Jetzt läuft auf Ö1:

Punkt eins

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06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.55 Uhr

 

 

Zwischenruf

von Superintendent Olivier Dantine (Innsbruck).


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

U. a. mit dem Beitrag: "Bittbriefe an Allmächtige" - Julian Schutting und sein Verhältnis zum Religiösen - zum 80. Geburtstag des österreichischen Schriftstellers. - Gestaltung: Cornelius Hell Julian Schutting hat immer wieder auf religiöse Sprache zurückgegriffen; im Gedicht "Bittbriefe an Allmächtige" mischt er die Formeln politischer Petitionen mit denen kirchlicher Fürbitten und Litaneien, sodass sie sich gegenseitig relativieren. "Buñuel in Dankbarkeit" ist eine provozierende Kette surrealer religiöser Bilder in dem vor mehr als drei Jahrzehnten erschienenen Prosaband "Sistiana" überschrieben, der damals für viele eine poetische Befreiung von erdrückendem Glaubensernst darstellte. In dem 2004 erschienenen Band "Nachtseitiges" werden kirchliche Ansprüche beim Wort genommen, etwa im Vorschlag einer "Bußzeremonie zur misslungenen Prüfung des ersten Stellvertreters", in der der Papst alljährlich die Verleugnung Jesu durch Petrus rituell wiederholen müsste, oder in der fiktiven Zeitungsmeldung, Bischöfe würden eigenhändig behinderte Kinder pflegen. Pervertierungen kirchlicher Moral werden durch Übertreibung auf den Punkt gebracht, etwa wenn einem Theologieprofessor die Aussage in den Mund gelegt wird: "Die katholische Kirche könne im Falle von Vergewaltigungen die Verwendung von Kondomen tolerieren!" Dennoch stellt Schutting fest: "Und noch immer vermag mich zu erschüttern das der sogenannten Wandlung folgende Einbekenntnis: 'Mysterium fidei' - verwandt dem Glaubensbekenntnis der Liebe. Und dass einzig 'uns' ein Gott zuteil geworden ist, als ein hilfloses Kind geboren!" (Wiederholung vom 20.10.2012)


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Du holde Kunst

"Wie Blätter fallen draußen alle Tage" Joseph Lorenz liest Herbstgedichte. Gestaltung: Edith Vukan und Beate Linke-Fischer. Von der Kostbarkeit der raren Sonnenstunden, vom Vergolden und Entfärben, der Milde des Vergehens und dem Wandel als dem einzig Ewigen. Gedichte über den Herbst von Theodor Fontane, Ernst Schönwiese, Friedrich Karl von Gerok, Georg Trakl, Friedrich Hebbel, Klabund, Hermann Hesse, Gerrit Engelke, Christian Morgenstern und Nikolaus Lenau. Mit Musik von Domenico Cimarosa, Franz Schubert, Antonin Dvorak, Frédéric Chopin, Reinhold Glière, Sergej Rachmaninow und Gabriel Pierné.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Gedanken

Gestaltung: Peter Blau Schauspielerin Adele Neuhauser über die von Licht und Schatten kontrastreich gezeichneten Kurven und Kehren, Krisen und Kreuzungen auf ihrem bisherigen Lebensweg. Anlässlich des Erscheinens ihrer Autobiografie "Ich war mein größter Feind" (Brandstätter Verlag, Lesungs-Termine s.u.) macht sich Adele Neuhauser rückblickende und zukunftsweisende Gedanken über die Lehren ihres von Licht und Schatten kontrastreich geprägten Lebens. Die emotionalen Amplituden in Adele Neuhausers Leben sind beeindruckend. Ihr immer wieder gefährlich gewundener Lebensweg ist gezeichnet von glücklichen Fügungen und mutigen Entscheidungen, aber auch von schweren Krisen und tragischen Schicksalsschlägen. Eine wichtige Rolle spielt bei immer das Gehen - in seinen vielen Formen: Pläne, die aufgehen, Schmerzen, die vergehen, und Wünsche, die untergehen. Wann muss man sich gehen lassen - und was lässt man sich durchgehen? Und schlussendlich die Gewissheit: Es muss ja immer irgendwie weitergehen. Und einer geht noch immer. Adele Neuhauser startete ihre Karriere als Schauspielerin in Deutschland. In Regensburg erregte sie vor allem im "Faust" als weiblicher Mephisto (1999) und als "Medea" (2000) Aufsehen. TV-Popularität erlangte sie ab 2005 als resolute Amateur-Detektivin Julie Zirbner in der ORF-Serie "Vier Frauen und ein Todesfall" und - seit 2010 - als Ermittlerin Bibi Fellner an der Seite von Harald Krassnitzer im Wiener Tatort. Ihre darstellerische Versatilität wird sie auch in nächster Zeit im Fernsehen wieder unter Beweis stellen: In einem zweiteiligen Doku-Drama über das Leben Bertolt Brechts verkörpert sie dessen Ehefrau Helene Weigel. In der Komödie "Venus im vierten Haus" spielt sie indes eine gestresste Geschiedene, die in einem Wildnis-Survival-Camp ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen versucht.


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ambiente - von der Kunst des Reisens

Landesvilla und WC-Dekor. Jugendstil in Bad Hall. Eine Entdeckung von Winfried Schneider; Holzkirchen in den Karpaten: Ein Schatz der Westukraine. Von Brigitte Voykowitsch; Zwischen dem roten Fels und dem Meer. Ein griechisches Dorf entdeckt das Klettern. Von Johanna Tirnthal Redaktion: Ursula Burkert Bad Hall im Traunviertel in Oberösterreich mag weniger bekannt sein als andere Kurorte. Zu bieten hat die hübsche kleine Stadt dennoch so manches. Besonders in den Jahren nach 1900 erlebte der Kulturtourismus in Bad Hall eine Blütezeit. Bis heute erinnern zahlreiche Villen und Zweckbauten aus der Spätphase des Jugendstils an die ausgeprägte bürgerliche Baukultur jener Jahre. Den berühmtesten Jugendstilbau von Oberösterreich hat Mauriz Balzarek, ein Schüler Otto Wagners, in Bad Hall realisiert. Charakteristisch für das Karpatengebiet der Westukraine sind die Holzkirchen. Manche von ihnen haben politische und andere Turbulenzen der Jahrhunderte fast unbeschadet überlebt und beeindrucken bis heute mit ihren reichen Malereien und Schnitzereien. Engagierten Liebhabern ist es zu verdanken, dass einige Kirchen nun saniert und die Malereien aufgefrischt werden. Denn sowohl architektonisch als auch künstlerisch zählen sie zu den besonderen Schätzen der Region. Zwischen dem roten Fels und dem Meer. Ein griechisches Dorf entdeckt das Klettern. Leonidio ist ein Dorf auf dem südlichsten Zipfel des Peloponnes. Hunderte Meter hohe Felswände aus rotem, gelbem und grauem Kalkstein begrenzen dort ein idyllisches Tal. Nur wenige Kilometer vom Meer entfernt liegen Oliven- und Orangenhaine, Plantagen von Tomaten und Auberginen und das weiße Dorf mit seinen kleinen Kirchen und steilen Gassen. Hinter dem Dorf verengt sich das Tal. Eine kurvenreichenreiche Straße führt hoch in ein Bergmassiv, auf dessen anderer Seite Sparta liegt. Über Jahrhunderte waren die vielen Felswände eher Hindernis als Bereicherung und nur da interessant, wo in die Höhlen Klöster gebaut werden konnten. Mit dem nahen Strand war Leonidio ein beliebter Sommerurlaubsort für Griechen. Im Winter hingegen war es "fast tot", sagt die junge Architektin Eleni Danesi, die ihr Heimatdorf zum Studieren verlassen hat. Seit 2013 verändert sich das grundlegend und Eleni fand einen Grund, zurückzukehren: Kletterer aus aller Welt haben die Felswände von Leonidio entdeckt und sind begeistert. So viel unberührter, gut zugänglicher Fels ist in Europa heute eine absolute Seltenheit geworden.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Matinee

Wiener Symphoniker, Dirigent: Andrés Orozco-Estrada; Lilya Zilberstein, Klavier. Richard Strauss: a) "Don Juan", Tondichtung für großes Orchester op. 20; b) Burleske für Klavier und Orchester d-Moll; c) "Macbeth", Tondichtung nach Shakespeares Drama für großes Orchester op. 23; d) Suite aus der Oper "Der Rosenkavalier" op. 59 (aufgenommen am 1. Oktober im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound) Das erste Konzert der Saison 2017-18 im Musikverein widmen die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada dem frühen Werk Richard Strauss?. Mit der Tondichtung Don Juan gelang dem Komponisten die Etablierung der Gattung, sowie die musikalische Loslösung von seinen Vorgängern. Diese Entwicklung beginnt schon mit der Burleske für Klavier und Orchester, die die Pianistin Lilya Zilberstein interpretieren wird. Noch vor dem Don Juan entsteht der Macbeth, der als die erste symphonische Dichtung Strauss? gilt. Die Tondichtungen sind wichtige Wegbereiter zu seinen späteren Opern, von deren Material Richard Strauss einiges für die Aufführung im Konzertsaal symphonisch bearbeitete. So beispielsweise die Suite aus der Oper Der Rosenkavalier, die 1945 34 Jahre nach der Uraufführung der Oper entstand. (Wiener Symphoniker)


11.50 Uhr

 

 

Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

Markus Poschner im Gespräch mit Gernot Zimmermann Er ist der neue Chefdirigent des Brucknerorchesters in Linz und hat soeben mit seiner Einstandspremiere "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss einen großen Erfolg gelandet. Markus Poschner spricht über seine nächsten Projekte.


12.10 Uhr

 

 

Matinee

Wiener Symphoniker, Dirigent: Andrés Orozco-Estrada. (aufgenommen am 1. Oktober im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)


12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute


13.00 Uhr

 

 

Ö1 Sonntagsjournal


13.10 Uhr

 

 

gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser raffinierte Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 ? erspielt werden. Zur Auswahl stehen Klassiker aus der Kabarett-Edition, erlesene Hörbücher, Raritäten aus der Edition "Alte Musik", Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen in einer öffentlichen Superchampions-Runde Ende Jänner um eine Portugal-Reise für zwei Personen. Unter dem Motto "A Alma De Lisboa" kann man auf dieser einwöchigen Kultur- und Genussreise die portugiesische Seele entdecken. Wenn Sie selber mitspielen wollen, senden Sie ein mail an gehoert.gewusst@orf.at.


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Menschenbilder

"Von Beruf Bronner" - Gerhard Bronner. Eine Erinnerung Gestaltung: Heinz Janisch Vor 95 Jahren - am 23.Oktober 1922 - wurde Gerhard Bronner geboren. "Von Beruf Bronner", so hat sich der vielseitige Künstler einmal selbst charakterisiert. Er war Autor, Textdichter, Librettist, Musiker, Pianist, Komponist, Sänger, Darsteller, Kabarettist, Nachtlokalbesitzer, Plattenproduzent, Studiobesitzer, Theaterdirektor ... In Wien-Favoriten aufgewachsen - als Sohn einer Näherin und eines Tapezierers - lernte er früh Klavier spielen. Sein erster Beruf war Schaufensterdekorateur in Favoriten. 1938 emigrierte er und überlebte als einziger seiner Familie. Er arbeitete in Palästina auf einer Zitrus-Plantage - und er leitete die Musikabteilung einer Radiostation. 1948 kehrte er nach Wien zurück, er werkte beim Sender Rot-Weiß-Rot, schrieb Filmmusik, leitete mehrere Bühnen und verfasste legendäre Programme wie "Dachl überm Kopf", "Hackl vorm Kreuz" u.v.m. Unvergessene Lieder entstanden: "Der Wilde mit seiner Maschin", "Der g'schupfte Ferdl", "Der Papa wird's schon richten". Gerhard Bronner machte Sendungen für den Rundfunk und fürs Fernsehen - vom "Zeitventil" bis zur "Großen Glocke", vom "Guglhupf" bis zu "Schlager für Fortgeschrittene". 1988 übersiedelte er nach Florida. 1993 holten ihn Freunde zurück. In den letzten Jahren pendelte er zwischen Österreich und Amerika. Am 19. Jänner 2007 ist Gerhard Bronner an den Folgen eines Schlaganfalls in Wien verstorben.


14.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Oper

Bariton mit Schmelz und Höhenstrahl: Wolfgang Brendel Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Albert Lortzing, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Peter Iljitsch Tschaikowsky, Richard Wagner, u.a. Gestaltung: Michael Blees In München ist Wolfgang Brendel vor 70 Jahren auf die Welt gekommen und das Opernhaus seiner Heimatstadt, die Bayerische Staatsoper, war auch über lange Jahre hinweg seine künstlerische Heimat. Mit seinem geschmeidigen, elegant geführten Bariton, der über lyrischen Schmelz, genauso aber auch über dramatische Kraft verfügte, hat man ihn als besonderen Publikumsliebling dieser Bühne in Partien von Mozart bis Richard Strauss gefeiert. Vom eher lyrischen Fach hat sich Wolfgang Brendel im Verlauf seiner Karriere - mit Auftritten in aller Welt von Mailand bis New York, Paris bis Tokyo, London bis Lissabon, Wien bis San Francisco - bis in die dramatischen Regionen eines Fliegenden Holländers und Hans Sachs vorgearbeitet; und letztgenannte Partie hat auch seinen Rückzug von der Bühne Anfang der 2010er Jahre markiert. Seither ist er an der Indiana University in Bloomington als Gesangs-Pädagoge tätig.


16.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Nicole Dietrich "Nichts ist lächerlicher, als sich Figuren auszudenken!" Ein Gespräch mit Julian Schutting (80. Geburtstag am 25. Oktober) Traumsicher in der Sprache Anna Baar: Als ob sie träumend gingen, Roman, Wallstein Verlag Florjan Lipu?: Seelenruhig, Jung Jung Verlag (Übersetzung: Johann Strutz) Der lyrische Salon Jan Wagner, Tristan Marquardt: Unmögliche Liebe. Die Kunst des Minnesangs in neuen Übertragungen, Hanser Verlag Jugendbuch des Monats


16.55 Uhr

 

 

Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.10 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

Freunde selbstgemachter Unterhaltung - das Plattenlabel Gutfeeling ignoriert Genregrenzen. Gestaltung: Astrid Schwarz Der Amateur ist nicht unbedingt ein Dilettant, sondern im Wortsinn jemand, der etwas aus Liebe tut und nicht des Geldes wegen. In diesem Sinne sind alle Musiker/innen des Münchner Labels Gutfeeling Amateure. Auch wenn sie in anderen musikalischen Zusammenhängen hochprofessionell (aber mit ebenso viel Liebe) Jazz, Pop oder Theater-, Film- und Fernsehmusik machen. Musikalische Genregrenzen kennt Gutfeeling keine, denn wer in seiner Jugend Punk war, für den sollten Grenzen vor allem zum Einreißen da sein. Wenn also Ex-Punks eine Blasmusikkapelle gründen, dann vor allem, um Landler mit dem Geist des Rock 'n' Roll zu infizieren und Hank Williams-Songs mit Neuer Deutsche Welle. Und wenn elektronische Popmusiker und studierte Jazzer eine Hochzeitskapelle bilden, dann um Sun Ra, Françoise Hardy oder Lee "Scratch" Perry in "folkloristisch-elegischen Rumpeljazz" zu übersetzen. Wer auf Gutfeeling veröffentlicht, der macht Punk, Funk, Latin oder Hobo-Blues, Ska, Calypso, Gypsy-Jazz oder was auch immer - aber alles im Geist des Rock 'n' Roll. Mit dem kommt auch wieder der Dilettantismus ins Spiel, oder wie man in Bayern sagt: Scheiß da nix, dann feit da nix.


17.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Moment am Sonntag

"Lärm ist das Geräusch der anderen". Gestaltung: Xaver Forthuber, Elisabeth Stecker, Andreas Maurer und Alois Schörghuber Dieses Zitat von Kurt Tucholsky beschreibt treffend die Situation zwischen Erzeuger und Empfänger von Lärm. Baulärm, Verkehrslärm, Krach und viele andere Alltagsgeräusche dringen ständig ins Ohr. Man hat das Gefühl, die Welt wird immer lauter. Vom enervierenden Rattern eines Presslufthammers bis zum Aufheulen von Rasenmäher-Motoren reicht die Palette der Lärmbelästigung. Wie viel Lärm vertragen wir und wie viel davon ist eigentlich gar nicht notwendig?


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Contra - Kabarett und Kleinkunst

"AMEN" - Das neue Programm von Andreas Rebers. Gestaltung: Doris Glaser "Immer ICH" - Das neue Solo von Clemens Maria Schreiner. Gestaltung: Peter Blau Nach "Predigt erledigt" und "Rebers muss man mögen", bildet "Amen" nun den vorläufigen Abschluss der Reber'schen Trilogie über die wichtigsten Lebensfragen. Als streitbarer Geist in der Rolle des Reverend Rebers wird sich der deutsche Kabarettist in gewohnter Weise gegen Dogmen, Dummheit und politische Manipulation zur Wehr setzt und die Dinge benennen, die eigentlich niemand hören will. "Bevor ich überhört werde - werde ich lieber falsch verstanden!" sagt Rebers und stellt sich u.a. auch die Lieblingsfrage der Deutschen: Wer ist schuld? Dazu gibt es tanzbare Kapitalismus Kritik mit Frau Flüchtling, Frau Hammer und Gästen aus längst vergangenen Zeiten. Gerade im eigenen Leben hat man es oft selbst am schwersten. Wer erwischt im Stau die langsamste Spur? Wer beißt auf den einzigen Kirschkern im Kuchen? Wer muss schon wieder den Regenwald retten? Immer ich.


19.30 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19.33 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession mit Ines Reiger. Kammermusikalische Trialoge: Hermann Linecker, Herb Berger und Alex Meik. Trifft der quirlige oberösterreichische Pianist Hermann Linecker auf den nicht minder melodiegelenkigen Saxofonisten, Flötisten und Mundharmonika spielenden Salzburger Herb Berger, sprühen nicht nur musikalische Funken. Beinahe mit jedem Ton wird die Spielfreude eloquent und humorvoll spürbar. Kammermusikalisch unterstützt wird das dynamische Duo durch den Bassisten Alex Meik. In Lineckers und Bergers Kompositionen sowie Bearbeitungen diverser Jazzstandards beweist das Trio, dem sich Gastgeberin und Sängerin Ines Reiger dann und wann beigesellen wird, dass "Time" nicht unbedingt nur Sache des Schlagzeugs sein muss.


20.15 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

In deinem Brustkorb steht das Gras schon bis zum Himmel. Der schwedische Schriftsteller Steve Sem-Sandberg. Feature von Alfred Koch Der Schwede Steve Sem-Sandberg schreibt keine Bücher, die man zum Vergnügen liest. "Über unterhaltsame Dinge kann jeder schreiben", sagt der Schriftsteller, der sich in seinen Büchern lieber mit der dunklen Seite der Geschichte beschäftigt. 2011 erschien sein Roman "Die Elenden von Lodz", ein Buch über das zweitgrößte jüdische Getto in Polen während der Nazi-Zeit. Ein monumentales 700 Seiten-Epos, halb Dokumentation, halb literarische Fiktion, das international für Aufsehen sorgte und als virtuoses Meisterwerk gepriesen wurde. Mit der Präzision eines Historikers und den Freiheiten eines Schriftstellers, so befand die Kritik, gelingt es Sem-Sandberg, sich in Opfer und Täter gleichermaßen hineinzudenken und so einer Zeit, über die schon alles gesagt schien, neue Dimensionen abzugewinnen. Der Roman "Die Elenden von Lodz", an dem Sem-Sandberg sieben Jahre lang schrieb, entstand in Wien, wo der Schwede seit vielen Jahren lebt. Dort spielt auch sein bislang letzter Roman, "Die Erwählten", in dem er die Verbrechen der Nationalsozialisten an Kindern in der Heil- und Pflegeanstalt "Am Steinhof" beschreibt. Ein kompromissloses, minutiös recherchiertes und schonungsloses Buch über kranke und behinderte Kinder, die in den Pavillons "am Spiegelgrund" von Ärzten und Krankenschwestern getötet, sadistisch erniedrigt und schmerzhaften Torturen ausgesetzt wurden. Auch in diesem Roman versetzt sich Sem-Sandberg nicht nur in Opfer, in die gequälten Kinder, die sich in einer ausweglosen Situation in Fantasien hinein zu retten versuchen, sondern er denkt sich mit gleicher Empathie in die Täter hinein. Wie konnten sie das tun, was sie taten?



21.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Ö1 Kunstsonntag: Milestones mit Gerhard Graml. "Genius of Modern Music": Das Frühwerk von Thelonious Monk. Im Zentrum dieser Sendung mit Gerhard Graml stehen die ersten Aufnahmen des Pianisten Thelonious Monk, der im Oktober 2017 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Sie wurden ab dem Jahr 1947 von Blue Note als Singles veröffentlicht und erschienen später gesammelt auf den beiden Langspielplatten "Genius of Modern Music" Vol. 1 und Vol. 2. Sie sollten den Pianisten als Bandleader und sein Talent als Komponist originärer Stücke einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Trotz des eher bescheidenen kommerziellen Erfolges kann man die Bedeutung dieser ersten Monk-Aufnahmen nicht hoch genug einschätzen. Obwohl sie ganz am Anfang seiner Diskografie stehen, findet sich darin bereits der Schlüssel zum Werk des Pianisten: die ironische Abstraktion seiner Melodien, die seltsame, sparsame Anmut seiner Improvisationen und der unerhörte musikalische Einfallsreichtum des Komponisten, der das neue musikalische Territorium im Single-Format innerhalb einer Spieldauer von ca. drei Minuten abstecken musste. Ab diesem Zeitpunkt sollte die Landkarte des Jazz neu gezeichnet werden, viele der frühen Eigenkompositionen Thelonious Monks wie etwa "Round About Midnight" oder "Well, You Needn't" wurden zu Standards und zählen zu den meistgespielten Jazzstücken.


21.40 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Nachtfahrt". Von Julian Schutting. Es liest: der Autor. Gestaltung: Edith-Ulla Gasser "Er" und "Sie" lernen einander nächtens kennen, nebeneinander in einem Zugkorridor vor den Abteilen stehend. Schwärmend und wortreich betrachten beide den Mond durchs Fenster, während der Zug durch die Landschaft eilt. Für beide fühlt es sich an, als wäre man einander schon ewig so nahe, und während man diese Nähe schwelgerisch genießt, fürchtet man bereits den Abschied. Julian Schutting liest selbst sowohl Mann als auch Frau in diesem ebenso sentimentalen wie ironischen Radiodialog, den Ö1 im Rahmen eines Programmschwerpunkts zum 80. Geburtstag des Autors ausstrahlt.


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten


22.05 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22.08 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Eine Reise in die Geschichte der Telekommunikationskunst mit Seppo Gründler. Gestaltung: Susanna Niedermayr Das Duo Klammer Gründler ist stets am Puls der Zeit, und das seit langem: Nach den Projekten "Razionalnik", das bereits vor 30 Jahren das musikalische Potenzial digitaler Datennetzwerke auslotete, und "RGB", das vor 20 Jahren beim musikprotokoll das Thema der Synchronisation behandelte, gingen im Rahmen der heurigen Festivalausgabe Josef Klammer und Seppo Gründler gemeinsam mit Stefan Doepner nun der Frage nach, wie das Internet der Dinge klingt, und erforschten den Raum autonomer, vernetzter Maschinen mit musikalischen Mitteln. Wir präsentieren Ihnen den Mitschnitt dieses Konzertes am 27. Oktober in Zeit-Ton. Bereits heute begeben wir uns im Rahmen unserer diesjährigen Shape Lecture mit Seppo Gründler auf eine Reise in die Geschichte der Telekommunikationskunst.


22.55 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

"Can you hear a forest listening? For Pauline Oliveros". Hommage an die legendäre Musikerin und Begründerin von Deep Listening Pauline Oliveros (1932 bis 2016) im Rahmen des Phonofemme Festival 2017. Das Phonofemme Festival 2017 ist der im Vorjahr verstorbenen Pionierin der Electronic Music und Begründerin des Deep Listening Institute (DLI) Pauline Oliveros (1932 - 2016) gewidmet. Und findet am 21. Und 22. Oktober 2017 unter anderem in der Tonspur-Passage im MQ21, sowie im Café Korb in Wien statt. Seinen Abschluss findet das Festival in Radiokunst - Kunstradio im Rahmen des Ö1 Kunstsonntags. Die Live Radioperformance "Can you hear a forest listening? For Pauline Oliveros" von Mia Zabelka und Zahra Mani mit Radio Hommagen von Carole Ione, Maria Chavez, DJ Spooky, Maia Urstad und Doug Van Nort ist der 2016 verstorbenen amerikanischen Komponistin und Pionierin der elektronischen Musik Pauline Oliveros gewidmet. Mit der Begründerin des Deep Listening Institutes verband die Wiener Noise Violinistin, Komponistin und Radiokünstlerin Mia Zabelka eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit. Als Basis für die Live Performance dienen Mia Zabelka und Zahra Mani Klangmaterial von Zabelkas Solo Performance, die sie im Rahmen einer Audio Videosession im ORF Funkhaus aufnimmt, außerdem werden Aufnahmen von Gesprächen mit Pauline Oliveros, sowie persönliche "Erinnerungsstücke" in Form von gemeinsam eingespielten Audioaufnahmen und die Hommagen der beteiligten KünstlerInnen zu weiteren Bestandteilen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 3:00 Uhr Nachrichten