Jetzt läuft auf Ö1:

Die Opernwerkstatt

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Advent am Jordan". Der katholische Theologe und Bibelwissenschafter Josef Schultes erzählt über Bibelstätten in Jordanien, die er selbst, als begeisteter Reiseleiter, besucht hat. - Gestaltung: Alexandra Mantler Über Jordanien, das "Land von Wasser und Wüste", spricht der römisch-katholische Theologe und Bibelwissenschafter Josef Schultes in seinen "Gedanken für den Tag". Denn oft schon ist er selbst am und im Jordan gestanden. Auch Jordanien - das Land, das diesem Fluss seinen Namen verdankt - hat der begeisterte Reiseleiter immer wieder besucht. Auf den Spuren der Bibel: meist mit Gruppen aus Österreich und Deutschland. Unterwegs, um "Heiliges Land" zu entdecken. Wie etwa die Taufstelle Jesu auf jordanischer Uferseite. Dieser Platz und die herodianische Festung Machärus erinnern an Johannes den Täufer, diese adventlich-prophetische Gestalt. Ganz in der Nähe liegt der Ort Madaba, berühmt wegen seines Bodenmosaiks von Palästina. Weiter nördlich erstrecken sich Gerasa, das "Pompeji des Nahen Ostens" und Gadara; beide zählen zur Dekapolis, zum Zehn-Städte-Bund aus hellenistisch-römischer Zeit. Und dann, weit im Süden: Petra, einst die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer und heute eine der großartigsten Ruinenstätten der Antike. Ihre monumentalen Grabtempel, deren Fassaden direkt aus dem rötlichen Sandstein gehauen sind: Still verweisen sie auf den letzten Advent ...


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Wolfgang Schlag


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die Chemikerin Nicole Halanek beschreibt die Ersteinrichtung eines Süßwasseraquariums. Teil 3: Viele Versteckmöglichkeiten Gestaltung: Renate Pliem Ein Süßwasseraquarium ist ein Ökosystem für sich. Die Fische oder Garnelen, die darin untergebracht sind, haben nur diesen einen Lebensraum. Ihn gilt es "wohnlich" einzurichten und zu pflegen. Die Chemikerin Nicole Halanek gibt praktische Tipps, wie die Ersteinrichtung eines Aquariums gelingt. Zur Basistechnik gehören Filter, Beleuchtung und Heizung. Der Bodengrund, Wurzeln und Pflanzen sind unabdingbare Elemente eines Aquariums. Auch die Qualität des Wassers ist essenziell. In der "Einfahrphase" wird das gefüllte Aquarium - noch ohne Tiere - zwei bis drei Wochen eingestellt. Behutsam werden dann die Fische eingesetzt. Wichtig ist, sich schon beim Kauf über die spätere Größe, die Schwimmfreudigkeit und die Biologie der Tiere zu informieren. Auch sollte berücksichtigt werden, ob die Arten Einzelgänger sind, im Schwarm leben oder einen Partner brauchen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - David gegen Goliath

Wenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (3). Gestaltung: Johannes Gelich Wer kennt sie nicht, die alttestamentarische Geschichte vom jungen israelitischen Hirten David, der den schier unbezwingbaren Riesen Goliath im Kampf bezwingt. Der Mythos vom kleinen, schwachen, unbeirrbaren Kämpfer, der einen scheinbar übermächtigen Gegner in die Knie zwingt, hat in vielerlei Gestalt Eingang in die abendländische Kultur gefunden und bis heute in der populären Kultur überlebt: ob Charlie Chaplin, Inspektor Columbo oder Asterix und Obelix - all diese Geschichten leben von den kleinen Außenseitern, die sich mit den Mächtigen dieser Welt anlegen. Auf das Narrativ vom siegreichen David wird von Umweltaktivisten, die vom wackligen Schlauchboot aus gegen Riesentanker ins Feld ziehen, genauso zurückgegriffen wie von Rechtspopulisten wie Trump oder Orban. Doch unabhängig von der politischen und ökonomischen Verwertbarkeit des dramaturgischen David-gegen-Goliath-Schemas, liegt es wohl in der Natur des Menschen, dass sich immer wieder Einzelkämpfer aufschwingen, um gegen einen übermächtigen Gegner und ein dahinterstehendes System aufzubegehren. Ein österreichischer David ist Max Schrems, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen der mächtigsten Internetriesen weltweit zu bekämpfen: das datenverschlingende Monster Facebook. Der Jurist und Datenschutzaktivist klagte quasi im Alleingang den multinationalen Konzern Facebook wegen Verletzung des Datenschutzes und der Weitergabe von persönlichen Daten an den US-amerikanischen Geheimdienst NSA. Auch der peruanische Bauer Saúl Lliuya hat den Kampf gegen einen Goliath aufgenommen, in diesem Fall gegen den deutschen Energieriesen RWE. Saúl Lliuya lebt mit seiner Familie unterhalb eines Gletschers, der aufgrund der Klimaerwärmung schmilzt und jederzeit eine lebensbedrohliche Überschwemmung verursachen könnte. Der Bauer fordert von dem größten CO2-Emittenten Europas eine finanzielle Entschädigung für die Mitverantwortung am Klimawandel. Eine Anwältin und ein Verein unterstützen den Bauern bei dem geradezu größenwahnsinnig anmutenden Gefecht gegen den Goliath RWE. Nachdem die Klage in erster Instanz abgewiesen wurde, geht der Kampf nun in die zweite Runde. Auch gegen den deutschen Chemieriesen BASF hat sich eine kleine Gruppe von Aktivisten formiert, um den Chemiekonzern an seine Lieferkettenverantwortung zu erinnern: Während das Platin in den 3-Weg-Katalysatoren unserer neuesten Automodelle für saubere Umwelt sorgt, sterben die schwarzen Minenarbeiter im südafrikanischen Marikana an TBC oder Staublungen, wenn sie nicht in Arbeitskämpfen von der Polizei erschossen werden. Der menschliche Drang, als David in das Rad der Geschichte greifen zu wollen, ist auch in Zeiten der sogenannten Politikverdrossenheit ungebrochen. Dieser Mythos ist nicht unterzukriegen - davon können die Goliaths von heute ein Lied singen.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Dazwischen: Ich

Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Wenn ein Elternteil die Familie Knall auf Fall verlässt, wenn der Körper auf Idealmaße gehungert werden soll, wenn die echte Welt so grausam ist, dass man sich lieber in eine unechte flüchtet, wenn die Familie gezwungen ist, die Heimat zu verlassen. Autor/innen von Kinder- und Jugendbüchern erzählen Geschichten von jungen Menschen und ihren Träumen und Nöten. Ihre Erfahrungen spiegeln die Gegebenheiten unserer Gesellschaft wieder. Patchwork, Computersucht, Umweltzerstörung oder Migration in einer globalisierten Welt sind Themen, mit denen Kinder und Teenager heute konfrontiert sind. Die Verlage reagieren darauf: unter anderem mit einer Flut an pädagogisierenden Büchern, die aufgrund ihrer aktuellen Problematik guten Absatz versprechen. Und doch gibt es Schriftsteller/innen, die sich den Sujets auf hohem Niveau nähern: wortgewaltig, witzig, zart oder ironisch. Die Berliner Kinderbuchautorin und -illustratorin Ute Krause erzählt zu umwerfend komischen Bildern wie aus einer Trennungsfamilie gelungenes Patchwork werden kann, Julya Rabinowichs Protagonistin zeichnet in Tagebuchform den schwierigen Neuanfang nach der Flucht in ein fremdes Land nach; Tamara Bach schildert auf eindringliche Weise einen Spätsommertag im Leben einer Vierzehnjährigen. Das Radiokolleg stellt aktuelle Werke und ihre Verfasser/innen vor.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wie das Bühnenhandwerk lernen?

Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (3). Gestaltung: Hans Groiss 1817 gründete die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine Singschule für je zwölf Knaben und zwölf Mädchen. Nach Pariser Vorbild sollte ein Konservatorium unter der Leitung von Antonio Salieri entstehen. Es folgten Instrumentalklassen für Violine und Klavier, sowie Schauspielunterricht. Vorerst im Wiener Musikverein am Karlsplatz angesiedelt, übersiedelte die k.u.k. Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien - nach Verstaatlichung - 1913 in die Lothringerstraße. Nach den beiden Weltkriegen, Naziterror, dem Wirtschaftswunder und der Entwicklung der Musikmarke Österreich zog sie als Musikuniversität Ende der 1990er Jahre bis zu Beginn des neuen Jahrtausends in das ehemalige Gebäude der Veterinärmedizin. Neben dem Hauptgebäude gibt es zehn weitere Standorte. An der mdw, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wird gegenwärtig Kunst, Theater und Film in 115 Studienrichtungen unterrichtet. 24 Institute - neben Musik und Schauspiel, auch für Wissenschaft, Forschung und Pädagogik - bieten mehr als 3.000 Studierenden aus mehr als 70 Ländern eine Ausbildungsstätte. Max Reinhardt Seminar oder Filmakademie zählen zu den bekannteren, aber es gibt auch Institute für Musiktherapie, Musiksoziologie, elementare Musikpädagogik oder Popularmusik. Computermusik, Tonmeisterei, Akustik, Komponieren und Dirigieren werden ebenso künstlerisch vermittelt, wie Kulturmanagement oder Gender Studies. Für Lehrende und Studierende stellt sich immer wieder die Frage neu, ob Kunstausbildung auch Berufsausbildung ist. Wie kann Kunst im 21. Jahrhundert vermittelt werden? Welchen Stellenwert haben globale kulturelle Entwicklungen für eine Musikuni in Wien, die heuer 200 Jahre alt wird? Solche Fragen stellen Studierende der mdw zum Beispiel an Rektorin Ulrike Sych, aber auch andere Entscheidungsträger/innen und Involvierte, sowie Alumni. Gemeinsam mit Hans Groiss analysieren sie Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Institution.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Nadja Kayali. Johannes Brahms: Streichsextett op. 18 (The Nash Ensemble) Begonnen im Dezember, hat der junge Johannes Brahms sein serenadenartiges 1. Streichsextett am Rhein vollendet und dort durch die Landschaft wertvolle Inspiration empfangen. Und tatsächlich spürt man in dieser Komposition das Lebensgefühl sehr genau, das Brahms seinerzeit mit "wonnig" beschrieben hat.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Das Pferd" von Claude Simon. Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Es liest Till Firit. Gestaltung: Nicole Dietrich. Ein französisches Dragonerregiment verbringt die Nacht in einer Scheune, es befindet sich knapp vor der Westfront in Flandern. Der Ich-Erzähler und sein jüdischer Kamerad Maurice kommentieren in dieser dunklen Regennacht mit viel Sarkasmus die Monstrosität, die sie umgibt, und beobachten die Agonie eines malträtierten Armeepferdes. In seinen trüben, schicksalergebenen Augen spiegelt sich ihr eigener Tod und die Grausamkeit des Krieges. Claude Simon, 1913 bis 2005, Repräsentant des Nouveau roman, veröffentlicht 1958 am Beginn seiner Schriftstellerkarriere, die 1985 im Literaturnobelpreis gipfelt, die Erzählung "Das Pferd". Der 42 Seiten lange Text nimmt viele Motive vorweg, die sich in Simons Romanwerk finden: 1960 etwa in seinem Antikriegsroman "Die Straße in Flandern", 1981 in "Georgica". Posthum ist "Das Pferd" nun erstmals auf Deutsch erschienen.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. Die Brandenburger Symphoniker sind ein Orchester der Kategorie C mit 51 Planstellen. Ihr Sitz ist die Stadt Brandenburg an der Havel, etwa 30km westlich von Berlin. Ich bin mir einigermaßen sicher, dass Sie noch nichts von diesem Orchester gehört haben. Das Orchester hat vor einigen Jahren bei einem Workshop mit jungen Dirigenten den diesen leitenden Dirigenten und Musikwissenschaftler Peter Gülke kennengelernt. Als dem Orchester kurzfristig sein Chefdirigent abhandenkam, hat sich Gülke zur Hilfe bereiterklärt und leitet seither das Orchester interimistisch, ungeachtet seiner nunmehr 83 Jahre. Gülke ist in Sachen Musik ein großer und unermüdlicher Wahrheitssuchender, dadurch dient er den Komponisten und ihren Werk, und das macht Gülke in meinen Augen zu einem großen Künstler. Ihre neue Aufnahme von Franz Schuberts 8.Symphonie zeigt die Brandenburger ganz ideal disponiert von ihrem klugen Chef. . Und das, denke ich primär aus Gülkes Erkenntnis heraus, dass Schuberts Partitur ausreicht. Man braucht von ihr keinen Staub abwischen, weil keiner drauf ist. Man braucht keine Event-Musik und keinen Kult-Pult-Star, der einzig sich selbst in Szene setzt und vor allem alles anders macht. So entsteht eine ganz einfach beglückende Aufnahme dieses wundervollen Werkes.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Britten Sinfonia, Dirigent: Sir Mark Elder; Elisabeth Kulman, Mezzosopran. Gerald Finzi: The Fall of the Leaf, Elegy for Orchester op. 20 * Gustav Mahler-Benjamin Britten: What the Wild Flowers Tell Me (Arrangement des 2. Satzes aus der Symphonie Nr. 3 für Kammerorchester) * Gustav Mahler: Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert * Johannes Brahms: Symphoni Nr. 1 c-Moll op. 68 (aufgenommen am 10. November in der Saffron Hall in Saffron Walden). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

Musik statt Tabletten. Das Ö1-Projekt für "Licht ins Dunkel" 2017 Statt Tabletten, Spritzen oder Infusionen setzt Stefan Ure Klangschalen, Glockenspiele und Rasseln ein. In der Wiener Kinderklinik Glanzing im Wilhelminenspital arbeitet der Musiktherapeut mit Jugendlichen, die sich selbst verletzen, Essstörungen oder Panikattacken haben. Die "heilsamen" Klänge ergänzen Psychotherapie und Behandlung im Krankenhaus. Gestaltung: Elisabeth Stecker Moment-Echo: Johanna Steiner Wort der Woche: Lukas Tremetsberger


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Finster wird's: Topolina, Rudi und die Dunkelheit Finster wird's, seufzt Rudi - wenn er aufsteht, ist es finster und wenn er nach der Schule eine Stunde im Park gespielt hat, ist es auch schon wieder finster. Der Musikmaus Topolina und ihrem Freund Albert Landertinger geht's im Dunkeln ein wenig gemischt, wenn es so ganz, ganz finster ist, müssen sie schauen, dass sie sich nicht fürchten müssen. Der Radiohund fürchtet sich nicht im Dunkeln, er macht nur gern das Licht an. Erst recht, nachdem ihm unlängst in der Dunkelheit großes Unheil geschah. Aber Albert hat eine hervorragende Medizin parat und wunderbare Dunkelheitsmusik... Kann Musik denn dunkel sein? Albert Landertinger: "Ja, es gibt ganz viel Musik, die dunkel ist. Da hört man ein Monster trappeln in der Ecke oder so etwas. Aber wer das in der Musik nicht hört, für den gibt es das Monster dann auch nicht. Wenn man es sich nicht vorstellen kann, gibt es das alles nicht." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Tuberkulose. Mit Elisabeth Dietrich-Daum, vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Innsbruck und Autorin des Buchs "Die 'Wiener Krankheit'. Eine Sozialgeschichte der Tuberkulose in Österreich". Gestaltung: Daphne Hruby Schon der Homo erectus, ein sogenannter Frühmensch, hatte vor 500.000 Jahren mit dieser Krankheit zu kämpfen, die über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Ein internationales Forscherteam entdeckte im Jahr 2004 an einem aus dieser Zeit stammenden Schädel Spuren einer Hirnhauentzündung, die vermutlich durch Tuberkulose ausgelöst wurde. Diese tückische Infektionskrankheit hat aber viele Gesichter. Vor allem befällt Tuberkulose die Lunge. Hier löst sie im Endstadium den bekannten Bluthusten aus, der auch in zahlreichen künstlerischen Werken Einzug gefunden hat. In Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" geht etwa die Protagonistin Mimì elendig daran zugrunde. In der Realität hat die Seuche noch viele Opfer mehr gefordert. Auch der Schriftsteller Franz Kafka starb 1924 an den Folgen einer Tuberkulose. Vor allem in Ballungsgebieten, wo schlechte hygienische Bedingungen vorherrschten, breitete sie sich rasant aus. Hippokrates bezeichnete sie als Schwindsucht, weil Tuberkulose die Menschen völlig ausmergeln lässt. Während des 17. und 18. Jahrhunderts brach in Europa die größte Tuberkulose-Epidemie der Geschichte aus. Die damaligen Gelehrten führten das auf ein Ungleichgewicht der Köpersäfte aber auch auf den angeblichen sittlichen Verfall der Gesellschaft zurück. Im 19. Jahrhundert versuchte man die Patienten und Patientinnen wiederum mittels sogenannter Luftkuren zu heilen. Damals litten aber vor allem arme Menschen an Tuberkulose und für diese war die kostspielige Therapie natürlich unerschwinglich. Allerdings erwies sich die Luftkur ohnehin als wirkungslos. Erst 1943 konnte mit der Entwicklung des Antibiotikums Streptomycin ein wirksames Heilmittel gefunden werden. Trotzdem sterben laut der Weltgesundheitsorganisation bis heute jährlich mehr als eine Million Menschen an Tuberkulose. Auch in Österreich ist diese Krankheit längst nicht ausgerottet. Im Jahr 2016 haben sich hierzulande 644 Menschen damit infiziert.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Diskussion zu einem aktuellen Thema


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Wildtiere und der Klimawandel. Teil 1: Winter Von Lukas Tremetsberger Weniger Schnee und später Frost, mildere Temperaturen und mehr Futter - der Klimawandel beeinflusst die Lebensräume und Lebensbedingungen von Wildtieren im Winter. Darauf reagieren Tiere mit unterschiedlichen Strategien. Schneehasen beispielsweise, deren Habitat durch die Erderwärmung einschränkt wird, ziehen sich in höhere Alpenlagen zurück. Das hat zur Folge, dass die Populationen voneinander getrennt werden. Zusätzlich rückt von unten der braune Feldhase vor. Von milderen Wintern profitieren andererseits wiederum die Wildschweine, deren Frischlinge dann leichter und mehr Nahrung finden und so den Winter eher überleben. - Welche Tierarten sind also im Winter die Profiteure bzw. Verlierer des Klimawandels? Schreitet dieser generell zu schnell voran, damit sich Wildtiere anpassen können? (Da der Klimawandel keine Jahreszeiten kennt, folgt im Sommer 2018 Teil 2.)


19.30 Uhr

 

 

Die Opernwerkstatt

Piotr Beczala - der international gefeierte Tenor aus Polen zu Gast bei Michael Blees (aufgezeichnet am 22. November 2017 im RadioCafe des ORF RadioKulturhauses) Mit seinem schmelzreichen und unverwechselbaren Timbre und der kultivierten Noblesse seines Vortrags versteht es Piotr Beczala, sein Publikum zu faszinieren - in Tenorpartien des italienischen, französischen und slawischen Repertoires und seit Neuestem sogar als Lohengrin. Am Linzer Landestheater hat er seine Laufbahn begonnen, bevor er ausgehend vom Opernhaus Zürich Weltkarriere gemacht hat. An der Wiener Staatsoper wird er im Jänner 2018 erstmals als Don José in Bizets "Carmen" zu erleben sein und sich im November dieses Jahres als Maurizio in "Adriana Lecouvreur" präsentieren.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Die Mission "Wissenstransfer" der Universität Wien Gestaltung: Martin Bernhofer Der elitäre "Elfenbeinturm" hat als Sinnbild für die akademische Wissenskultur endgültig ausgedient. Universitäten wollen sich für die Gesellschaft öffnen und Verantwortung übernehmen. Forschung und Lehre sind ihre Kernaufgaben. Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu vernetzen, kommt nun als "dritte Mission" dazu. Mit diesem Ziel hat die Universität Wien ein großes Projekt gestartet, das Forschung mit Wissenstransfer und sozialem Engagement verbindet. Wissen aus Hörsaal und Labor auf einen "Markplatz" zu bringen und Theorie fruchtbar mit der Praxis zu verbinden, ist die Absicht. Einerseits, um das Image der Wissenschaft zu verbessern, andererseits aber auch, um zur sozialen und wirtschaftlichen Innovation beizutragen. Neue Forschungsergebnisse und Erkenntnisse sollen für Zielgruppen außerhalb der Universität besser verständlich gemacht und kommuniziert werden. Nicht nur, um Technologien und Patente in die Wirtschaft zu transferieren. Sondern auch, um wissenschaftliche Grundlagen für gesellschaftliche Diskurse und politische Entscheidungen zu liefern. Mit ihrer "Third Mission-Initiative" will die Universität dieses Engagement künftig besser sichtbar machen, Projekte vernetzen und institutionell verankern. Die Hinwendung zu aktuellen Fragen und Problemen soll aber auch neue Impulse für die weitere Forschung bringen. Das "Salzburger Nachtstudio" stellt Modellprojekte dieser Initiative vor und fragt nach, welche ungewohnten Herausforderungen und Hürden die Forscher/innen dabei zu bewältigen haben. Das breite Spektrum reicht vom Engagement der Pflegewissenschaft für "Young Carers", pflegende Kinder und Jugendliche, über unkonventionelle Ideen für die Lehrerbildung, bis hin zum Aufbau einer juristischen Ausbildung in Bhutan im Rahmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

David gegen Goliath. Wenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (3). Gestaltung: Johannes Gelich Dazwischen: Ich. Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Wie das Bühnenhandwerk lernen? Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (3). Gestaltung: Hans Groiss


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin. Gestaltung: Reinhard Kager Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Pia Chryssochoidis Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten