Jetzt läuft auf Ö1:

Guten Morgen Österreich

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06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.55 Uhr

 

 

Zwischenruf

von Landessuperintendent Thomas Hennefeld (Wien).


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Lebensweisen - Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Du holde Kunst

"Ich grenz noch an ein Wort und an ein andres Land". Sieben in Prag entstandene Gedichte Ingeborg Bachmanns, interpretiert von Dörte Lyssewski. Gestaltung: Gudrun Hamböck und Beate Linke-Fischer. Im Jänner 1964, ein Jahr nach der desaströsen Trennung von Max Frisch und gezeichnet von einem lebensbedrohlichen psychischen Zusammenbruch, reist Ingeborg Bachmann mit ihrem jungen Begleiter Adolf Opel von Berlin nach Prag. Eine "Winterreise", die zwar nur eine Woche andauert, für das Leben und Werk der Dichterin aber bedeutend wird. Denn nicht nur ihre Zuversicht zum Leben gewinnt die Schwerkranke zurück, sie beginnt auch wieder Lyrik zu schreiben. Es entstehen sieben Gedichte, in denen sich Bachmanns Lebens- und Überlebenswille als Triebkraft ihres poetologischen Denkens zeigt. Darunter das berühmte "Böhmen liegt am Meer", von dem Bachmann wenige Monate vor ihrem Tod meinte, dass "damit alles gesagt ist".


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Gedanken

Schluss mit den Grünen Lügen! Ein Plädoyer der Journalistin und Umweltexpertin Kathrin Hartmann und des Dokumentarfilmers Werner Boote. Gestaltung: Ursula Burkert "Umweltschonende Elektroautos, nachhaltiges Palmöl, faire Produktion: Hurra, wir Konsumenten können einfach mit unseren Kaufentscheidungen die Welt retten!" Eine populäre und gefährliche Unwahrheit, die von Kathrin Hartmann und Werner Boote in ihrer gemeinsamen Film-Dokumentation offen gelegt wird. Allzu leger geht man nach Meinung der Journalistin und des Dokumentarfilmes mit Begriffen wie "Nachhaltigkeit" um. Denn, so hat Kathrin Hartmann bei ihren Recherchen festgestellt: "Gibt man Begriffe wie "nachhaltig" und "sustainability" in die Suchmaschine ein, erhält man fast 300 Millionen Einträge. Inzwischen ist alles, was erwiesenermaßen umweltschädlich ist, zugleich auch nachhaltig und klimaschonend: Flugreisen, Pelzmäntel, Gentechnik, Kohlekraft, ja sogar Formel I- Autorennen. Leider hat Mutter Erde von dem grünen Fortschritt überhaupt noch nichts mitbekommen: Der sogenannte Erdüberlastungstag - der Tag, an dem alle Ressourcen der Welt aufgebraucht sind, die binnen eines Jahres ökologisch sinnvoll genutzt werden können - findet jedes Jahr früher statt". Um den Konsum weiter anzukurbeln, werden ungeniert grüne Lügen in die Welt gesetzt. In den Supermärkten werden Produkte als nachhaltig verkauft, die dieses Attribut keinesfalls verdienen. Eigentlich dürften sie so, wie sie hergestellt werden, gar nicht existieren. Regenwälder werden für ihre Herstellung abgeholzt, Grundwasser wird verseucht und Menschen werden von ihrem Land vertrieben, manche sogar ermordet, damit Platz für neue Plantagen und Rinderweiden geschaffen werden kann. Und die Konsumenten werden in Sicherheit gewiegt, "nachhaltige" und "faire" Produkte zu kaufen. Die grüne Lüge vom nachhaltigen Palmöl steht am Beginn einer filmischen Reise um die Welt, die Werner Boote, der schon durch Filme wie "Plastic Planet" und "Alles unter Kontrolle" Aufsehen erregte gemeinsam mit der Umweltexpertin Kathrin Hartmann antritt. "Es gibt kein nachhaltig oder fair produziertes Palmöl, weil es nur dort wächst, wo vorher Regenwald war", macht Hartmann deutlich. Doch auch das aufwändigste Greenwashing kommt ungleich billiger als eine Veränderung der Produktionsbedingungen. "Die Industrie nennt uns nicht mehr Bürger, sie nennt uns nur noch Konsumenten. Ich verstehe mich aber nicht als Konsument, ich versteh mich als Mensch, und als Bürger", so Hartmann.


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ambiente - von der Kunst des Reisens

Reisemagazin, u.a. mit: Tempus distinctum. Aequabilis domus. 800 Jahre Universität Salamanca. Ein Lokalaugenschein von Winfried Schneider; Berlin von unten. Ein akustischer Streifzug durch verlassene unterirdische Welten von Johanna Tirnthal. Redaktion: Ursula Burkert Gegründet wurde die Universität von Salamanca im Jahr 1218 von König Alfons IX. von León. Mit den Universitäten von Bologna, Paris und Oxford gehört sie zu den ältesten noch bestehenden von Europa. Ihr Wiener Pendant, die älteste Universität im deutschen Sprachraum, entstand erst beinahe 150 Jahre später. "Andere Zeiten. Die gleiche Universität" lautet das Motto der Universität von Salamanca. Sie ist Spaniens älteste und diente sämtlichen iberoamerikanischen Universitäten als Modell. Besonders im 16. Jahrhundert erlebte sie eine Blütezeit, in der bedeutende Persönlichkeiten des Geisteslebens die Lehre prägten. Humanisten wie Antonio de Nebrija mit der ersten Grammatik der kastilischen ("spanischen") Sprache, oder der Moraltheologe und Naturrechtslehrer Francisco de Vitoria waren nur zwei davon. Francisco de Vitorias Antworten auf die Frage nach einer friedlichen Ordnung unter den europäischen Staaten gelten bis heute ebenso als Meilensteine wie seine frühen Überlegungen zu den grundlegenden Menschenrechten. Auch architektonisch ist die Universität von Salamanca einzigartig. Ihre Fassade aus dem 16. Jahrhundert gilt als herausragendes Beispiel der plateresken Architektur Spaniens. Kein Wunder, dass Salamanca über 800 Jahre in vieler Hinsicht von seiner Universität, den vielen Studierenden und der akademischen Kultur geprägt wurde. 1988 wurde die Provinzhauptstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Berlins wechselvolle Geschichte ist nicht nur an der Oberfläche der Stadt sichtbar. Sie hat sich auch tief in den sandigen Berliner Boden eingegraben: Bunker, verlassene U-Bahnhöfe und Fluchttunnel unter der Berliner Mauer zeugen von den Ereignissen des Kriegs und der Geschichte der Trennung der Stadt. Seit 20 Jahren erhält und erforscht der gemeinnützige Verein Berliner Unterwelten e.V. diese ungewöhnlichen Gebäude und bietet Führungen unter Tage an.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Matinee live

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Gustavo Dudamel. Charles Ives: Symphonie Nr. 2 * Piotr Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36 (Übertragung aus dem Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)


11.50 Uhr

 

 

(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Ge

spräch


12.10 Uhr

 

 

Matinee live

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Gustavo Dudamel (Übertragung aus dem Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)


12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute


13.00 Uhr

 

 

Ö1 Sonntagsjournal


13.10 Uhr

 

 

gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser raffinierte Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen Klassiker aus der Kabarett-Edition, erlesene Hörbücher, Raritäten aus der Edition "Alte Musik", Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen in einer öffentlichen Superchampions-Runde am 24. Juni im Casino Graz um eine Reise für zwei Personen. Wenn Sie selber mitspielen wollen, senden Sie ein mail an gehoert.gewusst@orf.at.


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Menschenbilder

"Die Erde bricht wie Brot" - Die Lyrikerin Elisabeth Borchers. Eine Erinnerung "Nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Fragmente" - so heißt ein Buch, das am 19.Februar im Verlag Weissbooks erscheint. Elisabeth Borchers - sie starb 2013 - war beinahe vierzig Jahre lang, von 1960 bis 1998, als Lektorin für den Suhrkamp-Verlag tätig. In diesem Buch aus dem Nachlass findet man einen kritischen Rückblick auf ihre Arbeit im Verlag, auf Autoren, Bücher, Manuskripte ... Friederike Mayröcker, Martin Walser, Paul Nizon und viele andere zählen zu den Autoren, deren literarisches Werk von ihr über Jahrzehnte hinweg betreut wurden. Elisabeth Borchers, 1926 in Homberg am Niederrhein geboren, war neben ihrer Verlagstätigkeit auch als Autorin bekannt. "Alles redet, schweigt und ruft" heißt ein Band mit ihren gesammelten Gedichten. In vielen Anthologien zur Lyrik nach 1945 sind ihre Texte zu finden. Sie verfasste auch mehrere Kinderbücher und baute im Insel-Verlag ein erfolgreiches Programm für Kinderliteratur auf. In ihrem Gedichtband "Von der Grammatik des heutigen Tages" ist zu lesen: "Die Erde bricht wie Brot". Eine Erinnerung an eine charismatische Schriftstellerin. Gestaltung: Heinz Janisch


14.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Oper

Zu Gast im Teatro Regio von Turin: Ausschnitte aus Giuseppe Verdis Oper "Macbeth", mit Dalibor Jenis (Macbeth), Anna Pirozzi (Lady Macbeth), Vitalij Kowaljow (Banquo), Piero Pretti (Macduff), u.a. sowie Chor und Orchester des Teatro Regio von Turin, unter der musikalischen Leitung von Gianandrea Noseda (aufgenommen am 21. Juni 2017). Gestaltung: Michael Blees


16.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Nicole Dietrich How high the moon Norbert Gstrein: Die kommenden Jahre, Roman, Hanser Verlag Thomas Stangl: Fremde Verwandtschaften, Roman, Droschl Verlag Nan Shepherd: Der lebende Berg, Matthes Seitz Verlag (Übersetzung: Judith Zander) Marcel Proust: Das Flimmern des Herzens. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. In der Urfassung, Die Andere Bibliothek (Übersetzung: Stefan Zweifel) Wolfgang Paterno: Faust und Geist. Literatur und Boxen zwischen den Weltkriegen, Böhlau Verlag. Gespräch mit dem Autor Jugendbuch des Monats


16.55 Uhr

 

 

Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.10 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

Die erstaunliche Familie Ertegun. Gestaltung: Klaus Wienerroither Zwei Brüder aus einer angesehenen türkischen Diplomatenfamilie schreiben die Geschichte der US-amerikanischen Jazz- und Popularmusik mit. Ahmet Ertegun gründet 1947 zusammen mit Jerry Wexler das einflussteiche Plattenlabel Atlantic Records, zu dem neun Jahre später sein Bruder Neshuhi Ertegun hinzustößt. Während Neshuhi stilprägende Jazzaufnahmen mit unter anderem Charles Mingus und John Coltrane zu verantworten hat, verpflichtet Ahmet den Hohepriester und die Königin des Soul: Ray Charles und Aretha Franklin. Ahmet Ertegun erkennt auch als Erster das Potential der englischen Rockband Led Zeppelin. Die in Istanbul geborenen Musikliebhaber leben ihren "American Dream".


17.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Moment am Sonntag

Von adaptierten Wirklichkeiten. Über die Anwendungen von Virtual und Augmented Reality. Die Idee zur Realitätserweiterung kam ursprünglich aus der Literatur, heute ist es möglich, Echtzeit-Aufnahmen zu verändern. Zusätzliche Informationen im Bild, 360° Videos - die technische Veränderung von Live-Videos ist längst nicht mehr auf Videospiele beschränkt. Immer mehr junge Firmen entwickeln Produkte, die mit Virtual oder Augmented Reality arbeiten, sei es um komplexe Abläufe übersichtlicher darzustellen oder traditionelle Medien zu erweitern. Augmented Reality wird eingesetzt, um teure Ausbildungen wie das Steuern von Kampfflugzeugen weniger kostspielig und aufwendig zu machen. Auch im medizinischen Bereich wird diese Art der Immersion zur Schmerzbehandlung verwendet. Aber was kann mit diesen Techniken nun wirklich geleistet werden? Und wohin entwickeln sich die Anwendungsfelder? Wie fühlt es sich an eine Virtual Reality- Brille zu tragen? Gestaltung: Franziska Schwarz.


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Berni Wagner: "Babylon!" Gestaltung: Peter Blau Sieben Jahre in der Großstadt. Und je länger Berni da wohnt, desto mehr leidet er am Gegenteil von Fremdenhass: Er mag niemanden mehr, den er kennt. Deshalb geht er auch mit Leuten, die er nicht kennt, an Orte zu denen er nicht eingeladen ist und unterhält sich dort in Sprachen, die er nicht spricht, über Themen, von denen er nichts versteht. Sicher, er hat er eine Reihe von Problemen - aber Berührungsängste gehören nicht dazu! Vom Horror im Supermarkt über das Bordservice in der U-Bahn bis zu den Aliens im Prater: In "Babylon!" trifft zähflüssiger Alltag auf urbane Legende. Ein kleines Epos gegen die Vereinsamung.


19.30 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19.33 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

mit Helmut Jasbar. Chicago-Berlin-Wien-Connection: Wolfgang Reisinger Elastic Quartet. Schlagzeuger Wolfgang Reisinger gründete sein "Elastic Quartet" mit den renommierten Chicagoer Jazzer/innen Jason Roebke (Kontrabass) und Jaimie Branch (Trompete) sowie dem Berliner Gitarristen John Schröder vor fünf Jahren aus Anlass eines Konzertauftrages des "Umbrella Music Festival" in Chicago. Elastisch ist an diesem Improvisationsensemble, das kein Hehl aus seiner Nähe zum klassischen Free Jazz macht, einfach alles. Je nach Konzertraum klingen sie mal rockig, mal swingend, sogar ihr Verständnis von "time" ist flexibel. Sie erzeugen Schichtungen, "layers" verschiedener gleichzeitig stattfindender musikalischer Ereignisse, in denen das Quartett zuweilen kollektiv retardiert oder beschleunigt. Man lauscht den Musikern, wie sie einander aufmerksam zuhören und gewinnt Einblick in eine desolat-schöne Welt, die sich verbalen Annäherungen mit Augenzwinkern, aber bestimmt entzieht.


20.15 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

40 Grad Unterschied. Thomas Bernhard und Portugal. Feature von Julia Schlager "Was haben sie hier noch für unbeschwerte Landstriche", schwärmte Bernhard von Portugal, das zu seinen Lieblingsländern zählte und für ihn ein Fluchtpunkt vor den mitteleuropäischen Realitäten darstellte. Vor allem das milde Klima an der Atlantikküste hatte es dem Schriftsteller angetan. "Ich bin ja ein Meerfanatiker. Ich brauch' das Gefühl, dass das Meer in der Nähe ist, dann leb' ich schon auf". Ab 1974 reiste Thomas Bernhard regelmäßig nach Portugal. Häufig in Begleitung seines "Lebensmenschen", Hede Stavianicek, aber auch mit dem Bruder oder der langjährigen Freundin Gerda Maleta, seinem "Schiacherl". Noble Hotels und Kartenspiele hätten es ihm möglich gemacht, "quälende Gedanken wegzuwischen". Zumindest kurzfristig, denn Eklat und Drama waren nie weit. Ebenso wenig Österreich. Erzählte Thomas Bernhard von Portugal, erzählte er im Vergleich. "Dort in Portugal hat's zwanzig Grad über Null und da zwanzig Grad unter Null - vierzig Grad Unterschied". Seine Liebe zu dem Land am äußersten Rand Europas währte bis zu seinem Tod. Es wäre nicht Thomas Bernhard, wenn er Portugal nicht auch kritisch gesehen hätte. "Das ist halt so, wenn Sie ein gutes Gebiss näher anschauen, dann sehen Sie auch, mit dem ist es nicht weit her". Sprecher: Joseph Lorenz, Nikolaus Kinsky, Sabine Muhar, Ursula Scheidle Redaktion: Alfred Koch



21.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

mit Klaus Wienerroither. Gegensätze ziehen sich an: Mangelsdorff/Pastorius/Mouzon live in Berlin 1976. Auf den ersten Blick mutet dieses Dreigespann eigentümlich an: Posaunist Albert Mangelsdorff, berühmt für die Revolutionierung des Posaunenspiels im Jazz mit seiner "Multiphonics"-Technik, ist Mitte der 1970er Jahre eher für die Arbeit im feingeistigen (kammermusikalischen) Avantgardebereich bekannt. Jaco Pastorius surft gerade auf der Erfolgswelle seines spektakulären ersten Soloalbums und der neuen Mitgliedschaft bei der Jazzrock-Supergroup "Weather Report" - er gilt damals als Inbegriff des virtuosen Groove-Bassisten. Und Alphonse Mouzon tritt besonders auf seinen Soloalben als kraftstrotzender Schlagzeuger schlechthin in Erscheinung, bisweilen auch als Mann fürs Grobe. Diese scheinbar disparaten Musikerpersönlichkeiten konzertieren 1976 spontan beim Jazzfestival in Berlin. Geprobt wird nur einen Tag vorher - und dennoch legt das Trio einen mitreißenden Auftritt hin, dokumentiert auf dem Album "Trilogue - Live!"


21.40 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Der Fremde". Von Anna Felnhofer. Es liest Katharina Knap. Gestaltung: Edith-Ulla Gasser. Mehr als 40 Jahre nach ihrer ersten Begegnung treffen einander ein Mann und eine Frau wieder. Ort des Geschehens: eine Bar in Warschau. Er ist ein inzwischen berühmter Autor, sie seine Leserin. Vielleicht war sie einmal seine Geliebte, sie imaginiert sich als eine seiner Romanfiguren, und auch dieses Wiedersehen liest sie bereits als eine Szene in einem seiner zukünftigen Bücher: "Ich weiß, ohne ihn zu fragen, dass er es später so beschreiben wird, nur schöner, gewählter, mit dieser seinen Sprache, für die er allseits gepriesen wird, und schließlich wird es auch genau so passiert sein. Nur der Ort wird ein fiktiver sein, und er wird mir, wie so oft, einen anderen Namen geben." Anna Felnhofer wurde 1984 in Wien geboren, sie studierte Psychologie in Wien und Warschau. Neben wissenschaftlichen Publikationen sowie der Herausgabe zweier Lehrbücher veröffentlichte sie literarische Texte in "Podium", "Sterz", "Am Erker" oder in den "Lichtungen". Die Autorin lebt als klinische Psychologin und Universitätsassistentin in Wien.


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten


22.05 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22.08 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Die Lieblingsstücke von Tonmeister Christoph Amann. Gestaltung: Nina Polaschegg Christoph Amann zählt zu den wichtigsten Tonmeistern experimenteller Musik nicht nur in Österreich. Zahlreiche Musikerinnen und Musiker vertrauen seinen Ohren und seinem Können, um im Amann-Studio die Grundlage für ihre Tonträger zu legen. Der heutige "Zeit-Ton extended" präsentiert eine Auswahl aus den mehr als 20 Jahren seiner Arbeit, ausgewählt von Christoph Amann selbst.


22.55 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

"Gestohlenes Band (retourniert) / Tape Stolen and Returned" des deutschen Audiokünstlers und Lyrikers Gerald Fiebig In Gerald Fiebigs Plattensammlung findet sich die LP "Strategien gegen Architekturen 80-83" der Einstürzenden Neubauten und auf dieser Platte gibt es auch den ganz kurzen Track "Gestohlenes Band (ORF)". Dieser ist Ausgangspunkt der radiokünstlerischen Retournierung des Bandes an den ORF und zwar genau 36 Jahre später. Am 18. Februar 1982 nahm Blixa Bargeld während eines Interviews im ORF-Funkhaus ein Tonband aus dem Studio mit. Einen kurzen Auszug daraus platzierte er als akustisches Readymade unter dem Titel "Gestohlenes Band (ORF)" auf einer Platte seiner Band Einstürzende Neubauten. Am selben Tag genau 36 Jahre später gibt Gerald Fiebig das Band durch eine Sendung im ORF symbolisch an diesen zurück: Das nur 17 Sekunden lange Stück, von dem Bargeld behauptete, "das zentrale musikalische Element ist die Tatsache, dass es am 18. Februar 82 in Wien gestohlen wurde", wird bei Fiebig zum einzigen Ausgangsmaterial eines 19-minütigen Radiostücks. "Gestohlenes Band (retourniert)" oszilliert zwischen Remix und Neukomposition, zwischen Hommage und Parodie und wirft dabei Fragen nach dem Status von Autorenschaft, geistigem Eigentum und Medienwandel auf.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 3:00 Uhr Nachrichten