinde! - Nationalsozialismus in der eigenen Familie" setzt sich Friedemann Derschmidt mit der Frage auseinander, wie der "Geist des Vergangenen" nachwirkt und wie die nationalsozialistische Ideologie über Generationen in der Familie weitergetragen wird. Bewusst oder unbewusst. Er stellt den "rassenhygienischen Vererbungstheorien" seines Urgroßvaters, des namhaften Eugenikers Univ. Prof. Dr. Heinrich Reichel, eine "Ideologischen Vererbungslehre" gegenüber. Unter Einbeziehung aller mitbetroffenen lebenden Verwandten, versucht Derschmidt, Möglichkeiten zu finden und Methoden zu schaffen, mit den politischen Verstrickungen der eigenen Familie vor, im und nach dem Nationalsozialismus umzugehen. "Das reine Wissen ums Faktische bringt uns nicht weiter" sagt Derschmidt, "weil das Problem in der Aufarbeitung liegt, das völlige Ausblenden der Opfer. Da gibt es keinen Dialog, man begegnet den Opfern nicht". Den Dialog sucht Friedemann Derschmidt mit dem Israelischen Künstler Shimon Lev u.a. in dem Projekt " two family archives" und in der Videoarbeit "His Story". Darin erzählen Shimon Lev und Friedemann Derschmidt die Geschichte des jeweils anderen: Lev auf Hebräisch über den Nachkommen einer Großfamilie, deren Mitglieder allesamt im Nationalsozialismus engagiert waren und Derschmidt auf Deutsch von der Ermordung seiner jüdischen Familie.


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ambiente - von der Kunst des Reisens

Sommerserie: "Europäische Landschaften" Teil 3. Im Bauch Italiens. Ein kulinarisch-kultureller Streifzug durch die reichste, produktivste und landwirtschaftlich fruchtbarste Region des Landes. Von Margit Hainzl und Emil Wimmer. "Sie schmeckt, sie nährt und sie tröstet", sagt man von der gleichermaßen bodenständigen wie genialen Küche der Emilia-Romagna, die erst 1861 im Zuge der Nationalstaatbildung Italien zu einer Region zusammengefasst worden ist. Die im Osten gelegene Romagna gehörte in der Antike zum Herrschaftsgebiet Roms und war dann viele Jahrhunderte Bestandteil des zentralistisch geführten Kirchenstaates. In der "weltlich" orientierten Emilia im Westen bildeten sich in den Städten selbstständige Herzogtümer. Trotz dieser Unterschiede waren die beiden Teile durch die im Jahr 187 v. Chr. begonnene Via Emilia schon seit mehr als zwei Jahrtausenden eng miteinander verbunden. Entlang der alten Römerstraße wurden im Abstand von 20 bis 30 Kilometern - einer Distanz, die man während eines Tages zu Fuß zurücklegen konnte - auch befestigte Rastplätze angelegt, aus denen sich seit der Antike wie Perlen an einer Schnur 11 kleinere und größere Städte entwickelten: Rimini, Forli, Imola, Bologna, Modena, Reggio Emilia, Parma, Fidenza und Piacenza. Zusammen mit ihrem Umland bilden diese Zentren von Kunst, Kultur und kulinarischen Genüssen heute Italiens reichste, produktivste und landwirtschaftlich fruchtbarste Region, deren Bewohner/innen als besonders tatkräftig, klug und erfinderisch gelten. Mit Marken wie Ferrari, Maserati, Lamborghini oder Ducati wurde die Emilia-Romagna zur Geburtsstätte der italienischen Auto- und Motorradkultur. Sie ist auch Heimat bedeutender Filmemacher, wie etwa Bernardo Bertolucci und Federico Fellini; der Komponist Guiseppe Verdi, der Opernsänger Luciano Pavarotti und der Liedermacher Lucio Dalla stammen ebenfalls aus ihr. Zu den internationalen Erfolgsschlagern auf dem Gebiet der Kulinarik wurden nicht nur Parmesan und Parmaschinken, sondern auch der "aceto balsamico tradizionale" aus Modena, der als König unter den Essigen gilt. Und sogar der als süße, billige Massenware in Verruf geratene Lambrusco hat sich inzwischen zum trockenen, spritzigen Spitzenwein gemausert - engagierte Winzer/innen stellen ihn in den Hügeln südlich von Modena her. In den Wäldern von Savigno, einem kleinen Ort im Bolognesischen Apennin, wachsen dagegen die begehrten weißen Trüffel, während Tagliatelle, Tortellini und Mortadella aus der emiliano-romagnolischen Hauptstadt Bologna stammen, die nicht ohne Grund drei Beinamen hat: "La Rossa", "die Rote", heißt sie, weil die traditionell "linke" Emilia-Romagna die Wiege des italienischen Sozialismus ist, und auch weil die Häuser der Stadt aus roten Ziegeln erbaut wurden. "La Dotta", "die Gelehrte" wird sie wegen ihrer mehr als 900 Jahre alten Universität genannt, und weil Intelligenz und Wissenschaft noch immer geschätzt und hochgehalten werden. Den Beinamen "la Grassa", "die Fette" bekam Bologna, weil sie die Heimat besonders gehaltvoller kulinarischer Delikatessen ist.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Styriarte 2018 - Matinee

Concentus Musicus Wien, Dirigent: Andrés Orozco-Estrada; Arnold Schoenberg Chor; Anna Lucia Richter, Sopran; Johanna van der Deken, Mezzosopran; Johannes Chum, Tenor; Mathias Hausmann, Bass. Franz Schubert: a) Messe As-Dur D 678; b) Magnificat C-Dur D 486; c) Tantum Ergo D 962 (aufgenommen am 7. Juli in der Pfarrkirche Stainz in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger. Andrés Orozco-Estrada lässt die Tradition der Stainzer Kirchenkonzerte bei der styriarte wiederaufleben. Im Beethoven-Zyklus der Festspiele 2016 verstand er sich mit dem Concentus Musicus so gut, dass die Idee zu einem Schubertprogramm geboren wurde. Im Zentrum: Schuberts größte Messe im Originalklang seiner Zeit. "Ich habe noch die alte Idee, sie dem Kaiser oder der Kaiserin zu widmen, da ich sie für gelungen halte". Schuberts Traum ging nicht in Erfüllung. Was hätte Kaiser Franz auch mit diesem Erdbeben des Glaubens anfangen sollen? Für einen Vulkan am Dirigentenpult wie Orozco-Estrada ist es aber genau die richtige Vorlage. (styriarte)


12.15 Uhr

 

 

(anschl.) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräc

h


12.35 Uhr

 

 

Musik von ...


12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute


13.00 Uhr

 

 

Ö1 Sonntagsjournal


13.10 Uhr

 

 

Tolle Titel - starke Stücke

Präsentation: Gerhard Hafner.


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Menschenbilder

Der Blues-Musiker Hans Theessink In seinem Geburtsort Enschede in Holland hörte er als Kind Big Bill Broonzy und Leadbelly im Radio - und der Blues ließ ihn nicht mehr los. Anfang der 1960er Jahre brachte er sich selbst das Gitarre spielen bei. 1970 erschien mit "Next morning at sunrise" seine erste eigene Aufnahme. Seit vielen Jahren lebt Hans Theessink in Österreich. Seinen 70. Geburtstag feierte er heuer mit mehreren Konzerten, bei denen er mit Freunden und Weggefährten auf der Bühne stand. Nach mehr als 50 Jahren "on the road" ist Hans Theessink längst eine Institution in Sachen Rootsmusik. Seine gefühlvollen Interpretationen des "Solo Acoustic Blues" sind zu seinem Markenzeichen geworden, mit seiner sonoren Stimme und seinem unverkennbarem Gitarrenstil ist er weltweit gefragt. Seine Tourneen führen ihn durch Europa, Nord-Amerika, Asien und Australien. In den USA ist er als einziger Europäer immer wieder bei den größten Blues-, Roots-, Jazz- und Folkfestivals vertreten. Hans Theessink liebt die Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern, so sind etwa auf seiner CD "Slow Train" auch Musiker und Sänger aus Afrika zu hören. Wenige Tage vor seinem Tod schenkte Georg Danzer Hans Theessink seine Lieblingsgitarre mit der Bitte, er solle gut auf sein "Baby" aufpassen.... Ein "Menschenbild" über die Liebe zum Blues. Gestaltung: Heinz Janisch


14.55 Uhr

 

 

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15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Oper

Der Inbegriff des deutschen Baritons: Erinnerungen an Hermann Prey Ausschnitte aus Werken von Gioachino Rossini, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner, Ruggero Leoncavallo, Richard Strauss, u.a. Gestaltung: Michael Blees Mit seinem unverkennbaren Timbre, der Eleganz seines Vortrags und der natürlichen Musikalität, mit der er sich höchst unterschiedlichen musikalischen Bereichen angenähert hat, galt er als der Inbegriff des deutschen Baritons: der vor 20 Jahren verstorbene Hermann Prey. Die Fach-Kritik hat zwar die Nase gerümpft, wenn der Bariton sich auch dem Unterhaltenden mit Operette und Volkslied gewidmet hat, wenn er gar in Fernsehshows aufgetreten ist, einer außergewöhnlichen Opernkarriere hat dies aber nicht geschadet: bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen ist Hermann Prey gefeiert worden, genauso wie an der Bayerischen Staatsoper, in Berlin, Hamburg, Wien, London, Mailand und an der Metropolitan Opera von New York.


16.00 Uhr

 

 

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

von Jaroslav Hasek. Es liest Wolfram Berger.


16.55 Uhr

 

 

Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.10 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

Aktuelles von Diknu Schneeberger und Nikola Zaric. Gestaltung: Maria Reininger Esprit der Geschwindigkeit und Ruhe. Es sind zwei exzellente Einspielungen dieses Jahres, die wie kaum andere an warmen Sommerabenden zu genießen sind: Das ist einmal die neue CD des Sintijazzers Diknu Schneeberger, der mit 28 nun definitiv dem Wunderkindalter entwachsen ist. Eine CD mit großteils eigenen Kompositionen. Diknu Schneeberger hat seine Gitarrenvirtuosität, die Prägnanz und Swing vereint, im Keller am Wiener Bisamberg perfektioniert - dort, wo er dem Papa, dem Heurigenmusiker und Bassisten Joschi Schneeberger immer stundenlang lang zuhören konnte. Auch die Highlights seiner frühen Musikerzeiten werden zu hören sein. Die andere ist die CD des in Österreich beheimateten Akkordeonisten Nikola Zaric und des Geigers Efe Turumtay mit ihren tschechischen Kollegen Tomas Liska am Bass, dem Gitarristen David Doruzka und dem Drummer Kamil Slezak. Eine CD, die nicht einfach mischt, sondern entfaltet, und einen Hauch türkischer Poesie hier zuhause sein lässt. Efe Turumtays Gesang über eine Schöne im Garten ist beeindruckend.


17.55 Uhr

 

 

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18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Moment am Sonntag

Harte Schale für den wichtigsten Körperteil. Das Hightech-Produkt Helm Fast jeder hat schon einmal Helm getragen oder tut es regelmäßig: im Beruf, beim Sport, auf dem Arbeitsweg. Kopfschutz ist ein Hightech-Produkt, bei dem niemand Kompromisse machen will. Darüber wachen Normen und Prüfer. Helme werden immer ausgeklügelter, leichter und stoßdämpfender - auf der Skipiste ebenso wie auf dem American-Football-Feld. Auch die gesellschaftliche Akzeptanz wächst. Während vor dreißig Jahren wenige Skifahrer einen Helm trugen, tun sie es heute zu fast hundert Prozent. Wie Helme gebaut, getestet und getragen werden. Gestaltung: Xaver Forthuber und Johanna Steiner


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Musik und Satire. Eine mit roten Fäden zu acht Folgen gebündelte "Contra"-Serie. Folge 3: Immer online - Lieder aus dem digitalen Dickicht, u.a. mit Christoph Lollo, Tilman Birr und dem Trio Lepschi. Gestaltung: Peter Blau "Contra" steht im Juli und August ganz im Zeichen des vertonten Humors und der verdichteten Satire. Fernab einer historischen Aufarbeitung des Genres und zwangsläufig ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit werden gesellschaftskritische und politsatirische, poetische und pointierte, zu Hirn und zu Herzen gehende und besonders gehaltvoll gewitzte Lieder und Chansons zu hören sein, die auf den Konzert-, Kabarett- und Kleinkunstbühnen im deutschsprachigen Raum gesungen und gespielt werden. Peter Blau verknüpft die ausgewählten Titel der KabarettistInnen und LiedermacherInnen mit zum Teil unerwarteten roten Fäden zu acht abwechslungsreichen Kapiteln. In der heutigen dritten Folge dreht sich alles um die Auswirkungen von Internet und Facebook. "Christoph Lollo" beklagen das Abhandenkommen offener Fragen, Rainald Grebe steuert mit Volldampf in eine Nebelwand, das "Trio Lepschi" verlagert sich zwischenmenschlich in den Chatroom, Lukas Resetarits singt eine Hymne auf sein Handy, Tilman Birr besucht den virtuellen Mob und Kurt Sobotka besingt einen Hassposter der 1960er Jahre. Auf der von bunter Bandbreite geprägten, langen Liste der in dieser "Contra"-Sommerserie vertretenen Künstlerinnen und Künstler finden sich weiters Josef Hader, Pigor Eichhorn, Dota, Georg Ringsgwandl, Alfred Dorfer, Sebastian Krämer, Georg Breinschmid, Andreas Rebers, Ernst Molden, Funny van Dannen, Christof Spörk, Heli Deinboek, Martin Spengler, Uta Köbernick, Leo Lukas, die Strottern, Thomas Stipsits, Radeschnig u.v.a.


19.30 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19.33 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession mit Helmut Jasbar. The Horns Are Back! Durch seinen Vater, den legendären, 2014 verstorbenen Teddy Ehrenreich, ist Alexander Ehrenreich schon früh mit der Welt der Bigbands in Berührung gekommen. Der Saxofonist, Arrangeur und Bandleader hat das Vermächtnis des Vaters nicht als Museumshüter übernommen, sondern sich eine hervorstechende Eigenschaft Teddy Ehrenreichs zu eigen gemacht: Neugierde und spielerische Eroberung neuer musikalischer Territorien. Möge das legendäre Studio 2 im Wiener Funkhaus unter dem geballten Schmettern der 16-köpfigen Alexander Ehrenreich Bigband erzittern!


20.15 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Jazz in Worten. ruth weiss, die "Göttin der Beat-Generation". Feature von Judith Brandner Aus Protest gegen die deutsche Sprache schreibt sie ihren Namen klein: ruth weiss, geboren 1928 in Berlin als Kind österreichischer Juden, 1933 Rückübersiedlung nach Wien, 1938 traumatische Flucht in die USA. In den 60er Jahren lernt sie in Kalifornien Jack Kerouac und Allen Ginsberg kennen und wird zur "wahrscheinlich einzigen Frau, die die Beat-Literaten als vollwertiges Mitglied akzeptierten". Wenn ruth weiss mit heiser-rauchiger Stimme ihre Texte vorträgt, klingt es wie Musik, wird ihre Stimme zum Instrument. "Ich spreche leise, ich spreche laut, ich mache Geräusche ... es kommt einfach über mich", sagt ruth weiss. Ihre Auftritte gemeinsam mit Musikern in den Jazzkellern San Franciscos sind Legende. "Wie niemand sonst in Amerika", meinte einmal ein Kritiker, "vermag ruth weiss den Rhythmus des Jazz mit dem Versmaß der Poesie in Einklang zu bringen". Seit 1998 ist die Künstlerin bereits mehrere Male nach Wien zurückgekehrt. Unter anderem hat sie an der Schule für Dichtung unterrichtet, ist in diversen Jazzclubs sowie im RadioKulturhaus aufgetreten.



21.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Ö1 Kunstsonntag: Milestones mit Michael Neuhauser. Fake Jazz until you make Jazz Schon im Bandnamen der 1978 von Saxofonist John Lurie und dessen Klavier spielendem Bruder Evan gegründeten "Lounge Lizards" lag viel Ironie, denn der dahinter stehende Slang-Ausdruck steht für Lounge-Musiker von minderer Originalität und Qualität sowie schick gekleidete Dandys, deren Hauptanliegen es ist, reiche Frauen zu bezirzen. Tatsächlich stellten sich John und Evan Lurie sowie Gitarrist Arto Lindsay, Bassist Steve Piccolo und Perkussionist Anton Fier denn auch mit Anzug und Krawatte auf die Bühne und starteten mit Musik, die John Lurie selbst einmal als "Fake Jazz" bezeichnete: ein auf Bebop-Klischees aufbauender Eklektizismus mit Punk-Attitüde und anarchischer Note. Doch trotz ihrer ironischen Annäherung an den Jazz wurde schon beim schlicht "The Lounge Lizards" betitelten Debütalbum von 1981 klar, dass weit mehr in ihnen steckte, als die Musiker in ihrer Koketterie vermuten ließen. John Lurie selbst bestach als feinfühliger Melodiker und einfallsreicher Komponist, und die irritierenden, zeitweiligen "Noise"-Passagen von Arto Lindsays E-Gitarre fügten sich letztlich schlüssig in dieses fragile Musikgebäude, das die Zeitschrift "Rolling Stone" augenzwinkernd beschrieb als "rekonstruierter Jazz von jemandem, der selten Jazz hört". Dass sich auf der Platte neben John Luries eigenen Kompositionen auch der Klassiker "Harlem Nocturne" sowie zwei Songs von Thelonious Monk fanden, durfte vielleicht - ganz postmodern - als Ehrerbietung und Respektlosigkeit zugleich verstanden werden. Das erste Album der "Lounge Lizards" ließ und lässt sich als ein bewusstes Spiel mit - ironisch gebrochenen - Klischees und Codes sowie mit etablierten Hörgewohnheiten interpretieren, die sich in erfrischender Weise auf die Probe gestellt sehen. Es schlägt eine Brücke zwischen Jazz und Rockmusik und darf inzwischen - nach beinahe vier Dekaden - durchaus den Status eines Klassikers beanspruchen.


21.40 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Weil: In Zeiten wie diesen". Von Stephanie Stummer. Es liest Gerda Lischka. Gestaltung: Daniela Wagner. Als Frau lebt man "in Zeiten wie diesen" gefährlich. Frau sollte am Abend nie allein von der Bar zu ihrem Auto gehen, sie soll auf keinen Fall mit Fremden mitfahren und sie soll ihre Schlüssel oder besser noch den Pfefferspray immer bereithalten. Diese und mehr Ratschläge bläuen die Polizisten beim Selbstverteidigungskurs den Teilnehmerinnen ein. Denn: Frauen sind mehr denn je Opfer von Gewalt. Doch damit will sich die Protagonistin der Geschichte "Weil: In Zeiten wie diesen" nicht zufrieden geben. Sie hat noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Ganz im Gegenteil. Oft wurde sie von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen geradezu überrascht. "Weil: In Zeiten wie diesen" ist ein Manuskript der in Kirchdorf an der Krems/ Oberösterreich aufgewachsenen Autorin Stephanie Stummer. Stummer, Jahrgang 1989, arbeitet zur Zeit als Sekretärin im Klinikum Wels. Abgesehen von gelegentlichen Rezensionen im Musikbereich, bisher keinerlei Veröffentlichungen. Ihr Text "Weil: In Zeiten wie diesen" war unter den Einreichungen beim vergangenen Ö1 Literaturwettbewerb "aber sicher!".


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten


22.05 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22.08 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

20 Jahre rhiz. Peter Rantasa und Herbert Molin legen ihre Lieblingsplatten auf. Gestaltung: Astrid Schwarz Die Wiener "bar modern" in den Gürtelbögen ist seit 20 Jahren ein Treffpunkt für die elektronische Avantgarde. Der Name rhiz ist vom Deleuze/Guattari'schen Mem gegen Hierarchien abgeleitet und bezeichnet eine Wurzel, die sich im Untergrund zu verbreiten sucht. Gemäß dieser Vorstellung haben die Gründer Peter Rantasa und Herbert Molin mit kontinuierlicher Arbeit und Pflege der lokalen wie auch internationalen Szenen das rhiz als eine Art Hafen für diese Szene etabliert. In diesem Zeit-Ton extended blicken sie zurück und präsentieren eine Auswahl an Platten, die die Geschichte des rhiz geprägt haben.


22.55 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

School of Radio - ein Abend für John Cage in San Marino Im März 2018 fand als Auftakt der School of Radio in San Marino ein zweitägiges Symposium mit Workshops, Vorträgen und Live-Performances statt, das von USMA Radio der Universität San Marino organisiert wurde. Geehrt wurde auch John Cage mit einem Performance Abend. Für Radiokunst - Kunstradio entsteht eine radiophone Zusammenschau.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 3:00 Uhr Nachrichten