Jetzt läuft auf Ö1:

Guten Morgen Österreich

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Kontraste". Franz Josef Weißenböck, katholischer Theologe, Supervisor und Coach über Kontraste wie zwischen Fasching und Fastenzeit, Licht und Dunkelheit bis zu Leben und Tod. - Gestaltung: Alexandra Mantler Gerade in diesem Jahr kommt zu den gewohnten (und daher den meisten Menschen gar nicht mehr bewusst werdenden) Kontrasten zwischen Fasching und Fastenzeit ein besonders reizvoller: Der Aschermittwoch fällt auf den 14. Februar, den Valentinstag. Asche und Blumen an einem Tag. Der Rosenmontag (der ja eigentlich der "rasende" Montag heißt) ist die Umkehrung für einen Tag: Die Narren (und Armen!) sind an der Macht, die Mächtigen für einen Tag entmachtet - ein scharfer Kontrast zum gewohnten Alltag. Allerdings gehen in unserer Zeit manche Kontraste zusehends verloren - etwa der Kontrast zwischen der Arbeitswoche und dem Ruhetag (der vielfach längst nicht mehr der "Ruhe" dient). In der Zeit der länger werdenden Tage fällt den Menschen von heute, die stets "Licht" zur Verfügung haben, und sei es elektrisch generiertes, der Kontrast zwischen Finsternis und Licht kaum mehr auf - aber wäre es nicht reizvoll, das einmal zu bedenken? Könnten wir überhaupt "Licht" erfahren, gäbe es nicht den Kontrast der Finsternis? Und die mit dem Aschermittwoch beginnende Fastenzeit - böte sie nicht die Gelegenheit, dass Menschen sich auf sich selbst besinnen; tun sie das, transzendieren sie bereits sich selbst und sehen sich verwiesen auf etwas, das außer/vor/neben/über ihnen ist. Der Kontrast zwischen üppigem und kargem Leben (Verzicht) scheint dem Theologen und Coach Franz Josef Weißenböck ein Kontrast, der aus Abhängigkeiten führen und befreien kann. Zuletzt: Gibt es einen schärferen Kontrast als jenen zwischen Leben und Tod? Und doch: Könnten Menschen wissen, was das Leben ist, ohne den Tod? Erhält das Leben nicht seinen ganzen Wert und wird es nicht erst kostbar durch seine Begrenzung?


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Mirjam Jessa. Fliegende Geiger, fliegende Briefträger und allerhand Verkleidungen Ein Violine tut so als wäre sie eine Trompete, ein nicht mehr ganz junger Tenor tut so als wäre er eine junge Schäferin, Geiger und Briefträger üben sich im Fliegen, während der lebensmüde Schumann im Rosenmontagstrubel als trauriger Clown gar nicht auffällt. Doch die Erstfassung des Scherzos seiner 4. Symphonie ahnt bereits die spätere Panik, die Angstattacken.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Tropische Bienen ohne Giftstachel. Der Zoologe Dirk Louis Schorkopf über die Meliponen. Teil 2: Kostbarer Honig Gestaltung: Renate Pliem Meliponen sind in den Tropen und Subtropen beheimatet. Oft werden die Insekten auch als "stachellose" Bienen bezeichnet. Das ist aber irreführend, da sie noch einen rudimentären Stachel haben, sich damit aber nicht mehr verteidigen können. Die Meliponen sind eine sehr artenreiche Gruppe. Ihre Größe variiert je nach Art, und auch ihr Aussehen ist unterschiedlich: So gibt es Meliponen, die an unsere europäischen Honigbienen erinnern, andere Arten kann man mit Wespen vergleichen, wiederum andere sogar mit Fliegen. Und so lästig wie Fliegen sind viele Meliponen: Da sie nicht stechen können, haben sie sich andere Verteidigungsmechanismen zugelegt - sie beißen, verstören den Gegner durch ihr durchdringendes Summen oder sondern ein Sekret ab, das sehr lange wie Feuer auf der Haut brennt. Die indigene Bevölkerung der Tropen kennt auch die "Meliponenkultur". Köstlicher Honig wurde schon von den Maya gewonnen, und auch heute noch gibt es "Meliponarien", in denen Bienenvölker aufbewahrt werden. Der "indigene Honig" wird aber heute nur noch selten gewonnen, er wurde vom Honig der - importierten - europäischen und afrikanischen Honigbienen verdrängt.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Naturvergessenheit

Ein Rückblick aus der Zukunft (2). Gestaltung: Dorothee Frank Das rasante Versiegeln von Boden und Verbauen von Landschaft wird als unvermeidlicher Kollateralschaden wirtschaftlicher Entwicklung hingenommen. Die meisten Nutztiere leben indoor. So wie Berufstätige, die einen Großteil ihres Tages in "Aquarien" verbringen, deren Fenster man nicht öffnen kann. Viele von ihnen wechseln danach in verglaste, oft auch im Sommer geschlossene Transportkisten. Dies gilt als ebenso normal wie die durch Herbizide und Pestizide geschaffenen "grünen Wüsten" der industriellen Landwirtschaft oder taghell beleuchtete Städte. Wie krank und irre war das denn? mögen sich Generationen lange nach uns fragen. Heute aber gilt es als maximal uncool oder gar reaktionär, die Marginalisierung von Natur durch den Einsatz von Technologien in Frage zu stellen. Die Balance zwischen Bedürfnissen von Natur und menschlicher Zivilisation war zu allen Zeiten ein komplexer Aushandlungsprozess. Und ja, alle menschliche Existenz ergibt sich aus der Verschränkung unserer biologischen Ausstattung mit kulturellen Konstrukten. Doch wäre es ein Gebot der Vernunft, die ökologische Rechnung unterm Strich und die gigantische Zerstörung von Glückspotentialen endlich ernst zu nehmen als Symptome, dass wir unser Naturverhältnis möglicherweise unter grob falschen Paradigmen gestalten. Dorothee Frank gestaltet die Radiokolleg-Reihe als Rückblick einer Erzählerin aus der Zukunft auf das Jahr 2018.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Den Nerv getroffen

Ein Ausflug in unser zentrales Kommunikationssystem (2). Gestaltung: Daphne Hruby Ohne Nerven würde in unserem Körper nichts funktionieren. Sie sind für den Informationsaustausch innerhalb unseres Organismus aber auch für die Reaktion auf äußere Einflüsse verantwortlich. Hätten wir keine Nerven, könnten wir weder sprechen, sehen, uns bewegen noch würde unser Stoffwechsel ordentlich arbeiten. Das Nervensystem setzt sich aus Nerven- und Gliazellen zusammen. Letztere bilden - "Glía" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Leim - das Stützgerüst. Man unterscheidet zwischen dem peripheren und dem zentralen Nervensystem. Wobei diese in ständigem Austausch miteinander stehen. Unser Gehirn verfügt über ca. 86 Milliarden Nervenzellen. Gerade weil unsere Nerven so wichtig sind, kann eine Störung ihrer Funktionsfähigkeit erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Das reicht von Epilepsie über Schlaganfälle, Parkinson und Multiple Sklerose bis hin zu Alzheimer. Aber auch bei bestimmten psychischen Erkrankungen spielen Nerven eine Rolle. Gerade hier haben sich die frühen Therapien noch äußerst zweifelhafter Methoden bedient. Von Ovarienpressen, um der sogenannten Hysterie Herr zu werden, bis zu Lobotomien (chirurgische Eingriffe in das Gehirn) war so ziemlich alles dabei. Heute ist die Medizin bedeutend weiter. Einige Krankheiten sind heilbar, andere gut behandelbar oder lassen sich zumindest verlangsamen. Auf die Spur der Nerven haben sich die Menschen schon früh begeben. Der griechische Naturphilosoph Alkmaion von Kroton entdeckte um 500 vor Christus erstmals den Sehnerv. Der Arzt Galenos von Pergamon führte dann im 2. Jahrhundert zahlreiche Autopsien an Tieren durch und beschrieb weitere Nerven. Im 18. Jahrhundert wurden Nerven als elektrische Leiter des Körpers identifiziert. Während der italienische Arzt Luigi Galvani noch an Froschschenkeln herumexperimentierte, versuchte sich sein Neffe Giovanni Aldini Anfang des 19. Jahrhunderts bereits an der Wiederbelebung hingerichteter Sträflinge durch Stromschläge. Ein Ansatz, den wenig später auch die Schriftstellerin Mary Shelly in ihrem schaurigen Werk "Frankenstein" aufgriff. Den Nervenkitzel suchen Menschen bis heute. Ob nun in der Geisterbahn, mit Horrorfilmen oder auch bei riskanten Sport- und Freizeitbeschäftigungen. Wir Menschen reizen unser Nervensystem gerne.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Karl Ratzer, Hallucination Company, Patrick Pulsinger, Mira Lu Kovacs (2) Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von "Ambros bis Qualtinger" von "Danzer bis Wanda" wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. Die Hallucination Company ist die für die Pophistorie Österreichs wichtigste Theaterrock-Formation. Zwar wurde sie sowohl in punkto Erfolg (Erste Allgemeine Verunsicherung) wie auch Legendenbildung (Drahdiwaberl) von verwandten Bands übertroffen - sie war aber das künstlerische Biotop und Versuchslabor für später wesentliche Akteure der heimischen Szene, darunter Hans Hölzel alias Falco, Hansi Lang, Andy Baum, Günter "Mo" Mokesch, Thomas Rabitsch und Harri Stojka. Gegründet 1975 vom charismatischen Musiker und Performance-Künstler Ludwig "Wickerl" Adam, existiert das lose organisierte Kollektiv mit wechselnden Besetzungen und jahrelangen Unterbrechungen bis heute. Ursprünglich beeinflusst von Vorbildern wie Frank Zappa The Mothers of Invention, Jango Edwards oder Alberto Y Lost Trios Paranoias, entwickelte man rasch einen eigenen, hippiesk pantomimischen, musikalisch aber offeneren Stil. Es folgen umjubelte Auftritte in ganz Österreich, Deutschland und Holland. Erst 1982 erschien auf dem "Schallter"-Label ein erstes eigenes Album der Hallucination Company ("Vision"). An die gloriosen Zeiten der 70er und frühen 80er Jahre konnte die Truppe aber - trotz regelmäßiger "Special Nights" und später Würdigungen - nicht mehr anschließen. Gestaltung: Walter Gröbchen


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Mit Christoph Wagner-Trenkwitz Richard Wagner - international Mit seinen Musikdramen gilt der vor 135 Jahren, am 13. Februar 1883, verstorbene Richard Wagner als der große Erneuerer der europäischen Opernkunst im 19. Jahrhundert. Wesentliche Grundlage bei der Schaffung seiner "Gesamtkunstwerke" war die eigene Schöpfung und Ausgestaltung der Libretti durch den Komponisten. Allerdings hat gerade diesen Aspekt der Werke Wagners das nicht-deutschsprachige Ausland in den frühen Jahren der Rezeption gar nicht nachvollziehen bzw. erleben können, denn wie lange üblich, hat man auch Wagner-Opern in den jeweiligen Landesübersetzungen präsentiert. Und so begeben wir uns auf die Spuren, wie man Wagner einst in Italien, Frankreich, Ungarn, Russland oder in englischsprachigen Ländern kennengelernt hat.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Schischyphusch oder der Kellner meines Onkels". Von Wolfgang Borchert. Es liest Roland Knie. Gestaltung: Roland Knie. Präsentation: Stefanie Zussner Der genialisch begabte deutsche Autor Wolfgang Borchert - 1921 geboren, verzweifelter Weltkriegssoldat und zwei Jahre nach Ende des Krieges, 1947, an den Folgen seiner schweren Verwundungen gestorben - war, solange seine Generation dominierte, als Dramatiker in aller Munde: Sein expressives Kriegsheimkehrerstück "Draußen vor der Tür", einen Tag nach Borcherts Tod uraufgeführt, wurde zu seinem posthumen "Markenzeichen". Zuvor hatte Borchert - der vom Theaterberuf träumte - einige Lyrik verfasst, und erst in seinem letzten Lebensjahr auch Prosa: Vor allem Kurzgeschichten von klassischer Form und Qualität. Der "Schischyphusch", die sowohl mit souveräner Ironie als auch großer Einfühlung aufgezeichnete seelische Begegnung zweier äußerlich Sprachgestörter, gehört zu den ganz wenigen humoristischen Arbeiten Borcherts.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. The Vienna Berlin Music Club nennen sich die "Philharmonix" im Untertitel, was schon auf die aktuellen Wirkungsstätten ihrer Mitglieder Bezug nimmt. Philharmonix mit X am Schluss, so wie Asterix, Appendix oder Obelix. Denn die Philharmonics mit CS am Schluss haben sich personell verändert und diese Veränderung durch eine akustisch kaum wahrnehmbare Namensänderung auch amtlich werden lassen. Frohsinn und Buntheit - das sind die zwei Hauptkriterien für die Zusammenstellung der neuen und ersten CD der Philharmonix mit X. Versatilität in allen stilistischen Bereichen und absolute technische Souveränität sind quasi selbstverständliche Voraussetzungen für die Gruppe. Wer sind nun die Mitglieder der neun Philharmonix? Da ist der amerikanische Geiger Noah Bendix-Balgley, Konzertmeister bei den Berliner Philharmonikern, sein österreichischer Geigenkollege Sebastian Gürtler, der bei den Wiener Philharmonikern spielende deutsche Bratschist Thilo Fechner, der aus Wien kommende und bei den Berlinern spielende Cellist Stephan Koncz, der ungarische Solobassist der Wiener Philharmoniker Ödön Rácz, der eben solistisch zu hörende Wiener Klarinettist Daniel Ottensamer und der Österreicher Christoph Traxler am Klavier.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Wiener Johann Strauss Orchester, Dirigent: Alfred Eschwé. Amüsantes, Hintergründiges und Amouröses von Johann Strauß Sohn, Franz Lehár und Josef Hellmesberger d. J. (aufgenommen am 1. Mai 2017 im Großen Musikvereinssaal Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Johannes Leopold Mayer


15.30 Uhr

 

 

Moment

Aggression im Wartezimmer. Wie Pflegepersonal und Ärzte mit überreizten Menschen umgehen. Das Kind fiebert, der Partner wird mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht oder der Angehörige kommt nicht gleich dran. Die Grenze zwischen Wut und Verzweiflung ist in solchen Situationen sehr schmal. Ein falsches Wort genügt und Betroffene explodieren - schreien, spucken oder schlagen auf diejenigen ein, die ihnen helfen wollen. "Emotionalität in verunsicherten Situationen müssen wir bei unserer Arbeit immer bedenken. Die Leute haben Angst", sagt Andrej Grieb. Er fährt seit 37 Jahren Rettungseinsätze und ist mittlerweile stellvertretender Landesrettungskommandant des Wiener Roten Kreuzes. In der Sendung sprechen Einsatzkräfte, Pflegebedienstete und Ärzte über ihren Umgang mit aggressiven Patienten und Patientinnen und der Familie, Freunden und Bekannten. Nach der Sendung sind Hörerinnen und Hörer unter der Nummer 0800 22 69 79 zu Ihren Erfahrungen und Meinungen gefragt. Wurden Sie schon einmal Zeuge von aggressivem Verhalten gegenüber Helfern? Oder wurde Sie selbst so behandelt? Wo sehen Sie die Grenze zwischen berechtigter Forderung und Übergriff? Wie reagieren Sie in den geschilderten Situationen? Hat sich der gesellschaftliche Umgang miteinander verändert? Gestaltung: Kathrin Wimmer


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Jetzt: Faschingsparty! Letzte Chance Aurelie organisiert schnell noch eine Faschingsparty und Samira, Emre und Rudi helfen ihr ein bisschen dabei. Die jungen Zweibeiner und der Radiohund planen Verkleidungen, Dekoration und vielleicht auch einen Banküberfall und hätten im Eifer des Wortgefechts beinahe eine wichtige Faschingsparty-Zutat vergessen... Ein Hoch auf die Narretei! Emre: "Ich war letztes Jahr ein Zauberer und dieses Jahr werde ich Rumpelstilzchen sein. Mit einem schwarzen Muttermal und so komischen Haaren, so Durcheinander-Haaren." Aurelie: "Ich verkleide mich, weil es lustig aussieht und weil man gruselig sein kann und kleine Kinder erschrecken. Und: andere können über einen lachen und man selbst kann über andere lachen, wenn sie ein lustiges Kostüm haben." Samira: "Verkleiden ist lustig, weil man dann einmal jemand anderer ist, der man nicht immer ist. Weil immer der gleiche sein, ist nicht lustig." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Der Fluch der Geschichte. Oder: Der kubanische Kosmos des Leonardo Padura. Feature von Johann Kneihs Leonardo Padura Fuentes, geboren 1955 in Havanna, darf als zur Zeit erfolgreichster Autor seines Landes gelten. Einem weltweiten Lesepublikum dienen seine Bücher, beginnend mit den vier Kriminalromanen des "Havanna-Quartetts", als Reiseführer in die sozialistische Wirklichkeit des heutigen Kuba. Darin kämpft der Leutnant der Kriminalpolizei, Mario Conde, mitten in der Wirtschaftskrise der 1990er Jahre, gegen Diebstahl und Mord, Lüge und Korruption. Über die begrenzten Erfolge seiner Arbeit und die Niederlagen seines Baseballteams tröstet sich der Ermittler mit nostalgischen Rückblicken auf Jugendjahre, mit wechselnden Liebschaften und dem einen oder anderen Glas Rum. El Conde, Philanthrop mit literarischen Neigungen - in späteren Romanen wird er den Polizeidienst quittiert haben und mit antiquarischen Büchern handeln - weist manche Züge seines Urhebers auf. Der studierte Literaturwissenschafter Leonardo Padura begann seine Laufbahn ebenfalls in der Auseinandersetzung mit dunklen Seiten der Wirklichkeit. Als Journalist war er zunächst mit aufdeckenden Reportagen, nach seiner Strafversetzung mit Nachforschungen zur kubanischen Kultur und Geschichte befasst. Und wie seine Hauptfigur liebt er Baseball und andere erfreuliche Facetten des Lebens auf Kuba. Paduras jüngste Hauptwerke handeln von Ereignissen der Weltgeschichte. "Der Mann, der Hunde liebte" (2009, deutsch 2011) erzählt von der Verfolgung des russischen Revolutionärs Leo Trotzki und rekonstruiert das Leben seines Mörders, des in Havanna gestorbenen Katalanen Ramón Mercader. Zugleich ist das 600 Seiten starke Werk auch eine Abrechnung mit der stalinistischen Perversion der kommunistischen Idee. Der Roman "Ketzer" (2013, deutsch 2014) verbindet die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Amsterdam des 17. Jahrhunderts mit dem Schicksal jüdischer Flüchtlinge in Kuba, dem Holocaust des 20. Jahrhunderts und der kubanischen Gegenwart. Wie schon ansatzweise in seinen ersten Büchern thematisiert Padura in seinem Spätwerk die Freiheit des Einzelnen gegenüber totalitärer Ideologie und seine Verantwortung inmitten von Unterdrückung und Gewalt. Sein Schaffen versteht der Autor auch als Teil einer Wende in der lateinamerikanischen Literatur: vom "magischen Realismus" eines Gabriel García Márquez zu einem "realistischen Realismus" seiner Generation. In Kuba sind Paduras Bücher, ihrer schonungslosen Darstellung stalinistischer Verbrechen und der heutigen kommunistischen Wirklichkeit zum Trotz, unzensuriert erschienen - allerdings nur in kleinen Auflagen erhältlich. Sprecher: Michael König, Gideon Maoz und Cornelius Obonya Ton: Fridolin Stolz, Redaktion: Alfred Koch


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Country, Diandl, Jodel-App "Billy Johnny" sind trotz ihres Namens ein Trio und spielen trotz des CD-Titels "No Country" eben diesen, allerdings in hinreißend ironischer Maskierung. "Opas Diandl" ist trotz des Namens eine Band, in der fast nur junge Männer spielen. Außerdem gibt´s, kein Faschingsscherz, seit kurzem eine Jodel-App!


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Indigenenpolitik der USA im 19. Jahrhundert. Mit Christina Halwachs, Historikerin. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Manifest Destiny- das bedeutet im Deutschen so etwas wie "offensichtliche Bestimmung". In der Geschichte der USA war das Manifest Destiny eine Doktrin, die rechtfertigen sollte, dass die eingewanderte europäische Bevölkerung und ihre Nachfahren sich im Laufe des 19. Jahrhunderts auf dem gesamten Kontinent ausbreiteten - auf Kosten der bereits dort lebenden indigenen Bevölkerung. Die westwärts ziehenden Pioniere verstanden sich als Erfüller eines göttlichen Auftrags zur nationalen Expansion und zur Verbreitung der sogenannten Zivilisation, während die Urbevölkerung zu Menschen zweiter Klasse degradiert wurde. Zahlreiche Gesetze der Indigenenpolitik der USA in jener Zeit orientierten sich am Manifest Destiny: Der Indian Removal Act, das Indianer-Umsiedlungsgesetz von 1830, lieferte die rechtliche Grundlage zur Vertreibung der Indigenen östlich des Mississippi. Der General Allotment Act von 1887 hatte zum Ziel, den Zusammenhalt der Indigenen zu brechen und aus ihnen sesshafte Farmer zu machen. Auch der Mexikanisch-Amerikanische Krieg 1846-48 wurde im Namen des Manifest Destiny geführt - und dabei zahlreiche der heutigen südlichen Bundesstaaten erobert. Die Ideologie des Manifest Destiny prägt die USA bis heute, indem es die Ansicht einer Überlegenheit der Weißen tief in das gesellschaftliche Selbstverständnis eingegraben hat.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Ein Jahr Trump: Eine Reise durch den Südstaat Alabama - Gestaltung: Thilo Kößler Donald Trump hat in dem einen Jahr seiner Präsidentschaft die Spaltung seines Landes noch vertieft und die Gräben zwischen Republikanern und Demokraten, Arm und Reich, Stadt und Land, Schwarz und Weiß noch weiter ausgehoben. Wie tief diese Brüche sind, zeigt das Beispiel zweier Bürgermeister im Südstaat Alabama: Der eine ist ein junger Afroamerikaner, Bürgermeister der Millionenstadt Birmingham, der die Denkmäler der konföderierten Südstaatenarmee aus den Zeiten des Bürgerkrieges am liebsten allesamt abreißen würde. Der andere amtiert in der Provinz-Kleinstadt Hanceville und hat allen Städten in den USA angeboten, die demontierten Denkmäler der Bürgerkriegs-Generäle aufzunehmen und in seinem Veteranen-Park auszustellen. Die Wunden, die der amerikanische Bürgerkrieg vor 150 Jahren geschlagen hat, brechen jetzt wieder auf.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Oder: Wo endet die Quantenwelt? Von Robert Czepel Ein Elektron, das sich gleichzeitig an mehreren Orten aufhält. Ein Lichtteilchen, das durch zwei dünne Schlitze rast, ohne sich dabei zu teilen: die physikalischen Effekte der Quantenwelt sind so sonderbar wie legendär. Bis vor kurzem waren sie allerdings auf die mikroskopische Welt des Atomaren beschränkt. Nun macht sich eine neue Physikergeneration daran, diese paradoxen Phänomene auch an Gegenständen nachzuweisen, die viel größer sind: Proteinen, Kohlenstoffkugeln, ja sogar Viren. Wenn das gelingt, stellt sich die grundsätzliche Frage, ob es überhaupt eine Grenze zwischen der Quantenwelt und der Welt, die unseren Sinnen zugänglich ist, gibt? Könnten Quanteneffekte also auch an Äpfeln oder Autos demonstriert werden? Und was brächten solche Experimente für technische Anwendungen?


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Simon Keenlyside, Bariton; Howard McGill, Saxofon, Klarinette, Flöte, Piccolo; Gordon Campbell, Posaune; Richard Pryce, Kontrabass; Mark Allis, Schlagzeug; Matthew Regan, Klavier; Paul Fawcus, Tontechnik. "Blue Skies. Songlines to American Music". Musik von Irving Berlin; Emmerich Kálmán, Kurt Weill, Richard Rodgers, George Gershwin, Jerome David Kern, Billy Strayhorn, Hoagy Carmichael, Duke Ellington, Cole Porter u.a. (aufgenommen am 16. Jänner im Großen Saal des Wiener Konzerthauses). Präsentation: Chris Tina Tengel Über den großen Teich entführt Simon Keenlyside, indem er die Pfade des deutschen Liedes sukzessive verlässt und sich dem American Song zuwendet. Dass er dort nicht weniger zuhause ist, beweist er gemeinsam mit einer schwungvollen Musikerriege und lässt das goldene Zeitalter des amerikanischen Liedguts, darunter Cole Porter, auferstehen. (Wiener Konzerthaus)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Naturvergessenheit. Ein Rückblick aus der Zukunft (2). Gestaltung: Dorothee Frank Den Nerv getroffen. Ein Ausflug in unser zentrales Kommunikationssystem (2). Gestaltung: Daphne Hruby 3 Lexikon der österreichischen Popmusik (2). Karl Ratzer, Hallucination Company, Patrick Pulsinger, Mira Lu Kovacs


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Das Klangforum Wien auf der Suche nach einem "grenz.wert". Gestaltung: Reinhard Kager Wie verhält es sich mit Subjektivität und Objektivität, mit Traum und Wirklichkeit in der Musik? Wie objektiv sind die Geräuschklänge, die Edgard Varèse bereits 1931 in seine legendäre "Ionisation" für dreizehn Perkussionisten mit zwei Sirenen und Klavier integrierte? Wie subjektiv die erfundene Sprache, die Claude Vivier die Sopransolistin in seinem 1981 entstandenen Liebeslied "Bouchara" singen lässt? Lässt sich objektiv noch verstehen, was der kanadische Komponist in seinem verklausulierten Text vermitteln will? Ist die Musik stark genug, emotionale Gehalte auch ohne semantisch sinnvolle Sätze spürbar zu machen? Das sind die Fragen, denen das Klangforum Wien im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses im Zyklus "grenz.wert" diesmal nachgeht. Auch zwei zeitgenössische Stücke stehen auf dem Programm dieses Abends unter dem Titel "Traum und Wirklichkeit": Der zypriotisch-niederländische Komponist Yannis Kyriakides spürt in "dreams of the blind" für Ensemble, Soundtrack und Video-Text der Frage nach, inwieweit Musik in der Lage ist, imaginierte Bilder zu erzeugen. Und Johannes Maria Staud ließ sich in seinem Ensemblestück "Auf die Stimme der weißen Kreide" von Texten des Kärntner Dichters Josef Winkler zu einem surrealistischen Monolog zwischen Zorn und Zärtlichkeit inspirieren.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten